Bundesliga: Erwartungshaltung an die ÖFB-Legionäre

Bundesliga: Erwartungshaltung an die ÖFB-Legionäre Foto: © getty
 

26 ÖFB-Legionäre sind es, die - Stand jetzt - am Wochenende die neue Saison der deutschen Bundesliga in Angriff nehmen.

Mit David Alaba hat das langjährige Aushängeschild in Rot-Weiß-Rot die Liga in Richtung Real Madrid verlassen.

Das ändert nichts daran, dass Österreich weiterhin mit einer schlagkräftigen Fraktion im deutschen Oberhaus vertreten ist - vom Shootingstar, bis zum ÖFB-Teamspieler in den besten Karriere-Jahren, bis zu einigen Routiniers ist alles dabei.

Einige wollen den nächsten Schritt gehen, einige haben etwas gutzumachen, einige wollen einfach so weitermachen wie bisher.

LAOLA1 formuliert im folgenden Text die Erwartungshaltung an jeden der 26 Legionäre für die kommende Saison.

Gereiht sind die Spieler nach ihrem aktuellen Marktwert bei den Kollegen von "Transfermarkt.at" - auch diese Zahl sagt, wenngleich virtuell, einiges über aktuelles Standing und Karriere-Stadium aus.

VIDEO - Adi Hütter: "Wir haben große Ziele"


MARCEL SABITZER (RB Leipzig) - 42 Mio.

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Einsätze/Tore deutsche Bundesliga 20/21: 27/8

Vertrag bis: Sommer 2022

Es ist unwahrscheinlich, dass Sabitzer sein letztes Vertrags-Jahr in Leipzig tatsächlich zu Ende spielt. Der Schritt zu einem internationalen Elite-Verein ist angesichts seiner Entwicklung überfällig und dem Steirer auch zuzutrauen. An Interessenten mangelt es bekanntlich nicht, und aktuell scheint sich der FC Bayern mit Ex-Leipzig-Coach Julian Nagelsmann vorzudrängeln. Generell gilt: Sabitzer ist ein gutes Beispiel dafür, dass Marktwerte oft nur virtuell sind - ein Jahr vor Vertragsende ist der ÖFB-Teamspieler zum kolportierten Schnäppchenpreis von 18 Millionen Euro zu haben. Der Wert am Platz übertrifft im konkreten Fall die Höhe der Banküberweisung.

XAVER SCHLAGER (VfL Wolfsburg) - 27 Mio.

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Einsätze/Tore deutsche Bundesliga 20/21: 32/2

Vertrag bis: Sommer 2023

In Wolfsburg zählt der 23-Jährige zu den unumstrittenen Stammspielern. In dieser Saison kommt die Bühne Champions League dazu. Ausgehend von seinen Leistungen gibt es eigentlich relativ wenig Transfer-Gerüchte um Schlager. Das Ziel für diese Saison sollte sein, dies zu ändern und sich für den nächsten Schritt zu empfehlen - in der europäischen Vereins-Hackordnung ist über dem VfL noch Luft nach oben. Kommenden Sommer wird Schlager drei Jahre für Wolfsburg gespielt haben und ein Jahr vor Vertragsende stehen - der prädestinierte Zeitpunkt für den nächsten Schritt.

KONRAD LAIMER (RB Leipzig) - 26 Mio.

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Einsätze/Tore deutsche Bundesliga 20/21: 3/0

Vertrag bis: Sommer 2023

Die vergangene Spielzeit war verletzungsbedingt bekanntlich eine verlorene. Mit seiner EURO-Performance hat der Salzburger jedoch gezeigt, dass mit ihm wieder zu rechnen ist und er für den harten Konkurenzkampf in Leipzig gerüstet sein sollte. 2021/22 wird für den 24-Jährigen durchaus richtungsweisend. Denn auch bei ihm wird sich, je länger die Saison dauert und sich das Vertragsende 2023 nähert, die Zukunftsfrage stellen. In Leipzig bleiben oder die nächsthöhere Kategorie an Arbeitgebern anstreben? Angebot und Nachfrage werden wohl auch mit der Performance in dieser Spielzeit verknüpft sein.

CHRISTOPH BAUMGARTNER (TSG Hoffenheim) - 22 Mio.

