Deutsche Bundesliga: Die Hinrunde 2017/18

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In dieser Saison ist deutsche Bundesliga, abgesehen vom ersten und letzten Platz, umkämpft wie lange nicht mehr.

Ob es das Ringen um die Qualifikation am internationalen Wetbewerb ist, oder der Kampf um den blanken Klassenerhalt. In einer Spielzeit, die ausgeglichener kaum sein könnte, kann der Weg für viele Mannschaften noch in beide Richtungen führen.

Spektakuläre Comebacks, Überraschungsteams, unerwartete Trainerwechsel und neue Gesichter. LAOLA1 blickt zurück auf eine turbulente Hinrunde:

Bayern - Alles wieder gut

Der deutsche Rekordmeister steht wieder da, wo er nach eigenem - und mittlerweile jedermanns - Selbstverständnis hingehört. Dass die Münchner nun mächtige elf Punkte Vorsprung auf Platz zwei haben, war aber nach dem holprigen Saisonstart so nicht zu erwarten.

Heynckes-Präsentation: Alte Freunde wieder vereint
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Nach sieben Runden fehlten auf den Tabellenführer aus Dortmund noch fünf Zähler. Ein durchwachsener Saisonstart, ein 2:2 gegen Wolfsburg und schlussendlich die vernichtende 0:3-Niederlage in Paris, kosteten Carlo Ancelotti den Job. Der Graben zwischen ihm und der Mannschaft wurde immer größer und sichtbarer, sodass Uli Hoeneß auf seinen Stein der Weisen zurückgreifen würde.

Mit Jupp Heynckes, der alte Hierarchien in der Mannschaft wiederherstellte, holte der Branchenprimus 15 Siege aus 16 Spielen. Unangefochtener Tabellenführer, Viertelfinale im DFB-Pokal und Achtelfinale in der Champions League erreicht. Alles wieder gut in München.

Nur die Zukunft bereitet dem gemeinen Bayern-Fan ein wenig Sorgen: Wer nach der Saison die Trainerbank ausfüllt, ist noch absolut unklar, zudem steht der Mannschaft ein Generationswechsel bevor. Für einen Verein, der sich über Erfolg definiert, ist es keine einfache Aufgabe, Jugendspieler in der Kader zu integrieren. Der letzte, der das geschafft hat, war David Alaba. Vor bald acht Jahren.

Platz 2 bis 6 - Alte Bekannte

Das Feld der "Verfolger" ist in dieser Saison besonders groß und vor allem dicht gedrängt. Schalke führt das Feld als Vize-Herbstmeister mit 30 Punkten an. Dahinter lauern vier Teams mit je 28 Zählern.

Vielleicht das verrückteste Revier-Derby aller Zeiten - 4:4 (4:0)
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Eine Überraschungsmannschaft ist allerdings nicht dabei. Dortmund hat, dank eines fulminanten Starts unter Bosz und zwei Siegen zum Ende mit Stöger, seinen Platz in der Spitzengruppe sicher. Die finanzstarken Leipziger finden sich ebenfalls wie erwartet oben wieder.

Auch Schalke, Leverkusen und Gladbach, die sich über die Jahre als Champions-League-Aspiranten etabliert haben, hatten die meisten aufgrund der fehlenden Doppelbelastung wieder auf dem Zettel.

Der Blick auf die Marktwerttabelle spiegelt die obere Tabellenregion beinahe eins zu eins wieder. Die sechs teuersten Teams besetzten auch die ersten sechs Plätze in der Hinrundentabelle.

Platz 7 bis 11 - Die Hoffnung lebt

Direkt hinter dem Spitzendrittel scharren fünf weitere Teams mit den Hufen. Und auch hier geht es eng zu: Zwischen Hoffenheim (7. Platz) und Hannover (11.) liegen lediglich drei Punkte, der Anschluss an die internationalen Plätze in greifbarer Nähe.

Mit Hertha und Hoffenheim befinden sich zwei Mannschaften in der "dritten Reihe", die vor einem Jahr klar besser positionert waren, nun aber mit den klassischen Schwierigkeiten der Doppelbelastung zu kämpfen hatten.

Augsburg und Hannover muss man als die positiven Überraschungen der bisherigen Spielzeit anerkennen - nicht nur hatten viele Experten die beiden als Abstiegskandidaten ausgemacht, es sind auch die Klubs mit dem niedrigsten Marktwert der Liga.

