Österreich Österreich AUT
Deutschland Deutschland GER
Endstand
2:6
0:0 , 1:2 , 1:4
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ÖEHV-Team: "Wir sind in eine Schockstarre verfallen"

Deutschlands rascher Ausgleich nahm Österreich jedes Momentum. Danach fand Rot-Weiß-Rot nicht mehr in die Spur zurück.

ÖEHV-Team: "Wir sind in eine Schockstarre verfallen" Foto: © IMAGO / Beautiful Sports International

Österreich hat bei der Eishockey-WM 2026 in Zürich die erste Chance auf den Viertelfinal-Einzug ausgelassen.

Das ÖEHV-Team musste sich Deutschland trotz Führung klar mit 2:6 geschlagen geben. Spielbericht >>>

Mit einem Sieg nach regulärer Spielzeit wäre das Viertelfinal-Ticket gebucht gewesen, sogar der dritte Platz in der Gruppe A hätte der Truppe von Teamchef Roger Bader bereits sicher gehört.

So spüren die "Bader Boys" vor den abschließenden Gruppenspielen gegen Finnland (Sonntag, 20:20 Uhr im LIVE-Ticker >>>) und die USA (Dienstag, 16:20 Uhr im LIVE-Ticker >>>) den Atem der Konkurrenz im Nacken.

Verdiente Führung nach gutem Start

Der Start ins Nachbarschaftsduell verlief verheißungsvoll, im ersten Spielabschnitt war Rot-Weiß-Rot die bessere Mannschaft und verzeichnete auch mehr Großchancen auf den ersten Treffer. Benjamin Nissner und Peter Schneider hätten auf 1:0 stellen können.

Die Führung gelang dafür früh im zweiten Drittel. Tim Harnisch hatte nach einer starken Einzelaktion noch das Auge für Leon Wallner, der mit seinem zweiten WM-Tor für Jubelstürme sorgte.

Wir sind danach in eine Schockstarre verfallen und haben uns nicht mehr davon erholt.

Leon Wallner

Diese erstickte die DEB-Auswahl allerdings im Keim, NHL-Stürmer Lukas Reichel erzielte nur 65 Sekunden später den Ausgleich. Es sollte in der Nachbetrachtung der Knackpunkt der Partie sein.

"Wir sind danach in eine Schockstarre verfallen und haben uns nicht mehr davon erholt. Das darf auf so einem Niveau nicht passieren", erklärte Torschütze Wallner.

"Normalerweise beflügelt so ein Tor"

Zur Matchhälfte bekam Deutschland Oberwasser, bedingt durch individuelle Fehler Österreichs. Die ÖEHV-Truppe stand vom Gegner zu weit weg, war vermehrt am Reagieren statt Agieren. Nach dem Führungstor klappte offensiv fast gar nichts mehr.

Paul Stapelfeldt sprach von einem "eigenartigen" Gefühl. "Normalerweise beflügelt so ein Tor, stattdessen hat er einen kleinen Dämpfer hinterlassen. Wir haben gar nicht mehr zu unserem Spiel gefunden, das uns auszeichnet."

Und nach dem 2:1 von Joshua Samanski war das Momentum endgültig gekippt, wenngleich der knappe Rückstand mit etwas Glück und Kampfgeist in die zweite Drittelpause gerettet werden konnte.

"Gute Ansprache" brachte Energie

In den Schlussabschnitt ist die rot-weiß-rote Mannschaft gut reingekommen. "Wir hatten eine gute Ansprache, dass wir uns zusammenreißen und alles geben", verriet Paul Huber.

Als Deutschland kurz vor Ablauf einer Strafe gegen Vinzenz Rohrer auf 3:1 erhöhte, David Maier wenige Minuten später den Puck unglücklich ins eigene Tor beförderte, war die Messe praktisch gelesen.

Daran änderte Rohrers toller Abschluss zum 2:4 recht wenig.

Strafen besiegeln Niederlage

Denn das Nationalteam handelte sich mehrere Strafen ein, Kapitän Schneider musste wegen eines Vergehens mit dem hohen Stock überhaupt vier Minuten in die Kühlbox.

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Peter Schneiders Foul an Eric Mik
Foto: ©GEPA

"Es war nicht absichtlich, aber das muss ich vermeiden", sagte der Angreifer zu seinem Foul an DEB-Verteidiger Eric Mik. Thimo Nickl musste 13 Sekunden später wegen Spielverzögerung ebenfalls raus, bei doppelter Überzahl schnürte Reichel den Tripelpack.

Alexander Ehl machte Österreich mit dem 6:2 ins verwaiste Tor endgültig den Garaus. "Es schmerzt", sagte Dominic Zwerger. Huber nahm sich selbst und seine Teamkollegen in die Pflicht: "Viele haben heute nicht ihr bestes Spiel gehabt, da wäre mehr möglich gewesen."

Absolute Top-Nationen warten

Die Hoffnung auf das Viertelfinale lebt noch, mit Finnland und den USA warten jedoch zwei absolute Top-Nationen zum Abschluss der Gruppenphase.

Die ÖEHV-Cracks klammerten sich an den letzten Strohhalm. "Wir haben schon gezeigt, dass wir gut spielen können. Natürlich kommen starke Gegner, sie können gegen uns aber auch Punkte liegenlassen", betonte Huber.

Die Finnen haben ihre ersten fünf Spiele allesamt gewonnen, zuletzt Lettland mit 7:1 deklassiert und die USA 6:2 bezwungen.

Entscheidungsspiel gegen die USA?

Der Titelverteidiger strauchelt dagegen, es bahnt sich ein Entscheidungsspiel am Dienstagnachmittag um einen der ausständigen Viertelfinal-Plätze an.

Dort würde dann sogar ein Sieg nach Overtime bzw. Shootout genügen, damit sowohl der Olympiasieger als auch Deutschland hinter Österreich bleiben.

Der weitere verbliebene Konkurrent um einen Platz im Viertelfinale ist Lettland, das nur mehr Ungarn und Großbritannien vor der Brust hat.

Die WM-Rekordspieler des ÖEHV-Nationalteams

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