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Einsätze/Tore deutsche Bundesliga 20/21: 31/6

Vertrag bis: Sommer 2025

An Interessenten - FC Liverpool abwärts - soll es nicht gemangelt haben, der 22-Jährige entschied sich jedoch für zumindest ein weiteres Jahr in Hoffenheim. Die Angebotslage hat also am ursprünglichen Gedanken der mehrjährigen Vertragsverlängerung im März nichts geändert. Nachdem 20/21 im Prinzip die Bestätigungs-Saison des Durchbruchs 19/20 war, muss diese Saison ein weiterer - gerne großer - Schritt nach vorne das Ziel sein, um wirklich für Europas Top-Adressen gerüstet zu sein. Wie Baumgartner als Leadertyp reift, ist schön anzusehen und auch im Hinblick auf das ÖFB-Team extrem erfreulich. Auf dem Feld lässt sich die Zahl der Scorer-Punkte jedoch bestimmt verbessern. Vor allem im Torabschluss lässt der Niederösterreicher noch zu viel liegen.

SASA KALAJDZIC (VfB Stuttgart) - 22 Mio.

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Einsätze/Tore deutsche Bundesliga 20/21: 33/16

Vertrag bis: Sommer 2023

Traut man Kalajdzic noch mehr Liga-Tore als die 16 der Vorsaison zu? Bestimmt! Der 24-Jährige hat alle Anlagen zu einem besonderen Goalgetter. Nicht umsonst wurde der 2-Meter-Riese in den vergangenen Wochen und Monaten mit einer respektablen Zahl an internationalen Top-Klubs in Verbindung gebracht. Sollten der VfB, der das letzte Transfer-Wort hat, und der Wiener diesen Verlockungen nicht nachgeben, sollte man es in Sachen Erwartung jedoch nicht komplett übertreiben. Erste Pflicht ist der Beweis, dass 20/21 kein One-Hit-Wonder war. Alles darüberhinaus ist die Kür. In beiden Fällen wird es spätestens im Sommer 2022 - ein Jahr vor Vertragsende - zum nächsten Schritt kommen. Diese Saison entscheidet, wie hochklassig er ausfallen wird.

FLORIAN GRILLITSCH (TSG Hoffenheim) - 18 Mio.

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Einsätze/Tore deutsche Bundesliga 20/21: 26/2

Vertrag bis: Sommer 2022

Nach vier Saisonen in Hoffenheim ist der nächste Schritt überfällig und wohl nur eine Frage der Zeit. Sollte der 26-Jährige diese Saison dennoch überraschend bei den Kraichgauern verbringen, kann die Devise nur lauten, sich mit starken Leistungen für einen möglichst hochklassigen Arbeitgeber in Stellung zu bringen. Unabhängig davon, bei welchem Verein der Niederösterreicher angestellt sein wird, muss ein Ziel dieser Spielzeit sein, das bei der EURO endlich erarbeitete Standing im Nationalteam nicht nur zu verteidigen, sondern auszubauen und sich nachhaltig als unumstrittene Stammkraft zu etablieren.

MARTIN HINTEREGGER (Eintracht Frankfurt) - 18 Mio.

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Einsätze/Tore deutsche Bundesliga 20/21: 29/2

Vertrag bis: Sommer 2024

Im September wird Hinteregger 29, nähert sich also den Elder-Statesman-Jahren seiner Karriere. Seine Liebeserklärungen an die Eintracht lassen vermuten, dass der Schritt in eine andere Liga aktuell keine allzu hohe Priorität hat. Also gilt es im Prinzip, so weiterzumachen wie bisher und in Frankfurt auch unter Oliver Glasner eine der Säulen zu sein. Die Leistung beim Pokal-Aus in Mannheim samt Gelb-Roter Karte sollte im Normalfall unter die Kategorie Ausrutscher fallen.

PHILIPP LIENHART (SC Freiburg) - 14 Mio.

