Fix: Köln trennt sich von Stöger

Fix: Köln trennt sich von Stöger Foto: © GEPA
 

Nun ist es offiziell: Der 1. FC Köln und Peter Stöger gehen nach viereinhalb Saisonen getrennte Wege, der Vertrag bis 2020 wurde einvernehmlich aufgelöst.

Das verlautbaren Präsident Werner Spinner und Geschäftsführer Alexander Wehrle am Sonntag nach einer Krisensitzung bei einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz.

"Wir halten es für anabdingbar, einen neuen Impuls zu setzen, es war eine sehr schwere Entscheidung", so Spinner. Bereits nach dem 2:2 auf Schalke hatte der "Express" am Samstagabend vom Aus berichtet (Hier nachlesen!). Mit Stöger geht auch Assistent Manfred Schmid.

Interimstrainer wird U19-Trainer Stefan Ruthenbeck.

Ab 13 Uhr trainiert dieser erstmals die Profis, die Einheit wurde vorab von der Führung von 10 Uhr auf 13 Uhr verschoben. Köln wird sich um einen neuen Trainer für die Frühjahrssaison umsehen, Kiel-Trainer Markus Anfang soll ein Thema sein.

Stöger wusste bereits vorher Bescheid

In einer Aussendung erklärt der Wiener: "Am Freitag war klar, dass das Spiel auf Schalke unser letztes wird. Um sich voll auf diese wichtige Partie fokussieren zu können, haben wir entschieden, dies erst am Sonntag zu kommunizieren. Es ist im Sinne des Klubs und vor allem der Mannschaft, dass jetzt eine Entscheidung getroffen wurde und Klarheit herrscht. Die Spieler, die Mitarbeiter im Klub, die Fans und die Stadt Köln sind Manni Schmid und mir ans Herz gewachsen und wir drücken allen die Daumen, dass der 1. FC Köln den Klassenerhalt schafft.“

Das sagt der Präsident: "Wir sind in der Verantwortung, alles zu versuchen, um den Klassenerhalt doch noch zu erreichen. Bis zuletzt haben wir gehofft, dass wir dies in der Konstellation mit Peter, seinem Team und der Mannschaft schaffen können. Leider ist diese Überzeugung jedoch trotz des positiven Resultats auf Schalke nicht mehr ausreichend vorhanden. Deshalb halten wir es in der aktuellen Situation für unabdingbar, auf der Trainerposition ein Signal zu setzen, auch wenn uns diese Entscheidung sehr schwer fällt und wehtut."

FC-Geschäftsführer Wehrle: "Peter Stöger hat seit Juli 2013 eine beispiellose Erfolgsgeschichte mit dem FC geschrieben, uns zum Aufstieg und erstmals seit 25 Jahren in den Europapokal geführt. Darüber hinaus hat er den 1. FC Köln als Sympathieträger jederzeit glaubwürdig und authentisch vertreten. Dass kein anderer in der Vereinsgeschichte so lange Cheftrainer des FC war, ist kein Zufall. Wir haben in den vergangenen Tagen gespürt, dass unser gemeinsamer Weg zu Ende ist, und zwar unabhängig vom Resultat auf Schalke. Deshalb war es auch Peter wichtig, einen klaren Schnitt zu machen, bevor emotional und menschlich zu viel Negatives zurückbleibt. Die Mannschaft ist jetzt mehr denn je in der Pflicht, alles zu tun, um die auf Schalke geweckte Hoffnung aufrecht zu erhalten."

Mit einem Wiener in den Europacup

Stöger trat sein Amt beim 1. FC Köln am 12. Juni 2013 an und führte die "Geißböcke" gleich in seiner ersten Saison als Zweitliga-Meister in die Bundesliga. Im Oberhaus geriet Stöger mit Köln bis in dieser Saison nie in Abstiegssorgen, im Gegenteil: Man steigerte sich jährlich. Nach Platz 12 2014/2015 folgten die Ränge 9 und 5. Nach mehr als 20 Jahren qualifizierte sich Köln wieder für den Europacup.

Die Dreifachbelastung und vor allem der Abgang von Torjäger Anthony Modeste sorgten aber für einen Horrorstart in die neue Saison - nach 14 Spielen hat das Schlusslicht nur drei Punkte.


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