Das Quintett darf sich weiterhin Hoffnungen aufs internationale Geschäft machen, doch auch der vermeintliche Abstand nach unten schmilzt schneller als man "Trainerwechsel" sagen kann.

Platz 12 bis 17 - Auf dünnem Eis

Hier geht es ebenso knapp zu: Der 17. aus Hamburg hat lediglich vier Punkte Rückstand auf die Wolfsburger an zwölf.

Dass Mainz, Freiburg sowie Hamburg und Bremen im Abstiegskampf stecken, sorgt sowohl was den Marktwert, als auch was die Erwartungen betrifft, nicht für allzu viel Verwunderung.

Hamburg steckt mal wieder unten fest
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Nach der überstandenen Relegation in der abgelaufenen Spielzeit, schafft es der VfL Wolfsburg einmal mehr nicht, aus seinem enormen Etat und Potenzial ein Team zu formen, das ums internationale Geschäft mitspielt. Zum Vergleich: Der Marktwert der Wölfe ist knapp dreimal so hoch wie der, des geographischen und tabellarischen Nachbarn aus Hannover.

Aktuell sind der HSV und Werder Bremen (neben Köln) nicht zu Unrecht auf den unbeliebtesten Plätzen. Doch wie im Rest der Liga ist auch hier noch alles möglich. Jedes Team ist in der Lage die anderen zu schlagen, weshalb eine Vorhersage so gut wie unmöglich ist.

Köln - Zurück im Chaos

Hier ist die Vorhersage alles andere als unmöglich - im Gegenteil. Die Kölner, die heuer erstmals seit 25 Jahren wieder international unterwegs waren, werden mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit den Gang in die zweite Liga antreten müssen.

Bei den Rheinländern lief von Anfang an alles schief: Während sie Spiel um Spiel verloren, verletzte sich ein Leistungsträger nach dem anderen, bis das Lazarett regelrecht absurde Ausmaße annahm. Auch der viel diskutierte Videobeweis war den Geißböcken nicht hold.

Sinnbildlich für die Lage in Köln steht die 3:4-Heimpleite gegen den SC Freiburg. Im Schneechaos schoß sich die Mannschaft geradezu den Frust von der Seele und führte nach einer halben Stunde mit 3:0. Am Ende leuchtete ein 3:4 auf der Anzeigetafel.

Timo Horn frustriert: Er ist der beste Kölner
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Doch man blieb bemerkenswert lange cool in der Domstadt - ein Verdienst des Duos Schmadtke/Stöger, das den Klub vier Jahre lang kontinuierlich weiterentwickelt und in vermeintlich ruhige Gewässer manövriert hat. Doch nach Schmadtkes unrühmlichen Abgang und drei Punkten nach 14. Spieltagen, war der mediale Druck zu groß und Stöger musste den Platz auf der Trainerbank freiräumen.

Mit einer erweiterten Jugendmannschaft und dem beförderten Interimscoach Stefan Ruthenbeck, gelang dem FC am letzten Spieltag der Hinrunde mit einem 1:0 gegen Wolfsburg dann tatsächlich der erste Sieg.

Dennoch fehlen schon neun Punkte auf das rettende Ufer namens Relegationsplatz. Der FC müsste eine herausragende zweite Halbserie spielen, um dem Schlamassel noch zu entkommen. Mit Simon Terodde wurde zwar ein erster Winter-Neuzugang angekündigt, doch auch der neue Sportvorstand Armin Veh plant schon mit der Zweitklassigkeit.

Woher die Ausgeglichenheit?

Vergleicht man die deutsche Bundesliga mit anderen europäischen Topligen, manifestiert sich der Eindruck der Ausgewogenheit. Bis auf die beiden Ausreißer Bayern und Köln, besteht die Liga aus einem Knäuel von Teams, die sich gegenseitig neutralisieren.

Ein möglicher Grund ist die Herangehensweise der neuen Trainergeneration mit Vertretern wie Domenico Tedesco (Schalke), Manuel Baum (Augsburg) oder Hannes Wolf (Stuttgart).

Tedesco freut sich über Platz zwei
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Die als "Laptoptrainer" verschrienen jungen Übungsleiter gelten als extrem systemorientiert. Das System steht über allem und der Matchplan sieht eher vor, das Spiel des Gegners zu zerstören, als es selbst zu gestalten.