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Einsätze/Tore deutsche Bundesliga 20/21: 34/4

Vertrag bis: Sommer 2024

Lienhart zählt eher zu den leiseren Vertretern seiner Zunft, der SC Freiburg steht auch nicht allzu sehr im Rampenlicht - daher geht womöglich unter, welche Entwicklung der Innenverteidiger in den vergangenen eineinhalb Jahren genommen hat. Mehr als in allen 34 Saison-Spielen in der Startelf zu stehen, so wie ihm dies 20/21 gelungen ist, geht in Freiburg kaum. Im Mai verlängerte der Niederösterreicher zwar seinen Vertrag bei den Breisgauern, aber in Kombination mit seiner zunehmend besser werdenden Rolle im Nationalteam sollte es das Ziel sein, sich für einen nächsten Karriere-Schritt (spätestens) im Sommer 2022 in Stellung zu bringen.

STEFAN POSCH (TSG Hoffenheim) - 13 Mio.

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Einsätze/Tore deutsche Bundesliga 20/21: 26/0

Vertrag bis: Sommer 2024

Streng genommen war die vergangene Spielzeit kein Fortschritt für den Innenverteidiger, wenngleich dabei die eine oder andere Blessur und dann vor allem seine Corona-Erkrankung wenig förderlich waren. Gegen Ende der Saison agierte der Steirer wieder als Stammkraft, in der Innenverteidiger-Hackordnung im ÖFB-Team fiel er dennoch zurück. Mit 24 ist Posch kein Talent mehr. Sein Anspruch sollte es sein, sich mit dominanterem Auftreten zu einer Führungskraft zu entwickeln.

STEFAN LAINER (Borussia Mönchengladbach) - 12,5 Mio.

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Einsätze/Tore deutsche Bundesliga 20/21: 33/2

Vertrag bis: Sommer 2024

Nach 182 Pflichtspielen unter der Anleitung von Marco Rose gilt es sich an einen neuen Trainer zu gewöhnen, wobei der mit Adi Hütter bekanntlich kein gänzlich Unbekannter ist. Die rechte Abwehrseite "gehört" in Gladbach seit zwei Jahren Lainer. Der Anspruch ist logischerweise, dass dies so bleibt. Ende August wird der Salzburger 29. Wie lange das Fenster für den nächsten Schritt noch offen ist, wird sich weisen - so dieser überhaupt notwendig ist. Es soll nämlich nichts Schlimmeres passieren, als bei einem ambitionierten Traditionsverein unumstrittene Strammkraft zu sein.

HANNES WOLF (Borussia Mönchengladbach) - 8,0 Mio.

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Einsätze/Tore deutsche Bundesliga 20/21: 32/3

Vertrag bis: nicht kommuniziert

Hier gehört die Latte höher gelegt, und zwar weil das Potenzial das auch hergibt: Schafft Wolf im Verlauf der kommenden Saison weiterhin nicht den Sprung ins Nationalteam, wird es ein verlorenes Jahr gewesen sein. Im zweiten Gladbach-Jahr kann das Ziel nur sein, sich nachhaltig als Stammspieler zu etablieren. Gelingt dies und bringt der Steirer mehr Konstanz in seine Leistungen, kann auch Teamchef Franco Foda nur mehr schwer an einem Spieler vorbei, dem auch mal Unberechenbares zuzutrauen ist. In der vergangenen Spielzeit stand der 22-Jährige zwar in 32 Liga-Spielen auf dem Platz - 18 Mal jedoch nur als Joker, 9 Mal wurde er ausgewechselt, durchgespielt hat der Offensivspieler also nur fünf Mal. Dass Wolf selbst höhere Erwartungen hat, ist kein Geheimnis.

DAVID NEMETH (Mainz 05) - 4,0 Mio.

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Einsätze/Tore deutsche Bundesliga 20/21: -/- (28/2 für Sturm Graz)

Vertrag bis: Sommer 2024

Bei Sturm war der Innenverteidiger in der Vorsaison von Beginn bis Ende seiner Leihe nicht wegzudenken. Seine Entwicklung war so gut, dass er erstens im März im Dunstkreis des Nationalteams auftauchte und zweitens von Mainz nicht noch mal weitergereicht, sondern in den Bundesliga-Kader aufgenommen wurde. Und nun? Es wird jedenfalls spannend. Im DFB-Pokal tauchte der 20-Jährige noch nicht im Spieltags-Kader auf. Der Burgenländer wird die Ellbogen ausfahren und gerade anfangs um jede Minute kämpfen müssen. Dass er auch diese Hürde nimmt, ist ihm jedoch allemal zuzutrauen. Und dies wäre auch ein erster Erfolg. Bitter wäre, wenn seine Entwicklung durch fehlende Spielpraxis gebremst werden würde. Sollte sich dies abzeichnen, wäre eine erneute Leihe schlauer.

