Luis Suarez (28) - Kolumbien
Der Stürmer ist erst seit kurzem fixer Bestandteil der kolumbianischen Nationalmannschaft, dennoch wird er bei der WM gesetzt sein. Dank einer sehr starken Saison in Portugal ist er mittlerweile der zweitwertvollste Spieler im Kader der "Cafeteros".
Wenn Kolumbien weit kommen will, wird Suarez seine Torjägerqualitäten, die er bereits bei Sporting Lissabon gezeigt hat, unter Beweis stellen müssen.
Was ihn ausmacht
Suarez konnte bei Sporting den zu Arsenal abgewanderten Viktor Gyökeres perfekt ersetzen. Mit 28 Toren lieferte der Kolumbianer nicht nur seine mit Abstand beste Saison, sondern schoss Sporting gleichzeitig zur Vizemeisterschaft.
Dabei unterscheidet er sich im Spielerprofil von Gyökeres. Während der Schwede ein klassischer Strafraumstürmer ist, lässt sich Suarez auch gerne mal fallen, um Angriffe einzuleiten.
Mannschaft | Einsätze | Scorer |
|---|---|---|
Sporting (25/26) | 53 | 38 Tore (9 Vorlagen) |
Kolumbien (gesamt) | 12 | 5 (0) |
Er ist ein klassischer bulliger Mittelstürmer aus Südamerika, der seinen kräftigen Körper einzusetzen weiß. Gleichzeitig besitzt er auch die technischen Fähigkeiten, Eins-gegen-eins-Situationen zu lösen. Von seiner Spielweise erinnert er an seinen legendären uruguayischen Namensvetter, aber auch an Lautaro Martinez.
Seine größte Stärke ist das Stellungsspiel. Er zählt zwar nicht zu den schnellsten Spielern, kann sich mit seinem bulligen Körper dennoch oft in Laufduellen durchsetzen. Zudem sucht er im Strafraum immer wieder seine besser positionierten Mitspieler.
Johan Manzambi (20) - Schweiz
Seit kurzem ist er der wertvollste Fußballer der Schweiz. Für Freiburg spielte der 20-Jährige heuer seine erste volle Bundesliga-Saison - und machte einen großen Schritt in seiner Entwicklung.
Ein Fixstarter in der "Nati" ist er wohl trotzdem nicht. Auf seine Minuten wird Manzambi unter Murat Yakin aber mit Sicherheit kommen, wenn auch hier und da als Joker. Dabei wird ihm auch seine Variabilität helfen.
Was ihn ausmacht
In erster Linie ist Manzambi ein Box-to-Box-Mittelfeldspieler, er kann aber auf jeder Position im Mittelfeld agieren - von der Sechs bis hin zu den Flügeln.
Seine große Stärke als Ballträger kommt überall am Feld zum Tragen. Mit Platz vor sich kann er Dynamik und Tempo aufnehmen, außerdem kann er sich gut aus engen Räumen lösen. Dabei hilft ihm seine starke Technik samt enger, dynamischer Ballführung und ein meist überragender erster Kontakt. Auch bei Schüssen aus der Distanz besitzt der Schweizer durchaus Qualitäten.
Mannschaft | Einsätze | Scorer |
|---|---|---|
Freiburg (25/26) | 47 | 7 (9) |
Schweiz (gesamt) | 12 | 3 (1) |
Dazu kommt seine physische Dominanz: Mit seinen 1,82 m ist er kopfballstark, außerdem wurde er letzte Saison mit über 32 km/h geblitzt. Diese Fähigkeiten nutzt er auch gegen den Ball, auch wenn er teils über die Stränge schlägt (zwei Rote Karten in dieser Saison).
Zu guter Letzt gilt er auch als Spieler für die besonderen Momente, der gerade gegen stärkere Gegner auch aus dem Nichts etwas kreieren kann.
Elliot Anderson (23) - England
Er ist wohl der unbekannteste Fixstarter der "Three Lions".
