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Alexander Ehl
Viertelfinale? Bader: "Man muss realistisch bleiben"
Ein Jahr nach der Sensation von Stockholm träumt Österreich neuerlich von den Top 8. Zwar hält man das Ticket selbst in der Hand, die Chance ist trotzdem klein.
Nach dem perfekten Auftakt mit drei Siegen aus drei Spielen war der Viertelfinal-Traum plötzlich wieder da.
Ein Jahr nach der sensationellen Eishockey-WM in Stockholm schickte sich Österreich in Zürich an, die nächste Erfolgsepisode zu schreiben. Trotz der deutlichen Niederlagen gegen die Schweiz (0:9) und Deutschland (2:6) besteht die Chance auf die Top 8 noch.
Das Ticket tatsächlich zu buchen, ist allerdings bedeutend schwieriger geworden. Mit den neun errungenen Zählern liegt Rot-Weiß-Rot in der Gruppe A weiter an dritter Stelle, noch vor Deutschland (7 Pkt./6 Spiele), Lettland (6/5) und der USA (5/5).
Schwierigstes Restprogramm
Doch das Restprogramm spricht gegen die ÖEHV-Auswahl.
Trifft Österreich in den letzten beiden Spielen noch auf Finnland (Sonntag, 20:20 Uhr im LIVE-Ticker >>>) und den Titelverteidiger (Dienstag, 16:20 Uhr im LIVE-Ticker >>>), müssen die Letten nur mehr gegen Großbritannien und Ungarn ran.
Auch die DEB-Auswahl hat nur mehr die Briten vor der Brust und braucht auf dem Weg ins Viertelfinale selbst britische/ungarische Schützenhilfe. Und die USA trifft neben Österreich ebenfalls nur mehr auf Ungarn.
Gemessen an der Spielstärke ist es wahrscheinlich, dass Lettland mit zwölf Punkten einen Viertelfinal-Platz einnehmen wird. Deutschland wird die Gruppenphase wohl mit zehn Zählern abschließen.
Bleiben noch Österreich und die USA - am letzten Spieltag dürfte es zum "Grande Finale" kommen. In dieses wird der Olympiasieger wohl mit acht Punkten am Konto gehen, wodurch dem ÖEHV-Team theoretisch ein Sieg jeglicher Art genügen würde.
"Übermächtige" Gegner warten
Teamchef Roger Bader mahnte aber: "Man muss realistisch bleiben und wissen, dass mit Finnland und den USA zwei Mannschaften warten, die übermächtig sind."
Die bis dato ungeschlagenen Finnen sieht der Schweizer auf einem ähnlichen Niveau wie sein Heimatland. "Sie haben 15 NHL-Spieler dabei, sind viel stärker als letztes Jahr besetzt."
Die USA hätte auch ihn bislang enttäuscht: "Man wartet eigentlich die ganze Zeit darauf, dass die USA besser wird. Vielleicht haben wir tatsächlich eine Chance - aber sie sind Olympiasieger und Titelverteidiger."
"Viertelfinale wäre eine Sensation"
Bader erklärte: "Es hat einen Grund, warum es 31 Jahre gedauert hat, bis wir ins Viertelfinale gekommen sind. Eine Überraschung ist im Sport trotzdem immer möglich."
Sein Team werde alles in die Waagschale werfen, "aber die Erwartungshaltung sollte schon realistisch sein", erklärte der 61-Jährige. Die Pflicht sei mit dem Erreichen des Klassenerhalts schon erreicht worden.
Und "das Viertelfinale wäre eine Sensation", betonte Bader.