FLORIAN KAINZ (1. FC Köln) - 3,5 Mio.

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Einsätze/Tore deutsche Bundesliga 20/21: 8/1

Vertrag bis: Sommer 2022

Die vergangene Saison war aufgrund einer langwierigen Knieverletzung im Prinzip eine verlorene. Erst im Finish konnte der Steirer mithelfen, den Klassenerhalt zu sichern. Nicht vergessen sollte man, dass Kainz in der Spielzeit davor zwölf Scorer-Punkte (5 Tore, 7 Assists) sammelte. Die Rückkehr zu dieser Ausbeute könnte ein schönes Ziel sein. Dass Neo-Coach Steffen Baumgart ihn im DFB-Pokal in die Startelf stellte, sollte ein gutes Zeichen sein. Der Vertrag des 28-Jährigen läuft am Saisonende aus. Es liegt an ihm, sich für eine Verlängerung oder einen möglichst guten neuen Arbeitgeber zu empfehlen.

KARIM ONISIWO (Mainz 05) - 3,5 Mio.

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Einsätze/Tore deutsche Bundesliga 20/21: 31/4

Vertrag bis: Sommer 2024

Nach vielen Jahren der Wanderschaft in Österreich ist die Offensivkraft in Mainz längst heimisch geworden. Seit fünfeinhalb Jahren kickt Onisiwo beim deutschen Bundesligisten und hat seinen Vertrag Ende Mai nicht umsonst bis Sommer 2024 verlängert. Mit 29 Jahren hat der Wiener seine Rolle bei Mainz längst gefunden. Sein Anteil am starken Frühjahr war ein fairer, darauf gilt es aufzubauen - gerne auch mit mehr Scorer-Punkten als bisher.

MICHAEL GREGORITSCH (FC Augsburg) - 3,0 Mio.

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Einsätze/Tore deutsche Bundesliga 20/21: 24/1

Vertrag bis: Sommer 2023

Hohe Wetten auf einen Verbleib in Augsburg hätte man am Ende der vergangenen, ziemlich verkorksten Saison wohl nicht angenommen, aber diese Beziehung geht wohl erneut in die Verlängerung. Die Saison 2021/22 wird definieren, ob man über vor allem am Ende ein wenig vergeudete Karriere-Jahre oder einen bemerkenswerten Turnaround sprechen wird. Was gerne vergessen wird: 2017/18 erzielte Gregoritsch 13 Bundesliga-Tore für den FCA. Allen Beteiligten wäre geholfen, wenn sich der Steirer wieder solch ein Standing erarbeiten könnte (und auch die faire Gelegenheit dazu bekommt).

DEJAN LJUBICIC (1. FC Köln) - 3,0 Mio.

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Einsätze/Tore deutsche Bundesliga 20/21: -/- (24/0 für Rapid)

Vertrag bis: Sommer 2025

Der Rapid-Kapitän stellt sich einer neuen Herausforderung. Wie für jeden Kicker, der aus der heimischen Bundesliga ins deutsche Oberhaus wechselt, gilt als erstes Ziel, sich möglichst schnell zu akklimatisieren und um jede Minute Einsatzzeit zu kämpfen. In der 1. Runde des DFB-Pokals hat dies noch nicht geklappt, da drückte der defensive Mittelfeldspieler 120 Minuten lang die Ersatzbank. Aber die Gelegenheit wird kommen, dann gilt es sich festzusetzen. Zuzutrauen ist Ljubicic dies natürlich. Macht der 23-Jährige in Köln den nächsten Schritt, sollte auch die erste Chance im Nationalteam nicht mehr allzu fern sein.

KEVIN STÖGER (Mainz 05) - 2,8 Mio.