Im Fußball-Talk-Format "Bohndesliga" beschreibt Peter Hyballa die vorherrschende Philosphie in Deutschland als "Gegengift-Gegengift-Taktik". Der Plan ist "nicht mehr wie wir das Spiel aufbauen, wie lange wir den Ballbesitz halten. Sondern wir geben dem Gegner den Ball und versuchen anzupressen", um Konter zu fahren. Dass sich die Teams in der Tabelle derart nahe stehen, resultiert zum Teil aus dieser Neutralisation.

Ein weiterer interessanter Fakt ist, dass bisher mehr als ein Drittel aller Tore nach Standardsituationen gefallen sind (143 von 424). So hoch war der Wert nie zuvor.

Die Schlüsselspieler

Leon Bailey lässt sich feiern
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Ein Gewinner, wenn nicht DER Gewinner der Hinrunde, ist Leverkusens Jamaikaner Leon Bailey. Mit sechs Toren und vier Assists, ist er gemeinsam mit Kevin Volland der Top-Scorer der Werkself und hat sich aufgrund seiner Schnelligkeit und seiner unbeschwerten Dribblings bereits in den Fokus europäischer Spitzenklubs gespielt.

Zudem überrascht Augsburgs Offensivduo aus Alfred Finnbogason und ÖFB-Kicker Michael Gregoritsch die Liga, gemeinsam kommen sie auf 19 Treffer. Dazu ist Teamkollege Philipp Max mit neun Torvorlagen, ligaweit der beste Assistgeber.

In Hoffenheim erlebt Mark Uth in dieser Spielzeit seinen Durchbruch. Den Konkurrenten Kramaric hat der 26-Jährige bereits verdrängt und mit dem Abgang von Wagner nach München avanciert Uth zum Stürmer Nummer eins im Kraichgau. Insbesondere der Doppelpack beim 2:0 gegen die Bayern bleibt in Erinnerung. Doch sein Vertrag in Hoffenheim läuft zum Saisonende aus, was bereits Schalke 04, Mönchengladbach und den BVB auf den Plan ruft.

Eine große Ehre wird auch Stuttgarts 21-jährigem Innenverteidiger Benjamin Pavard zu Teil. Er hat es in die hochkarätige Auswahl der französischen Nationalmannschaft geschafft. Ein Erfolg für ihn und den VfB.

Text wird unter Diashow (ÖFB-Legionäre) fortgesetzt:


Die ÖFB-Legionäre der deutschen Bundesliga in der LAOLA1-Zeugnisvergabe zum Jahresende:

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David Alaba (FC Bayern München): 44 Einsätze, 5 Tore, 3 Assists

Note: 2-3

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Trotz wankender Leistungen im ÖFB-Trikot war der 25-Jährige in diesem Kalenderjahr bei den Bayern wieder gesetzt, hat aber schon bessere Saisonen hinter sich. Eine Sprunggelenksverletzung trübt das Jahr des 59-fachen Nationalspielers.

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Marco Friedl (FC Bayern München): 2 Einsätze, 0 Tore, 0 Assists

Note: 3 

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Der ÖFB-Youngster durfte bereits im Jänner einmal von der Bank aus Bundesliga-Luft schnuppern. Danach pendelte er zwischen A-Jugendliga und Regionalliga, ehe er aufgrund der dünnen Personaldecke in der ersten Mannschaft innerhalb von drei Tagen sein Bundesliga- und Champions-League-Debüt feiern durfte.

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Marcel Sabitzer (RB Leipzig): 35 Einsätze, 8 Tore, 8 Assists

Note: 1 

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Der 23-jährige österreichische "Fußballer des Jahres" ist mittlerweile eine absolute Schlüsselfigur im Offensivspiel der Bullen. Nur eine Schulterverletzung gegen Jahresende bremste den kurzzeitigen Kapitän der Leipziger etwas aus.

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Stefan Ilsanker (RB Leipzig): 31 Einsätze, 0 Tore, 1 Assist

Note: 2

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Sofern fit, war "Ilse" immer eine feste Größe im Leipziger Defensivverbund. Egal ob als Innen-, Rechtsverteidiger oder Sechser, der Salzburger stabilisierte das Spiel der Bullen stets mit seiner guten Tackling- und Passquote. Nur im Herbst ließ er etwas an Souveränität vermissen.

