Auf ewig unvollendet: Ronaldo scheitert auch im sechsten Anlauf
Es sollte nicht sein. CR7 ist mit Portugal gegen Spanien ausgeschieden. Nach dem Spiel herrscht bittere Enttäuschung.
Cristiano Ronaldo scheitert auch im sechsten Anlauf an der Mission WM-Titel.
Ein Last-Minute-Treffer von Mikel Merino besiegelt das bittere Aus des fünfmaligen Ballon-d'Or-Gewinners und beendet dessen WM-Karriere auf dramatische Weise (zum Spielbericht >>>).
Trotz der Enttäuschung zeigt sich der scheidende Teamchef von Portugal Roberto Martinez (nachlesen >>>) stolz über die Leistung seiner Mannschaft. Gegenüber dem "ZDF" erklärt er: "Die Portugiesen können stolz auf ihr Team und die Spieler sein. Es war sehr schade, wir hatten auch einen Lattentreffer. Wir hätten die Verlängerung verdient gehabt."
"Vorgezogenes Endspiel"
Dem schließt sich auch Spaniens Teamchef Luis de la Fuente an: "Es waren zwei Mannschaften auf Augenhöhe. Das war ein vorgezogenes Endspiel. Wir hatten die nötige Energie reingebracht, um das Spiel am Ende zu gewinnen."
Den entscheidenden Impuls lieferte schließlich Joker Mikel Merino. Über seinen Matchwinner sagt de la Fuente: "Zu Merino habe ich gesagt, dass wir spielen sollten wie immer. Seine Aufgabe ist es, das Mittelfeld und die Angreifer zu unterstützen. Mit ihm wollten wir der Mannschaft den Rhythmus und die Energie geben, die sie braucht."
Ronaldos Bilanz: Nur ein WM-Halbfinale
Damit endet die WM-Karriere von Cristiano Ronaldo. Am nächsten am WM-Titel war Ronaldo tatsächlich bei der ersten WM 2006, als er mit Portugal erst im Halbfinale an Frankreich scheiterte und schlussendlich Vierter wurde.
Bei den Weltmeisterschaften 2010 und 2018 war jeweils im Achtelfinale Endstation, 2022 folgte das Aus im Viertelfinale. 2014 musste Portugal die Heimreise bereits nach der Gruppenphase antreten.
Entsprechend groß war die Enttäuschung nach dem Schlusspfiff. "Natürlich sind wir enttäuscht. Wir sind mit dem Ziel hierhergekommen, den Titel zu gewinnen. Leider haben wir heute nicht unser bestes Niveau erreicht", sagt Bruno Fernandes.