Benjamin Nissner erzielte nach einer Unachtsamkeit sein drittes Turnier-Tor, später traf Leon Wallner ebenfalls zum dritten Mal bei dieser WM und bescherte Österreich einen kleinen Achtungserfolg. Das dritte Drittel wurde mit 2:1 gewonnen.
"Das ist für die Moral positiv", betonte Bader. Der Mannschaft sei es in den letzten 20 Spielminuten gelungen, "nicht nur gut zu verteidigen, sondern auch Gegenstöße zu lancieren. Wir haben zwei schöne Tore geschossen", freute er sich.
Österreich schöpft Mut aus der Niederlage
24 Stunden nach der 2:6-Pleite gegen Deutschland zeigte sich der 61-Jährige mit der Leistung seiner Truppe zufrieden.
"Im Schlussdrittel konnten wir mehr Offensive kreieren, was uns in den ersten 40 Minuten nicht gelungen ist. Dort haben wir schon gut bis sehr gut verteidigt. Wir haben die Mittelzone gut abgedeckt, in der eigenen Zone vieles gut gemacht", so Bader.
Finnland hätte zwar erwartungsgemäß viel Puckbesitz gehabt, "aber uns ist es gut gelungen, in der Schusslinie zu sein und viele Schüsse zu blocken. Dass zwischendurch einer durchschlüpft, ist bei einer Mannschaft mit dieser Qualität zu erwarten. Wir haben uns gut verkauft."
Unterweger stellte fest: "Es war eine ganz passable Leistung, auf der wir für das letzte Spiel aufbauen können. Wir sind voll dabei, wenn wir unser Spiel durchziehen."
Glaube an das Wunder lebt
Am Dienstag braucht es ein Wunder, damit der Traum vom Viertelfinale realisiert werden kann.
Wir müssen gewinnen gegen die Amerikaner. Wir wissen, dass wir das können. Wir sind eine gute Mannschaft.
Dass die USA bislang nicht in Fahrt gekommen ist, blieb dem ÖEHV-Team nicht verborgen. Gregor Biber sagte: "Die USA ist derzeit sicher etwas unsicher." "Leicht wird es nicht", konstatierte Goalie David Kickert, "aber wir haben es in der Hand. Es ist möglich."
Stürmer Henrik Neubauer sagte mit viel Selbstvertrauen: "Es ist jetzt einfach. Wir müssen gewinnen gegen die Amerikaner. Wir wissen, dass wir das können. Wir sind eine gute Mannschaft."
"Wir werden alles am Eis lassen", versprach Unterweger.
"Nicht wir haben nachgelassen"
Bader blieb gewohnt nüchtern: "Die USA ist immer noch die USA. Wir brauchen ein sehr gutes Spiel, damit uns die Sensation gelingt."
Die Voraussetzungen seien dieselben wie vergangenes Jahr vor dem Entscheidungsspiel gegen Lettland. Beim 6:1-Erfolg zeigte Österreich eine der besten Leistungen in der rot-weiß-roten Eishockey-Geschichte.
Nur die Wahrnehmung sei heuer "leider anders, weil wir die ersten drei Spiele gewonnen haben. Das hat aber mit dem Spielplan zu tun", sagte Bader. Letztes Jahr hatte das ÖEHV-Team mit Finnland und Schweden gleich zum WM-Start zwei harte Brocken vor der Brust.
"Jetzt hatten wir andere Gegner, dadurch kommen die Top-Nationen erst zum Schluss. Nicht wir haben nachgelassen, sondern es sind bessere Gegner gekommen", betonte der Teamchef.
Nun hätte seine Truppe genauso wieder ein "Spiel 7 gegen einen Gegner, der im Ranking vor uns liegt und den wir schlagen müssen, um den Traum zu erfüllen."