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Konrad Laimer (seit 1.7.2017 RB Leipzig): 14 Einsätze, 0 Tore, 0 Assists

Note: 3

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Das erste Halbjahr in der Deutschen Bundesliga darf man dem 20-Jährigen als Eingewöhnungsphase gutschreiben. Der beste Spieler der österreichischen Bundesliga kommt zwar oft, aber meist nicht sehr lange zum Einsatz. Die Leistungen waren bisher eher durchschnittlich.

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Guido Burgstaller (FC Schalke 04): 44 Einsätze, 20 Tore, 8 Assists

Note: 1

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Österreich hat wieder einen Top-Stürmer! Kaum einer hätte dem Kärntner nach seinem Wechsel von Nürnberg in die Deutsche Bundesliga so ein Hammer-Jahr zugetraut. Bei den aufstrebenden Schalkern ist der 28-Jährige trotz großer Konkurrenz weiter die Nummer eins im Angriff.

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Alessandro Schöpf (FC Schalke 04): 28 Einsätze, 5 Tore, 3 Assists

Note: 3

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Der flexible Mittelfeldmann musste nach einem fast kometenhaften Aufstieg im April erstmals einen gehörigen Karriere-Rückschlag hinnehmen. Eine Kreuzbandverletzung machte ein bis dahin gutes Jahr für "Schöpfi" zu einem verlorenen. 2018 gilt es für den 23-Jährigen, den Stammplatz bei den "Knappen" zurückzuerobern.

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Michael Langer (IFK Norrköping (SWE), seit 4.8.2017 Schalke 04): 23 Einsätze bei Norrköping, 0 Einsätze bei Schalke

Note: 4 

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Der 32-Jährige begann das Jahr als Einsergoalie in Norrköping und beendete es als dritter Schlussmann beim FC Schalke. Auch 2018 sind keine Einsätze für den Vorarlberger bei den "Königsblauen" in Sicht.

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Julian Baumgartlinger (Bayer Leverkusen): 24 Einsätze, 0 Tore, 0 Assists

Note: 3

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Immer wenn man denkt, der ÖFB-Kapitän hat sich einen Stammplatz in Leverkusen erkämpft, verliert er ihn auch wieder. Wenn „Jules“ spielt, bringt er aber meistens eine gute Leistung. Die hohe Rotation von Heiko Herrlich im zentralen Mittelfeld wird dem Routinier auch 2018 viele Einsätze ermöglichen.

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Ramazan Özcan (Bayer Leverkusen): 0 Einsätze

Note: 4 

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"Rambo" macht eigentlich alles richtig. Mit seinen 33 Lenzen ist er bei einem Top-Klub engagiert und dort als Nummer 2 im Tor im Mannschaftsgefüge verfestigt. Ein Vorbeikommen an Leno gilt aber als unmöglich. Auch für einen älteren Spieler sollte Spielzeit im Vordergrund stehen. Aus sportlicher Sicht also ein enttäuschendes Jahr des kurzzeitigen ÖFB-1er-Schlussmanns.

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Florian Grillitsch (Werder Bremen, seit 1.7.2017 TSG Hoffenheim): Werder Bremen: 12 Einsätze, 1 Tor, 0 Assists; TSG Hoffenheim: 12/1/1

Note: 3 

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In Bremen konnte Grillitsch nach einer langen Pause wegen einer Schulterverletzung erst im Februar wieder eingreifen, war dann aber eine der Schlüsselfiguren im Frühlings-Aufschwung der Werderaner. Bei der TSG lieferte der Sechser mitunter Topleistungen, brachte aber bislang zu wenig Konstanz in sein Spiel, um zum absoluten Stammpersonal von Julian Nagelsmann zu zählen.

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Stefan Posch (TSG Hoffenheim): 13 Einsätze, 0 Tore, 0 Assists

Note: 2

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Einem Bänderriss zum Saisonstart zum Trotz schaffte der 20-Jährige im Herbst den Spung zu den Profis. Ab diesem Zeitpunkt war er aus der Nagelsmann-Elf nicht mehr wegzudenken und lieferte meist eine souveräne Leistung.

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Robert Zulj (Greuther Fürth (2.Bundesliga), seit 1.7.2017 TSG Hoffenheim): Greuther Fürth: 14 Einsätze, 5 Tore, 2 Assists; TSG Hoffenheim: 1/0/0

Note: 3

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Der 25-Jährige spielte sich mit einer guten 2.-Bundesliga-Rückrunde ins Blickfeld der TSG. Bei den Sinsheimern klappte es bisher für den Welser aber überhaupt nicht. Die ersten drei Monate fiel Zulj mit einer hartnäckigen Schambeinentzündung aus. Erst am letzten Spieltag der Europa League reichte es für den ersten Einsatz.

