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Graz99ers sind "mit der Performance zufrieden"

Gustafsson ist über das Resultat aber nicht glücklich. Bullen haben Luft nach oben:

Graz99ers sind Foto: © GEPA

Die Graz99ers, allen voran deren Head Coach Jens Gustafsson, sind "mit der Performance" gegen den EC Red Bull Salzburg in der 20. Runde der bet-at-home ICE Hockey League "zufrieden", nicht aber mit dem Ergebnis. Kein Wunder, lautet dieses doch 2:0 für die Mozartstädter.

In einem engen Spiel machte der Treffer von Lucas Thaler in der 22. Minute den Unterschied, der Empty-Netter durch Benjamin Nissner 56 Sekunden vor dem Ende war nur noch eine Draufgabe. Dass die Steirer gar nicht anschreiben konnten, lag laut Gustafsson vor allem an der mangelnden Chancenauswertung im zweiten Abschnitt. Zu diesem Zeitpunkt sei man besser als Salzburg gewesen, habe aber das 0:1 bekommen.

Sein Gegenüber, Matt McIlvane, hingegen sah in dieser Phase eine Salzburger Mannschaft, die sehr viel Druck ausgeübt und viele hochkarätige Möglichkeiten herausgespielt habe.

Graz fehlte die "notwendige Energie"

Bei den Bullen darf sich allen voran Thaler über den Gamewinner freuen, es war das erste Saisontor für den 19-jährigen Villacher. Der Treffer habe "ein super Gefühl" ausgelöst. "Es war nicht unser bestes Spiel, aber wir haben Charakter gezeigt."

Der eine Treffer reichte, um die Mozartstädter auf die Siegerstraße zu bringen. "Wir haben ein schönes Tor durch Thaler erzielt, Nissner hat dem Goalie toll die Sicht verstellt", lobte McIlvane sein Team.

Im letzten Abschnitt habe man nicht mehr viel zugelassen. Dem musste Gustafsson zustimmen: "Im dritten Drittel hat Salzburg das Spiel kontrolliert. Wir hatten nicht mehr die notwendige Energie für das finale Pushen", meinte der 47-Jährige und verwies auf das durch Krankheiten und Verletzungen dezimierte Line-Up der Grazer, die mit drei Linien auskommen mussten.

In der 60. Minute rächte sich schließlich das leere Tor, in das Nissner zum 2:0-Endstand traf. "Es ist gut, drei Punkte gemacht zu haben", kommentierte McIlvane den Sieg. Gustafssons Devise für die Zukunft lautete: "Wir müssen mehr Tore schießen."

Thaler glaubt an die Chance in der CHL

Am Mittwoch ab 20:20 Uhr steht für Salzburg das Rückspiel im Achtelfinale der Champions Hockey League an. Gegen Rouen Dragons aus Frankreich setzte es auswärts eine glatte 0:3-Niederlage. "Wir haben nicht gut gespielt. Die Art und Weise, wie wir gekämpft haben, war völlig uncharakteristisch für uns", erinnerte sich McIlvane.

Thaler blickt dem Duell motiviert entgegen, man wisse, dass man die Situation noch drehen könne. "Rouen hat drei Tore in einem Spiel geschafft, dann können wir das auch. Wir müssen einfach Gas geben, Schüsse zum Tor bringen und 100 Prozent geben." Wenn Salzburg diesen Plan umsetzen kann, hat man "auf jeden Fall eine Chance".

Die Partie findet in Salzburg statt - durch den am Montag in Kraft tretenden Lockdown aber nicht vor den Augen von Fans. "Es ist schade", meinte Thaler. Man freue sich bereits jetzt auf die Rückkehr der Besucherinnen und Besucher, fügte McIlvane hinzu.

In der ICE Hockey League geht es für die in diesem Bewerb zuletzt vier Mal in Serie erfolgreichen Salzburger am Freitag mit einem Auswärtsspiel gegen den Tabellenzweiten aus Fehervar weiter. Die Graz99ers empfangen den HC Pustertal am selben Tag.

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