Senatorin aus Paraguay beleidigt Mbappé rassistisch
Der Superstar der Franzosen ist nach dem hitzigen Achtelfinalduell gegen Paraguay Opfer von rassistischen Beschimpfungen geworden. Seine Reaktion folgte prompt.
Im Spiel gegen Paraguay avancierte Kylian Mbappé mit seinem Elfmetertor einmal mehr zum Matchwinner für Frankreich. Die Südamerikaner bewiesen erneut starken Kampfgeist, gegen den Vizeweltmeister von 2022 war jedoch nichts zu holen.
Am Spielfeld schlugen die Spieler von Paraguay bereits das eine oder andere Mal über die Stränge, doch was die paraguayische Senatorin Celeste Amarilla de Boccia auf X über Kylian Mbappé schrieb, ging weit darüber hinaus.
Sie beleidigte den französischen Superstar rassistisch: "Statt Muttermilch hat er Kokosnüsse ausgesaugt, und das Gebildetste, was er je gehört hat, waren Schimpansen. Hättest du ihm doch den Mittelfinger gezeigt, Orlando Gill. Ich mache das im Senat auch, und da passiert überhaupt nichts!!!"
Aufruf zu Gewalt
Im Anschluss an die Partie, in der Mbappé immer wieder hart attackiert worden war, verweigerte der Real-Stürmer Paraguay-Keeper Orlando Gill den Handschlag und jubelte mit einer provokanten Geste. Gill warf daraufhin Mbappé den Ball an den Rücken.
Auf Instagram legte die Politikerin mit einer Tirade gegen Mbappé nach. Er sei ein "kolonisierter Kameruner", der den harten Franzosen spiele, "voller Minderwertigkeitskomplexe, neureich, arrogant und hässlich".
Frankreich habe "nur mit ganz viel Glück gewonnen", vorwerfen könne man der Albirroja lediglich, "dass sie ihm (Anm. Mbappé) nach dem Schlusspfiff nicht eine schallende Ohrfeige verpasst hat", so die Politikerin.
Mbappé reagiert auf "schamlosen Rassismus"
Kylian Mbappé reagierte öffentlich auf die Aussagen. In einer Stellungnahme auf X bezeichnete er die Politikerin als "verachtenswerte Frau" und meinte, sie sei ihres Amtes unwürdig.
"Durch Ihre Unbewusstheit und Ihren schamlosen Rassismus hat die Welt bereits den historischen Weg und den Einsatz Ihrer Spieler während dieser Weltmeisterschaft vergessen, um Platz zu machen für eine inkompetente Dame, die das schlechteste mögliche Bild ihres Landes vermittelt", schrieb der Real-Stürmer weiter. Er werde Menschen wie Celeste Amarilla de Boccia "niemals die Freiheit lassen, ihren Hass und ihren Rassismus in der Welt zu verbreiten".