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Martin Hinteregger (FC Augsburg): 29 Einsätze, 2 Tore, 0 Assists

Note: 2

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Der teuerste Einkauf des FCA aller Zeiten ist der Abwehrchef der Bayern und wurde nur kurzzeitig durch eine Knöcheloperation im Herbst gestoppt.

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Michael Gregoritsch (Hamburger SV, seit 4.7.2017 FC Augsburg) HSV: 16 Einsätze, 2 Tore, 2 Assists; FC Augsburg: 17/8/4

Note: 1

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Zum Unverständnis vieler HSV-Fans wurde "Gregerl" trotz guter Leistungen, wenn auch nicht als Stammspieler, zum FCA abgeschoben. Bei den Augsburgern schlug er voll ein und avancierte zum torgefährlichsten offensiven Mittelfeldspieler der ganzen Liga.

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Kevin Danso (FC Augsburg): 15 Einsätze, 1 Tor, 1 Assist

Note: 2

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Der 19-Jährige meisterte seine Durchbruchssaison bravourös, auch wenn er sich den einen oder anderen Patzer leistete. Momentan tut sich der Defensivspieler aber schwer, am starken Innenverteidiger-Duo Hinteregger-Gouweleeuw vorbeizukommen.

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Georg Teigl (FC Augsburg): 12 Einsätze, 0 Tore, 1 Assist

Note: 5

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Für den Flügelflitzer sieht es aktuell ganz düster aus. War der 26-Jährige zu Jahresbeginn noch sporadisch im Einsatz, schaffte er es in der Hinrunde 2017/18 nicht ein einziges Mal in den Spieltagskader. Ein Transfer in die 2. deutsche Bundesliga steht im Raum.

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Martin Harnik (Hannover 96): 35 Einsätze, 18 Tore, 4 Assists

Note: 1-2

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Der 30-Jährige hat es seinen Kritikern gezeigt und legt ein Bomben-Jahr hin. Die Hannoveraner schoss der Stürmer nicht nur zum Aufstieg, sondern auch zu einem tollen Saisonstart in der höchsten Klasse. Österreich wird er bei der Mission EM 2020 aber nicht unterstützen, der zeitweilige Kapitän der Hannoveraner hat seine A-Team-Karriere beendet.

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Samuel Sahin-Radlinger (Hannover 96): 0 Einsätze

Note: 5

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Der 25-Jährige ist mittlerweile nur mehr die Nummer drei im Hannoveraner Kasten und schon längst aus dem Talent-Alter heraus. Die einstige Rapid-Leihgabe schaffte es im Bundesliga-Herbst nur ein einziges Mal in den Spieltags-Kader.

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Valentino Lazaro (seit 3.8.2017 Hertha Berlin): 16 Einsätze, 0 Tore, 4 Assists

Note: 2

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Der Ex-Salzburger kam verletzt nach Berlin und verpasste so den Bundesligastart. Über Kurzeinsätze und einige überzeugende Europa-League-Auftritte ist der 21-Jährigen nun aber drauf und dran, sich in die erste Elf der Hauptstädter zu spielen.

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Karim Onisiwo (Mainz 05): 6 Einsätze, 0 Tore, 0 Assists

Note: 5

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Das Jahr 2017 ist für den Ex-Mattersburger eines zum Vergessen. Zu Jahresbeginn setzte den technisch beschlagenen Flügelspieler ein Kochenödem außer Gefecht, im Herbst war es eine Schulterverletzung. Aber auch wenn er fit war, gelang dem 25-Jährigen der Sprung in die erste Elf nur selten.

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Philipp Lienhart (Real Madrid Castilla, seit 5.7.2017 SC Freiburg): RM Castilla: 10 Einsätze, 0 Tore, 0 Assists; SCF: 13/0/0

Note: 2

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Der junge Innenverteidiger absolvierte das erste Halbjahr noch bei der zweiten Mannschaft der "Königlichen". Im Sommer gelang dann der leihweise Sprung in den Breisgau. Dort erkämpfte sich der 21-Jährige ohne Anpassungsprobleme durch starke Leistungen einen Stammplatz beim SCF. Zwei Verletzungen gegen Jahresende sorgten aber für nur 13 Einsätze beim Abstiegskandidaten.

