Endstand
2:0
0:0 , 2:0
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Rapid stellt sich vor dem Playoff die "Charakterfrage"

Wie schon im Vorjahr müssen die Hütteldorfer den Umweg über das Playoff gehen. Johannes Hoff Thorup hat eine Message.

Rapid stellt sich vor dem Playoff die "Charakterfrage" Foto: © GEPA

Zum zweiten Mal in Folge geht es für den SK Rapid in die Verlängerung!

Durch die 0:2-Auswärtsniederlage bei Vizemeister Sturm Graz beendeten die Hütteldorfer die Meistergruppe auf Platz fünf.

Damit warten am kommenden Freitag und am Montag darauf zwei "Finalspiele" gegen den Sieger aus dem Duell Ried gegen den WAC. Bereits im Vorjahr ging es ins Playoff, damals setzte man sich in zwei Spielen gegen den LASK knapp durch.

Nach Schlusspfiff in Graz-Liebenau wanderte der Fokus für die "Grün-Weißen" direkt in Richtung Hinspiel am Freitag. "Klar, das Ziel bleibt, sich europäisch zu qualifizieren. Das ist jetzt auch eine Charakterfrage", machte Niklas Hedl unmissverständlich klar.

Rote Karte als Gamechanger

Der Torhüter hielt sein Team an diesem Sonntagnachmittag mit insgesamt sechs Paraden lange im Spiel. Weil gleichzeitig auch die Rivalen aus Wien-Favoriten und der Mozartstadt zudem in ihren Spielen zurücklagen, war theoretisch auch noch Platz drei möglich.

Auch deshalb versuchte Johannes Hoff Thorup, mit seinen Wechseln nochmal Schwung zu bringen. "Wir haben alles versucht und wir wussten, dass mit ein oder zwei Chancen immer etwas passieren kann. Mit einem Sieg gegen Sturm wäre natürlich alles anders gewesen."

Die frühe und völlig unnötige Rote Karte von Yusuf Demir erwies sich schlussendlich aber als Genickbruch für die Hütteldorfer. Hoff Thorup über Demir: "Das ist inakzeptabel" >>>

"Kann den Jungs keinen Vorwurf machen"

"Wir haben extrem gut verteidigt. Es ist extrem schwer, hier zu bestehen. Wenn man ab der 20. Minute in Unterzahl agiert, ist es natürlich noch schwerer", hob auch Hedl die Schwierigkeit, die der frühe Platzverweis mit sich brachte, hervor.

Trotzdem hielt Rapid dem Druck der Grazer phasenweise stand, hatte zudem selbst noch die ein oder andere Chance auf den Lucky Punch.

"Niki Wurmbrand hatte noch eine gute Chance. Ich kann den Jungs keinen Vorwurf machen, zehn gegen elf über so lange Zeit ist nie einfach", verteidigte Hoff Thorup den Auftritt seiner Mannschaft.

Wir haben uns den fünften Platz in diesem Jahr verdient. Jetzt müssen wir unser Bestes geben, im Playoff zu gewinnen.

Johannes Hoff Thorup

Ziel? UEFA Conference League

In der Schlussphase ging dann aber die Luft aus und Sturm schlug durch die Joker eiskalt zu. Zuerst traf Gizo Mamageishvili aus der Distanz (88.), dann schlenzte Kapitän Stefan Hierländer die Kugel sehenswert in den Winkel (90.+1).

Und so steht für Rapid am Ende erneut nur die Null, die dritte in Folge. Insgesamt holte man in der Meistergruppe nur drei Siege und zwei Remis. Zu wenig für die eigenen Ansprüche.

"Wir haben uns den fünften Platz in diesem Jahr verdient. Jetzt müssen wir unser Bestes geben, im Playoff zu gewinnen", so der Chefcoach.

Für Rapid geht es nun darum, eine verkorkste Saison mit einigen Höhen, aber deutlich mehr Tiefs bestmöglich zu beenden. Das Ziel ist unweigerlich die neuerliche Qualifikation für die UEFA Conference League.

Auf den Trainer und sein Team wartet einiges an Arbeit

Auf den Trainer und sein Team wartet einiges an Arbeit
Die "Grün-Weißen" hoffen im Playoff-Rückspiel auch auf den Support der Fans.
Foto: ©GEPA

Johannes Hoff Thorup selbst sieht bis dahin noch viel Raum für Verbesserungen: "Ich kam in einer schwierigen Situation. Rapid ist seit ein paar Jahren, wo sie jetzt sind. Meine Message ist: Wenn wir so weitermachen, wird es nicht besser. Jetzt gilt es, dass wir in vielen Bereichen Sachen anders machen und uns verbessern."

Er wisse, wo genau diese Verbesserungen nötig sind, möchte dies jedoch intern behandeln und nicht öffentlich besprechen.

Egal, ob es nun die SV Ried oder der WAC wird, Rapid geht als Favorit in diese Duelle. Nichtsdestotrotz ist allen Beteiligten bewusst, wie schwer solche Finalspiele auch sein können.

Mit auch ein Grund, warum man auf den Support des eigenen Anhangs hofft: "Wir können nicht alles kontrollieren. Wenn die Fans auf unserer Seite stehen, dann ist das gut. Wenn nicht, dann wollen wir sie wieder von uns überzeugen."

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