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Janko und Herzog über Rapid: "Das Team hat ein Fitnessproblem"

In ihrem Podcast finden die Ex-Fußballer deutliche Worte über die Entwicklung der Grün-Weißen, vor allem ein Punkt stößt bei Herzog auf Unverständnis.

Janko und Herzog über Rapid: "Das Team hat ein Fitnessproblem" Foto: © GEPA

Der Titelkampf in der ADMIRAL Bundesliga ist mit Hochspannung zu Ende gegangen. Während sich der LASK vor Sturm zum Meister gekrönt hat, musste sich Rapid mit Rang fünf zufriedengeben.

Marc Janko und Andreas Herzog arbeiten in der 17. Folge ihres Podcasts "Herzerl mit Janko" unter anderem den letzten Spieltag der ADMIRAL Bundesliga auf.

"Es war spannend wie seit langem nicht - gegen den Abstieg, für den Meistertitel. Es war eine Saison, wo wir hin und wieder die Qualität ein bisschen kritisiert haben, aber von der Spannung war es die ganze Saison nicht zu überbieten", resümiert Herzog.

Vor allem die Inkonstanz von Vereinen wie Salzburg oder auch Rapid hätte den Unterschied gemacht. Während Salzburg nach der 1:3-Niederlage gegen Hartberg dank Schützenhilfe Rang drei und damit die Europa-League-Qualifikation erreichte, müssen sich die Wiener nach dem 0:2 gegen Sturm mit Platz fünf begnügen. "Das ist nicht den Ansprüchen gerecht", sagt der Fußballexperte.

Rapid und sein "Fitnessproblem"

Laut Janko hat bei den Hütteldorfern "das ganze Team ein Fitnessproblem" und das seit Jahren. "Ich kann mich nicht erinnern, wann die hinten heraus ein Spiel einmal drehen konnten beziehungsweise einen Gang höher schalten konnten", ergänzt er.

Auch Herzog spart nicht mit Kritik: "Wenn ich sehe, in welchem Tempo die drei Innenverteidiger das Spiel eröffnen, dann bewegst du dich als Stürmer auch nicht." Gefährliche Aktionen im Strafraum seien nur selten der Fall. "Die wollen nicht nach vorne spielen", analysiert der TV-Experte. Auch die Fans würden so nicht auf ihre Kosten kommen, diese wollen kein "Ball-hin-und-hergeschiebe" sehen.

Demir sorgt mit Rot für Aufsehen

Große Defizite zeigten sich auch am vergangenen Sonntag in Graz. Die Rote Karte für Yusuf Demir sorgte zudem für Aufregung. "Was glaubst du, wer du bist? Glaubst du, die Welt dreht sich nur um dich? Du wurdest gefoult und jetzt müssen alle aufhören, Fußball zu spielen", hinterfragt der 42-Jährige das Selbstbild des Rapidlers.

"Er ist im Kopf nicht frei, weil die Erwartungshaltung ist immer noch extrem hoch und jetzt gilt es einfach, so fit zu sein", erklärt Herzog.

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Kritik an Wechseln von Hoff Thorup

Auch die Herangehensweise bei den Wechseln hat der Ex-Trainer nicht verstanden. "Man tauscht Grgic und Ahoussou ein. Will man das Spiel gewinnen oder das 0:0 sichern?", kritisiert Herzog.

Besonders die Tatsache, mit Wurmbrand und Dahl die "schnellsten Spieler" vom Feld zu nehmen, die, wenn man "defensiv mit einem Mann weniger ist, umschalten können und im Eins-gegen-eins stark sind", stößt auf Unverständnis. Erstgenannter würde seit einem halben Jahr verbrannt werden. Man bräuchte sich somit nicht über den fünften Platz wundern.

Jetzt müsse man den ganzen Verein analysieren und jeder Spieler müsse analysieren, was er geleistet hat. "Und dann fängt man wieder bei Null an", sagt Herzog abschließend.

Die komplette Folge 17 vom Podcast "HERZERL mit JANKO":

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