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Einsätze/Tore deutsche Bundesliga 20/21: 19/3

Vertrag bis: Sommer 2022

27 Jahre ist Stöger inzwischen. Dass er kicken kann, ist kein Geheimnis. Warum der Oberösterreicher bis heute keine einzige Nationalteam-Einberufung zu Buche stehen hat, ist ein eigenes Kapitel für sich. Sicher bremste ihn da auch sein Kreuzbandriss im Herbst 2019. Andererseits bekundete ein Kaliber wie die AS Roma wohl nicht umsonst vor nicht allzu langer Zeit Interesse. In Mainz hat Stöger bislang zu kämpfen, um sich als Stammspieler zu etablieren. Dies muss jedoch das Mindestziel sein, wenn der Mittelfeldspieler im kommenden Sommer nach Auslaufen seines Vertrags noch einen entspechenden Karriere-Schritt hinlegen möchte. Ruft er sein Potenzial konstant ab, ist ihm einiges zuzutrauen.

LOUIS SCHAUB (1. FC Köln) - 2,0 Mio.

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Einsätze/Tore deutsche Bundesliga 20/21: -/- (32/8 für FC Luzern)

Vertrag bis: Sommer 2022

Jetzt zählt's! Die deutsche Bundesliga ist der große Traum von Schaub. Der FC Luzern hätte ihn nach einer erfolgreichen Leihe gerne behalten, doch der Mittelfeldspieler nimmt bewusst seinen nächsten Anlauf in Köln. Inzwischen ist er 26 Jahre alt, der Vertrag läuft am Saisonende aus. Angesichts dieser Ausgangslage ergibt sich die Zielsetzung, sich endlich nachhaltig in der deutschen Bundesliga zu etabieren, von selbst. Richtungsweisender als diese Saison für Schaub geht kaum.

MANUEL PRIETL (Arminia Bielefeld) - 1,8 Mio.

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Einsätze/Tore deutsche Bundesliga 20/21: 28/1

Vertrag bis: Sommer 2024

Die Entwicklung des 30-Jährigen über die Jahre zu einem Kicker, der bei einem deutschen Bundesligisten die Schleife trägt, ist ziemlich lässig. Dass der Steirer bei der Kapitäns-Wahl in Bielefeld so gut abgeschnitten hat, spiegelt seine konstant guten Leistungen im zentralen Mittelfeld der Arminia ebenso wider wie seine positive Persönlichkeit. Die Erwartungshaltung war bisher und bleibt auch weiterhin, dass Prietl in Bielefeld voran geht und somit auch seiner persönlichen Entwicklung weitere Kapitel anfügt. Mit inzwischen drei weiteren Landsleuten im Kader ist er wohl zudem Chef der Österreicher-Gang.

STEFAN ILSANKER (Eintracht Frankfurt) - 1,7 Mio.

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Einsätze/Tore deutsche Bundesliga 20/21: 27/1

Vertrag bis: Sommer 2022

Im Alter von 32 Jahren ändert sich am Anforderungsprofil vermutlich nicht mehr allzu viel. Ilsanker gilt als Verlässlichkeit in Person und möchte dies auch unter Oliver Glasner unter Beweis stellen. Am Ende der Saison läuft der Vertrag des Salzburgers bei der Eintracht aus. Die Frage ist, ob es darüber hinaus in der deutschen Bundesliga in die Verlängerung geht oder ein neues Karriere-Kapitel wartet.

JULIAN BAUMGARTLINGER (Bayer Leverkusen) - 1,5 Mio.

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Einsätze/Tore deutsche Bundesliga 20/21: 17/2

Vertrag bis: Sommer 2022

Die Hoffnung ist im Falle des ÖFB-Kapitäns leicht formuliert: Es gilt zu alter Stärke zu finden. Nach seiner Kreuzbandverletzung wurde der Mittelfeldspieler in bemerkenswertem Tempo für die EURO fit, eine weitere Blessur verhinderte dort jedoch mehr Einsatzzeit. Im DFB-Pokal wurde Baumgartlinger in der Schlussphase eingewechselt. Nun heißt es Schritt für Schritt die Einsatzzeit zu steigern. Dass man in Leverkusen an den 33-Jährigen glaubt, verdeutlicht die Vertragsverlängerung um ein Jahr nach der schweren Verletzung. Es ist die elfte Bundesliga-Saison Baumgartlingers. Wie viele weitere für den Routinier folgen, hängt wohl auch von dieser Spielzeit ab.

ALESSANDRO SCHÖPF (Arminia Bielefeld) - 1,5 Mio.

