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Acosta weg: Bei KTM bahnt sich 2027 ein großer Neustart an

Das Toptalent wechselt von Orange zu Rot. Auch auf den weiteren drei Plätzen deutet sich eine Rochade an.

Acosta weg: Bei KTM bahnt sich 2027 ein großer Neustart an Foto: © GEPA

Das Fahrerkarussell in der MotoGP wird sich im Sommer rasend schnell drehen.

Beim Grand Prix von Tschechien in Brünn haben die fünf Hersteller Ducati, Aprilia, KTM, Honda und Yamaha die Übereinkunft mit der MotoGP Sports Entertainment Group für den Zeitraum 2027 bis 2031 verkündet.

Da sich auch alle elf involvierten Teams zu ihrer Zukunft in der Königsklasse bekannt haben, ist nun der Weg frei für die Verlautbarung zahlreicher Deals, die in den vergangenen Monaten im Hintergrund bereits festgezurrt worden sind.

KTM verliert sein Toptalent

Darunter fiel etwa der Transfer von KTM-Toptalent Pedro Acosta ins Werkteam von Ducati und damit an die Seite des achtfachen Weltmeisters Marc Marquez. Hier nachlesen >>>

Da die Mattighofener es nicht geschafft haben, einem der größten Motorrad-Talente der letzten Jahre ein siegfähiges Bike hinzustellen, hat sich der Spanier für einen Wechsel entschieden.

Nur Acosta kämpft um die WM

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Pedro Acosta wird zu Ducati wechseln
Foto: ©GEPA

Der Moto3- und Moto2-Champion ist in der laufenden Saison der einzige Pilot in Orange, der ernsthafte WM-Ambitionen hegen darf. Wobei sein Rückstand auf den Führenden Jorge Martin bereits 60 Punkte beträgt.

Brad Binder sowie Enea Bastianini liegen abgeschlagen im Mittelfeld, Maverick Vinales nach Verletzungsproblemen überhaupt am Ende des Klassements. Alle drei können im Rennen noch keinen einzigen Top-5-Platz vorweisen.

Acosta nahm heuer hingegen drei Mal an einer Siegerehrung am Sonntag teil, gewann zudem den ersten Sprint der Saison in Thailand. "La Bestia" konnte mit Sprint-Rang 3 in Austin immerhin einmal aufzeigen.

10 Jahre MotoGP

Glücklich stimmt diese Situation niemanden.

KTM ist 2017 in die MotoGP mit dem Ziel eingestiegen, eines Tages Weltmeister zu werden. Die besten Fahrer-Endplatzierungen erzielten Binder (2024) und Acosta (2025) mit je vierten Rängen.

Nächstes Jahr feiern die Oberösterreicher ihr zehnjähriges Jubiläum in der Königsklasse. Dafür deutet sich auf der Fahrerseite - wieder einmal - ein Neustart an.

Zwei Ducati-Piloten kommen

Das Factory-Team wird ab 2027 von Fabio Di Giannantonio und Alex Marquez gebildet. Für die aktuellen Ducati-Piloten erfüllt sich damit der Traum von einem Werks-Motorrad, Brad Binder verliert seinen Platz nach sechs Jahren hingegen.

Di Giannantonio fährt im VR46-Team seine derzeit stärkste MotoGP-Saison, hat Mitte Mai in Barcelona seinen zweiten Sieg in der Königsklasse eingefahren. In der WM liegt der Italiener 16 Punkte hinter Martin auf Rang drei.

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Alex Marquez wurde 2025 Vizeweltmeister
Foto: ©GEPA

Alex Marquez ist 2026 als Vizeweltmeister in die Saison gestartet. Nach seinem Triumph in Jerez und dem Sprint-Sieg in Barcelona kam der jüngere Bruder von Marc Marquez im darauffolgenden Rennen in Katalonien schwer zu Sturz.

Nach einem Schlüsselbeinbruch und einer Randfraktur an einem Wirbel im Nackenbereich kehrte der Gresini-Fahrer in Assen wieder auf die Rennstrecke zurück und fuhr prompt zu Platz 5.

Bastianini geht

Die Aufstellung im Satelliten-Team Tech3 stellt das größte Fragezeichen am Transfermarkt dar.

Sicher ist nur, dass Enea Bastianini nach zwei Jahren in Orange wieder das Weite sucht. Der Italiener kommt bei Trackhouse Racing unter und pilotiert 2027 eine Aprilia.

Auch bei Maverick Vinales stehen die Zeichen auf Abschied. Beim Spanier stand zu Saisonbeginn noch ein Aufstieg ins Werksteam im Raum.

Schießt sich Vinales selbst ins Abseits?

Seit seiner schweren Schulterverletzung am Sachsenring vor einem Jahr fährt er seiner alten Form jedoch hinterher. Auch eine neuerliche Operation brachte keine Verbesserung.

Zuletzt schoss sich "Top Gun" zudem ins Abseits. In Assen holte Vinales zum Rundumschlag aus und erklärte, dass KTM ihn gehen hätte lassen sollen, als klar war, dass für ihn doch kein Platz im Werksteam sei.

"Wenn ich am Ende nicht mehr in der Weltmeisterschaft bin, dann wird eine Partei daran schuld sein: Das ist KTM."

Maverick Vinales

Vinales erhob schwere Vorwürfe: "Wenn ich am Ende nicht mehr in der Weltmeisterschaft bin, dann wird eine Partei daran schuld sein: Das ist KTM und niemand anderes."

Besonders klug waren seine Worte nicht, bestätigte Teamchef Günther Steiner. Sie würden Vinales in seiner aktuellen Position "sicher nicht helfen."

Routiniers...

Damit könnten auch bei Tech3 zwei Plätze neu besetzt werden. Einen könnte Binder erben, sollte sich Teamchef Günther Steiner für die Erfahrung des Südafrikaners entscheiden.

Mit Luca Marini gibt es eine weitere Option, die viel Routine in der MotoGP mitbringen würde. Der Italiener hat im Werksteam von Honda kein Leiberl mehr, hatte zuletzt aber mit einer Testfahrer-Rolle bei HRC geliebäugelt.

...oder Rookies

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Wer steigt in die MotoGP auf: Senna Agius (#81), Manuel Gonzalez (#18) - oder sogar beide?
Foto: ©IMAGO / PsnewZ

Eine der KTM RC16 soll jedenfalls an einen Rookie gehen. Die aussichtsreichsten Kandidaten sind der überlegene Moto2-WM-Leader Manuel Gonzalez (ESP) und Senna Agius (AUS). Beide fahren für Liqui Moly Dynavolt Intact GP.

Gonzalez hat 2026 schon vier Rennen gewonnen, war nie schlechter als Fünfter und führt in der Weltmeisterschaft 57,5 Punkte vor Landsmann Izan Guevara. Agius siegte zwei Mal und liegt in der WM-Wertung auf dem dritten Platz.

Die besseren Karten werden dem 21-Jährigen aus Australien zugeschrieben. Es gilt allerdings nicht als ausgeschlossen, dass beide gemeinsam in die MotoGP aufsteigen.

Das letzte Wort wurde jedenfalls noch nicht gesprochen.

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