Der Nottingham-Leistungsträger wird höchstwahrscheinlich neben Declan Rice in der Startelf Englands gesetzt sein. Er ist aber keineswegs nur ein Abräumer, der dem Arsenal-Star den Rücken freihalten soll.
Was ihn ausmacht
In der Premier League gehört Anderson spätestens seit der abgelaufenen Saison zu den besten auf seiner Position - auf der Acht bzw. Sechs. Ähnlich wie Rice kann man den 23-Jährigen als Box-to-Box-Spieler deklarieren, wobei seine Stärken in unterschiedlichen Bereichen liegen.
Er bewegt sich nicht nur im Sechserraum, sondern taucht oft im Halbraum auf. Bei Forest brilliert er mit starken Dribblings, schlingelt sich durch seine enge Ballführung mit vielen schnellen Kontakten durch seine Gegner. Obendrein stechen die langen Pässe des Spielmachers heraus - darin gehört er zur Spitze der Premier League.
Mannschaft | Einsätze | Scorer |
|---|---|---|
Nottingham (25/26) | 50 | 4 (5) |
England (gesamt) | 8 | 0 (0) |
Neben den gefährlichen "Trough Balls" rundet das überragende Spielverständnis Andersons Profil im eigenen Ballbesitz ab. Seine Arbeit gegen den Ball macht ihn aber erst komplett und ist teils noch überragender.
Anderson gewinnt den Ball öfter als jeder andere in der Premier League - und das mit riesigem Abstand (306 Mal, Andre mit 212 Mal auf Rang zwei). Weitere Stärken: Zweikampfführung in direkten Duellen, aggressives Nach-vorn-Verteidigen und sein defensives Gespür.
Nico Paz (21) - Argentinien
Der gebürtige Spanier wurde bei Real Madrid ausgebildet und entwickelte sich in den vergangenen beiden Spielzeiten bei Como zu einem der besten Spieler der italienischen Serie A.
Bei der "Albiceleste" konnte er sich bisher dennoch nicht in der Startformation etablieren. Aufgrund der starken Konkurrenz wird er vermutlich nur als Joker ins Turnier starten, doch auch von der Bank kann er durchaus Gefahr ausstrahlen.
Was ihn ausmacht
Linksfüßige Offensivspieler, die vermehrt über die rechte Seite kommen, hat es bei Argentinien schon einige gegeben. Paz unterscheidet sich dennoch von den meisten, denn mit 1,86 m hat er einen ganz anderen Körperbau als ein Großteil seiner argentinischen Mitspieler.
Aufgrund seiner Größe wirkt der 21-Jährige oftmals schlaksig. Trotzdem ist er sehr stark im Dribbling. Er weiß sich oft aus Situationen zu befreien, und nutzt dabei auch seine Größe, um Gegenspieler fernzuhalten. Dabei ist er auch immer wieder für magische Momente gut.
Mannschaft | Einsätze | Scorer |
|---|---|---|
Como (25/26) | 40 | 13 (8) |
Argentinien (gesamt) | 8 | 1 (1) |
Bei Como unter Trainer Cesc Fabregas war Paz absoluter Dreh- und Angelpunkt des Teams. Fast jeder Angriff bei Como geht über Paz, dabei sucht er oft den entscheidenden Schnittstellenpass und auch im Abschluss, vor allem aus der Distanz, zeigt sich der offensive Mittelfeldspieler immer wieder gefährlich.
Im Vergleich zu vielen anderen argentinischen Offensivspielern weiß Paz dank starkem Gegenpressing und gutem Stellungsspiel auch in der Defensive zu überzeugen.
Luka Vuskovic (19) - Kroatien
Ein 19-Jähriger als Stamm-Innenverteidiger einer Topnation bei der WM? Das gibt es wirklich nicht so oft. Luka Vuskovic ist das Gegenbeispiel.