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Einsätze/Tore deutsche Bundesliga 20/21: 19/0

Vertrag bis: Sommer 2023

Der Tiroler hat keine leichte Karriere-Phase hinter sich, und damit ist nicht nur der Abstieg mit dem FC Schalke gemeint. Auch in persönlicher Hinsicht war die Entwicklung in der jüngeren Vergangenheit nicht zufriedenstellend. Aber darunter kann man nun einen Strich machen und hoffen, dass der Tapetenwechsel nach Ostwestfalen Wunder wirkt. Vom eigenen Anspruch her möchte Schöpf bei der Arminia vorangehen, und dies sollte auch das Minimalziel sein. Zwei Assists in der 1. Runde des DFB-Pokals lassen jedenfalls hoffen. Schöpf in Normalform und mit Selbstvertrauen würde auch dem ÖFB-Team gut tun.

PATRICK WIMMER (Arminia Bielefeld) - 1,5 Mio.

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Einsätze/Tore deutsche Bundesliga 20/21: -/- (31/5 für Austria Wien)

Vertrag bis: Sommer 2025

In zwei Jahren vom SV Gaflenz in die deutsche Bundesliga - Hut ab! Man wird dem 20-Jährigen in Bielefeld eine gewisse Anlaufzeit zugestehen müssen - noch dazu, da er an einer Sprunggelenksverletzung laboriert. Angesichts der Anlagen des bodenständigen Niederösterreichers, der über bemerkenswerten Speed verfügt, versteht man aber selbstverständlich, warum ihn die Arminia unbedingt in ihren Reihen haben möchte. Auch aus Nationalteam-Sicht ist zu hoffen, dass Wimmer die Herausforderung einer stärkeren Liga bewältigt. Denn dass der Offensivspieler zu den interessanteren ÖFB-Kandidaten der Zukunft gehört, ist kein Geheimnis. Das Ziel für die erste Saison ist logisch: Auf jede Minute und jeden Einsatz aufbauen, lernen und sich zunehmend etablieren.

CHRISTOPHER TRIMMEL (Union Berlin) - 1,2 Mio.

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Einsätze/Tore deutsche Bundesliga 20/21: 31/1

Vertrag bis: nicht kommuniziert

Mit 34 Jahren Kapitän und unumstrittene Stammkraft eines zunehmend erfolgreichen deutschen Bundesligisten zu sein, spricht für sich. Die Statistik, die beim Rechtsverteidiger besonders zählt: In den vergangenen beiden Saisonen kam er jeweils auf eine zweistellige Anzahl an Assists - erst elf, dann zehn. Wieder in diese Region zu kommen, macht als persönliches Ziel Sinn. Ansonsten gilt es, diese Reise so lange es geht zu verlängern und zu genießen.

CHRISTIAN GEBAUER (Arminia Bielefeld) - 0,8 Mio.

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Einsätze/Tore deutsche Bundesliga 20/21: 23/1

Vertrag bis: Sommer 2023

Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass der Tiroler für viele am ehesten der No-Name unter den rot-weiß-roten Bundesliga-Legionären ist. Für den 27-Jährigen gilt daher, auf die erste Saison in Bielefeld aufzubauen und sich zunehmend einen Namen zu machen. 20/21 spielte er zwar nach Anlaufschwierigkeiten meistens, aber oft nur kurz als Joker. Dass sein Premieren-Tor auswärts beim FC Bayern gelang, ist ein absolutes persönliches Highlight. Inzwischen sollte Gebauer die Anforderungen der Bundesliga verinnerlicht haben und in der Lage sein, die persönliche Statistik zu verbessern.

PAVAO PERVAN (VfL Wolfsburg) - 0,6 Mio.

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Einsätze/Tore deutsche Bundesliga 20/21: 2/0

Vertrag bis: Sommer 2022

Für Pervan ändert sich nicht viel. Letztlich gilt es, jeden Einsatz mitzunehmen, den er abstauben kann. So lange Koen Casteels der Konkurrent ist, ist dies eng mit der Verfügbarkeit des Belgiers verknüpft. Aber wer weiß, bekanntlich kann es schnell gehen - vielleicht winkt sogar die eine oder andere Partie in der Champions League. Wie sehr man in Wolfsburg die verlässlichen Dienste des 33-Jährigen schätzt, bezeugt die Verlängerung seines Vertrags. Pervan wurde als Backup geholt, und diese Rolle erfüllt er hervorragend.


Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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