Endstand
2:4
0:0 , 2:1 , 0:3
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Mittelfinger-Eklat und Verletzte überschatten Top-Spiel in Graz

Salzburgs Tyler Lewington leistet sich am Ende einer überharten Partie einen Aussetzer. Zuvor müssen drei Spieler verletzt vom Eis, an den Referees wird leise Kritik geübt.

Im Top-Spiel der win2day ICE Hockey League zwischen den Graz99ers und Red Bull Salzburg sorgte Tyler Lewington für einen Eklat.

Beim 4:2-Sieg der "Eisbullen" (Spielbericht >>>) ließ sich Salzburgs Verteidiger in der Schlussphase nach einem Faustkampf mit 99ers-Kapitän Korbinian Holzer zu einer obszönen Geste hinreißen, als er den Grazer Fans im Anschluss beide Mittelfinger entgegenstreckte.

Für den US-Amerikaner war die hitzige Partie damit vorzeitig vorbei. Die Referees brummten ihm je zwei Strafminuten wegen Roughing und Unsportlichkeit, fünf Strafminuten wegen Fighting und zwei Spieldauerdisziplinarstrafen auf. Insgesamt kassierte er 51 Strafminuten.

128 Strafminuten, drei verletzte Spieler

Überhaupt trieben es beide Mannschaften im ausverkauften Bunker zu weit.

Früh gab Josh Currie mit einem Check gegen den Kopf von Dennis Robertson den rauen Ton vor. Der Arbeitstag des Gra-Angreifers war nach 9:14 Minuten ebenso wie jener von Robertson beendet, der Salzburg-Crack musste mit Verdacht auf eine Gehirnerschütterung in die Kabine.

Im Mittelabschnitt blieb ein Kniecheck von Lucas Thaler gegen Nico Brunner von den Schiedsrichtern unbemerkt, Brunner musste verletzt vom Eis.

Vor Lewingtons Aussetzer erwischte es auch noch Sieg-Torschütze Florian Baltram, der von Marcus Vela mit Blindside-Hit aus dem Spiel genommen wurde.

Insgesamt wurden 128 Strafminuten ausgesprochen - 65 gegen Graz, 63 gegen Salzburg.

"Das hat im Eishockey nichts verloren"

"Das hat im Eishockey nichts verloren", stellt Salzburgs Kapitän Thomas Raffl klar. "Es war zwei Mal 'blindside', das muss geahndet werden. Das wird Konsequenzen haben."

Paul Stapelfeldt stimmt seinem ehemaligen Teamkollegen zu, fügt aber an: "Beide Mannschaften sollten sich an der eigenen Nase nehmen. Es war ein hart geführtes Spiel und sicher ein paar Szenen dabei, die hier nichts verloren haben."

Raffl hofft, dass Baltram und Robertson keine gröberen Blessuren davongetragen haben. Erst kurz vor dem Spiel wurde bekannt, dass Peter Hochkofler heuer nicht mehr mitwirken kann. "Entscheidung war alternativlos": Saisonende für "Eisbullen" >>>

"Das wünscht man keinem Spieler - egal, in welcher Mannschaft sie spielen. Unser Sport steht für Fairness, diese muss den Spieler gewährleistet werden", lässt der Altstar zum Abschluss auch leise Kritik an den Schiedsrichtern durchklingen.

Die Highlights inklusive Lewingtons Aussetzer (ab Min. 05:38):

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