Seit Beginn des Jahres ist er nämlich ein fester Teil der kroatischen Nationalmannschaft, startete in allen drei Testspielen. Also ist auch davon auszugehen, dass Zlatko Dalic bei der WM auf ihn setzen wird.
Mannschaft | Einsätze | Scorer |
|---|---|---|
Hamburger SV (25/26) | 30 | 6 (1) |
Kroatien (gesamt) | 5 | 1 (0) |
Beim HSV spielte der Kroate seine erste Saison in einer Top-Fünf-Liga. Dabei stellte der Spurs-Leihspieler beeindruckend unter Beweis, dass er mindestens Bundesliga-Niveau besitzt.
Und nicht nur das: Vuskovic gehört zu den größten Innenverteidiger-Talenten der Welt. Hinter Pau Cubarsi und Dean Huijsen ist er der drittwertvollste U21-Verteidiger der Welt.
Was ihn ausmacht
Zuallererst besticht der 1,93 m große Abwehrspieler mit seiner Kopfballstärke. Im Vergleich mit allen Verteidigern aus den Top-Fünf-Ligen gehört er zum obersten Perzentil bei gewonnenen Luftduellen.
Seine Lufthoheit beschränkt sich aber nicht nur auf die Defensive: Zwei Kopfballtore erzielte er in der abgelaufenen Spielzeit, sechs in der Saison davor.
Auch am Boden besitzt Vuskovic Stärken, etwa beim Nach-vorn-Verteidigen. Defizite hat er hingegen bei der Geschwindigkeit.
Igor Thiago (24) - Brasilien
Wer war eigentlich der letzte Weltklasse-Stürmer Brasiliens?
Igor Thiago ist (noch) keiner davon, wird aber mit seinen 22 Premier-League-Toren für Brentford nur von Erling Haaland übertrumpft. Das fiel nun auch endlich Selecao-Teamchef Carlo Ancelotti auf, denn im Frühling kam Thiago zu seinen ersten zwei Länderspielen.
Vorerst muss er sich allerdings noch hinter Matheus Cunha einordnen, doch immerhin durfte Thiago bei den Tests kurz vor der WM je 45 Minuten ran.
Was ihn ausmacht
Ein physisches Komplettpaket mit einer Größe von 1,91 m und 85 kg. Der für einen Brasilianer untypische Stürmer ist ein Kopfballmonster, Zielspieler - aber nicht nur das.
Trotz einer bulligen Statur und seiner Körpergröße bringt er auch die Fähigkeiten eines Konterstürmers mit. Ligaweit zählt Thiago zu den schnellsten Angreifern - als seine beste Qualität in dieser Saison stellte sich allerdings der Abschluss heraus.
Mannschaft | Einsätze | Scorer |
|---|---|---|
Brentford (25/26) | 40 | 25 (1) |
Brasilien (gesamt) | 4 | 2 (0) |
Mit beiden Füßen kann er wuchtig abschließen, außerdem besitzt er eine gewaltige Ruhe vor dem Tor und überspielte so schon einige Male die gegnerischen Torhüter.
Die einzigen beiden Fragen, die offen bleiben: Wie funktioniert Thiago in einem völlig anderen System als in Brentford. Und: Wer war denn der letzte Weltklasse-Stürmer aus Brasilien? Vermutlich Ronaldo.
Ibrahim Maza (20) - Algerien
Der offensive Mittelfeldspieler wusste in seiner ersten Bundesliga-Saison bei Bayer Leverkusen voll zu überzeugen. Mit gerade mal 20 Jahren war Maza einer der besten Spieler des "Werksklubs".
Auch bei Algerien ist der gebürtige Berliner seit seinem Debüt 2024 nicht mehr wegzudenken. Bei Österreichs WM-Gegner dürfte Maza auf einer der Offensiv-Positionen gesetzt sein.