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Zlatko Junuzovic (Werder Bremen): 25 Einsätze, 3 Tore, 7 Assists

Note: 2

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Im Frühjahr führt der mittlerweile aus dem Nationalteam zurückgetretene „Zehner“ seine Werderaner mit elf Spielen ohne Niederlage nach Katastrophenstart zum lockeren Klassenerhalt. In der aktuellen Saison nahm der 30-Jährige auch aufgrund einer Achillessehnenverletzung erst spät Fahrt auf.

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Florian Kainz (SV Werder Bremen): 33 Einsätze, 3 Tore, 4 Assists

Note: 2-3

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Das Jahr 2017 ist für den Edeltechniker eine Achterbahnfahrt, bei der der 25-Jährige aktuell wieder oben auf ist. Durch zahlreiche Verletzungen der Bremer hatte der Flügelspieler gegen Jahresende seinen Stammplatz sicher. Dass dieser aber wieder schnell weg sein könnte, hat sich in kürzerer Vergangenheit leider zu oft gezeigt.

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Das Trainerkarussell

Sechs Trainerwechsel hat es in der laufenden Saison bereits gegeben.

Wolfsburgs Andries Jonker musste als erster gehen. Er wurde vom Ex-Mainzer Martin Schmidt ersetzt, der mit rekordverdächtigen sieben Remis in Folge startete, das Team aber merklich stabilisierte und sich in 15 Spielen lediglich zweimal geschlagen geben musste.

Zehn Tage später endete die Episode zwischen Carlo Ancelotti und dem FC Bayern nach einem desaströsen Auftritt in Paris. Für ein Spiel wurde Ex-Profi Willy Sagnol eingesetzt, bevor Heynckes seine vierte Amtszeit als Bayern-Coach antrat.

Mit Sebastian Kohfeldt beförderte Werder Bremen nach Alexander Nouri und Viktor Skripnik zum dritten mal in Folge die Interimslösung aus der zweiten Mannschaft zum Cheftrainer.

Peter Stöger: Er brauchte nur eine Woche um die Farben zu wechseln
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Die kurioseste Trainer-Rochade spielte sich aber zum Ende der Hinrunde ab. Köln war gezwungen, schweren Herzens Peter Stöger zu entlassen und durch A-Jugend-Coach Stefan Ruthenbeck zu ersetzten, der das Team nun mindestens bis zum Saisonende betreuen soll.

Eine Woche darauf war auch für Peter Bosz, nach dem Ausscheiden in der Champions-League, der verspielten 4:0-Führung im Revier-Derby und einer 1:2-Heimpleite gegen Werder Bremen, endgültig Schluss in Dortmund. Zur allgemeinen Überraschung wurde am nächsten Tag Peter Stöger als Nachfolger präsentiert. Dessen Vertrag gilt aber vorerst nur bis zum Saisonende.

Das führt direkt zur wohl hartnäckigsten Trainer-Frage der Hinrunde. Wie geht es für Julian Nagelsmann weiter? Der 30-jährige Hoffenheim-Coach kokettierte in der Vergangenheit immer wieder mit einem Engagement beim FC Bayern. Nun erhärten sich jedoch die Gerüchte, dass Nagelsmann nach der Saison den BVB übernehmen könnte, was dem jungen Trainer wohl fürs erste den Weg nach München verbauen würde.

Offenbar ist in seinem Vertrag eine Ausstiegsklausel festgeschrieben, die im Sommer 2019 aktiviert wird. Wen Dortmund und vor allem wen Bayern bis dahin beschäftigen will, sorgt für noch mehr Spekulationen.

Wohin führt das alles?

Der erste und der letzte Platz sind wohl sicher vergeben, doch dazwischen ist es spannend wie selten zuvor. Es ist nahezu unmöglich, Aussagen darüber zu treffen, wer sich für die Champions- oder die Europa-League qualifizieren wird. Ebenso wenig kann man vorhersagen, welche Teams am Ende um den Relegationsplatz kämpfen. Doch umso größer ist die Spannung und die Vorfreude auf die Rückrunde.

Am Freitag, den 12.01.2018 (ab 20:30 Uhr im LIVE-Ticker) eröffnen Leverkusen und Bayern die zweite Saisonhälfte.


Textquelle: © LAOLA1.at

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