Was ihn ausmacht
Maza wechselte vergangenen Sommer nach Leverkusen, um Florian Wirtz zu ersetzen. Trotz der riesigen Fußstapfen konnte Maza diese mit einer ähnlichen Spielweise wie Wirtz einigermaßen ausfüllen.
Die größte Stärke des Algeriers ist das Dribbling. Dank einer extrem engen Ballführung und schneller Bewegungen ist Maza nur sehr schwer vom Ball zu trennen. Auch in engen Räumen findet er oft Wege, um sich zu befreien.
Mannschaft | Einsätze | Scorer |
|---|---|---|
Leverkusen (25/26) | 44 | 5 (7) |
Algerien (gesamt) | 16 | 2 (1) |
Auch das Passspiel ist eine der Stärken von Maza. Mit einer sehr guten Übersicht findet er immer wieder den besser postierten Mitspieler. Durch seine Defensivarbeit holt sich der Offensivspieler oft auch selbst den Ball und leitet damit Angriffe ein.
Die bislang noch größte Schwäche von Maza ist sein Abschluss. In der abgelaufenen Saison erzielte er nur zwei Tore, obwohl er sich oft gut positionierte.
Ayase Ueda (27) - Japan
Der Japaner ist der einzige Spieler in unserer Aufzählung, der bereits WM-Minuten in den Beinen hat: In Katar stand er 2022 eine Halbzeit lang gegen Costa Rica auf dem Platz.
Zum Zeitpunkt der Winter-WM hatte Ueda gerade das erste Fußball-Halbjahr in Europa hinter sich. Der Stürmer wechselte aus seiner Heimat nach Belgien zu Cercle Brügge, wo er unter Dominik Thalhammer und anschließend Miron Muslic eine Top-Saison spielte (23 Tore in 42 Saisonspielen). Nach nur einem Jahr folgte der Wechsel zu Feyenoord.
Beim damals amtierenden niederländischen Meister stand der 27-Jährige in den ersten beiden Jahren etwas im Schatten seiner Offensivkollegen. Die abgelaufene Saison war die erfolgreichste seiner Karriere. Mit 25 Treffern in 31 Ligaspielen (bei einem xG-Wert von lediglich 18,9) krönte er sich zum Torschützenkönig der Eredivisie.
Mannschaft | Einsätze | Scorer |
|---|---|---|
Feyenoord (25/26) | 40 | 26 (2) |
Japan (gesamt) | 39 | 16 (3) |
Im Nationalteam war Ueda während der WM-Qualifikation ein wesentlicher Faktor. In der entscheidenden dritten Runde steuerte er fünf Tore bei. Anders als in Katar wird er bei der anstehenden WM mehr Verantwortung übernehmen und eine wichtige Stütze im Offensivspiel der Japaner sein (müssen).
Was ihn ausmacht
Ueda ist ein Strafraumstürmer mit dem "Naserl", das Offensivspieler haben sollten. Er weiß, wo er zu stehen hat, um zu netzen. Und wenn er nicht schon richtig steht, bewegt er sich in die für ihn nutzbringenden Räume. Als Vorlagengeber tritt er hingegen nur selten in Erscheinung.
Vor dem Tor bleibt er cool und effizient, seine Abschlüsse sind nicht selten flach und überlegt. Mit seinen 1,82 Metern bewegt er sich nicht in den Sphären eines Sasa Kalajdzic, dennoch trifft der Japaner gerne auch per Kopf. Bei neun seiner 25 Ligatore köpfte er ein.
Dabei helfen ihm seine Balance und die Fähigkeit, sich auch in engen Räumen körperlich durchsetzen zu können.
Ismael Saibari (25) - Marokko
Stammspieler beim "Titelgewinn" im Afrika-Cup mit Marokko, Spieler der Eredivisie-Saison beim Meistertitel von PSV Eindhoven.
Ismael Saibari hat eine äußerst erfolgreiche Saison hinter sich. Der variable Offensivspieler hat im Alter von 25 Jahren definitiv noch einen Schritt in seiner Entwicklung gemacht. Ein Schritt, der nun sogar den FC Bayern auf den Plan ruft. (alle Infos >>>)
Hinter Ueda und Mika Godts ist der Marokkaner der drittbeste Scorer der Liga, obwohl er mit 27 Einsätzen um einige Einsätze weniger hatte und mitunter auch im zentralen Mittelfeld auflief. Und beim Nationalteam? Da ist er spätestens seit dem Afrika-Cup gesetzt.
Mannschaft | Einsätze | Scorer |
|---|---|---|
PSV (25/26) | 37 | 19 (9) |
Marokko (gesamt) | 30 | 9 (1) |
Was ihn ausmacht
Denn Saibaris große Stärke, das Dribbling, kommt nicht nur auf der Zehn zur Geltung. Er agierte in der abgelaufenen Saison auf vier verschiedenen Positionen: Auf der Zehn, der Acht, auf dem linken Flügel und im Sturm.
Der 25-Jährige gehört ligenübergreifend zu den Besten, was erfolgreiche Dribblings, progressive Carries und das Balltragen in den Strafraum angeht. Auch bei der Balleroberung ist er überdurchschnittlich unterwegs.
Er bringt darüber hinaus einen starken, oft wuchtigen Abschluss mit - und zwar beidfüßig. Zudem ist er robust in Zweikämpfen und tritt als Vorlagengeber mit Steckpässen und Hereingaben in Erscheinung.
Schlussendlich ist auch er ein Spieler für besondere Momente, erzielte in den letzten Saisons zahlreiche Traumtore.
Nestory Irankunda (20) - Australien
Tor, Backflip, Michael-Jackson-Jubel – so sieht ein erfolgreicher Arbeitstag von Nestory Irankunda aus. Der 20-jährige Australier wurde in einem Flüchtlingslager in Tansania geboren und wuchs in Australien auf.
Seine ersten Sporen verdiente er sich bei Adelaide United, wo er 15-jährig debütierte, als Premierentor einen Freistoß versenkte und infolgedessen schnell mit den Besten der Fußballwelt verglichen wurde.
2024 wechselte Irankunda als bester junger A-League-Spieler zum FC Bayern München. Von der zweiten Mannschaft ging es nach einem halben Jahr per Leihe zum Grasshopper Club Zürich. Im Sommer 2025 unterschrieb der Offensivspieler beim Watford FC einen Fünfjahresvertrag.
Der Start bei Watford in der englischen Championship verlief nach Maß: In den ersten vier Spielen sammelte Irankunda drei Scorer. Nach einem längeren Durchhänger netzte er für die "Hornets" erst im Frühjahr wieder. In rund der Hälfte seiner 40 Championship-Spiele kam er von der Bank. Im Nationalteam schoss er im März als Joker gegen Curacao binnen 17 Minuten einen Doppelpack. Bei der WM wird er in Australiens Gruppe mit den USA, Paraguay und der Türkei wohl auch eher von der Bank kommen als in der Startelf stehen.
Mannschaft | Einsätze | Scorer |
|---|---|---|
Watford (25/26) | 42 | 4 (5) |
Australien (gesamt) | 15 | 5 (1) |
Was ihn ausmacht
Irankunda ist am rechten Flügel zu Hause, bei Watford wurde er aber auch im Zentrum aufgeboten. Mit einer Körpergröße von 1,75 Metern hat er einen tiefen Körperschwerpunkt – dadurch ist er schnell und wendig, zugleich ist sein Spielstil intensiv und explosiv.
Er geht gerne ins Dribbling, dabei besticht er mit seinem Tempo. In Australien wurde er mit einer Höchstgeschwindigkeit von 37 km/h geblitzt. Das macht ihn zu einem starken Konterspieler.
Seine womöglich größte Qualität ist der Abschluss, bei dem er insbesondere mit Technik und Kraft überzeugt. Seine ersten beiden Watford-Treffer waren direkte Freistoßtore. Aus dem Spiel heraus probiert es der 20-Jährige gerne auch aus der Distanz, vor dem Tor ist er meist schnörkellos und trifft aus unterschiedlichen Lagen. Im Gegenpressing ist er fleißig.
Seine Flanken und sein Passspiel sind noch ausbaufähig. Er muss im Allgemeinen konstanter spielen, um regelmäßiger zu scoren. Was Trainer zudem nicht gerne sehen: Er wird öfter verwarnt (zwölf Gelbe und eine Rote bei Watford in der abgelaufenen Saison). Insgesamt bringt Irankunda aber etwas Besonderes – einen gewissen Flair – mit und ist damit ein Spieler, den jeder Coach wohl gerne im Kader hat.
Abdukodir Khusanov (22) - Usbekistan
Bei WM-Debütant Usbekistan lastet die Hoffnung auf den Schultern eines Duos.
Neben Süper-Lig-Torschützenkönig Eldor Shomurodov hört der zweite im Bunde auf den Namen Abdukodir Khusanov.
Der 22-Jährige blickt auf seine erste volle Saison bei Manchester City zurück, nachdem ihn die "Citizens" im Jänner 2025 für satte 40 Millionen Euro Ablöse vom RC Lens holten. Nach einem holprigen ersten Halbjahr ist der Innenverteidiger in der Liga angekommen.
Was ihn ausmacht
Neben Qualitäten im Spielaufbau steht Khusanov vor allem für spektakuläre Zweikämpfe, Physis und defensive Kompromisslosigkeit.
Was sich viele Abwehrspieler an die Brust heften, verkörpert der Usbeke wie kein Zweiter.
Mannschaft | Einsätze | Scorer |
|---|---|---|
Manchester City (25/26) | 37 | 0 (0) |
Usbekistan (gesamt) | 27 | 0 (0) |
Bereits in der französischen Ligue 1 lehrte er vielen Stürmern mit gewaltigen Bodychecks und rustikalen Grätschen das Fürchten. Obendrein ist er pfeilschnell.
So unbeschrieben Usbekistan auf der großen Fußballbühne auch ist: Ein Khusanov in Bestform kann jeder noch so stargespickten Offensive den Tag schwer machen.
Noah Sadiki (21) - DR Kongo
Für den AFC Sunderland war Sadiki in der abgelaufenen Saison absolut gesetzt und hatte dabei großen Anteil, dass sich der Aufsteiger gleich für Europa qualifizieren konnte.
Für die Demokratische Republik Kongo dürfte der gebürtige Belgier bei der anstehenden WM einer der Schlüsselspieler sein.
Was ihn ausmacht
Bei Sunderland ergänzt sich Sadiki im defensiven Mittelfeld perfekt mit Granit Xhaka. Während der Schweizer den Regisseur gibt, überzeugt Sadiki mit Dynamik mit und vor allem gegen den Ball.
Dabei erinnert der 21-Jährige aufgrund seiner Größe von 1,73 Meter etwas an N'Golo Kante. Denn ähnlich wie der Franzose ist Sadiki nur selten im gegnerischen Strafraum zu finden.
Mannschaft | Einsätze | Scorer |
|---|---|---|
Sunderland (25/26) | 35 | 0 (1) |
DR Kongo (gesamt) | 19 | 0 (1) |
Die Stärken von Sadiki beschränken sich jedoch nicht nur auf die Defensive. Mit seinen schnellen Schritten zieht er im Mittelfeld immer wieder mal an und lässt seine Gegenspieler stehen.
Auch im Passspiel kann Sadiki überzeugen. So wird bei der WM für Kongo ein Großteil der Spielzüge über den 21-Jährigen laufen und nach dem Turnier könnte für Sadiki ein Wechsel zu einem absoluten Topklub anstehen.