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Russell ist wieder da: "An mir selbst habe ich nie gezweifelt"

Liegt der Tiefpunkt der Saison schon hinter ihm? Antonelli macht sich selbst Druck und dann entscheidende Fehler.

Russell ist wieder da: "An mir selbst habe ich nie gezweifelt" Foto: © IMAGO / NurPhoto

Eine Woche vor dem Heimrennen in Silverstone: Ein perfekter Moment für George Russell, sich wieder zurückzumelden.

Nach dem Auftaktsieg in Australien lief nur mehr selten alles rund für den Briten, der angesichts des Mercedes-Vorsprungs zu Beginn des neuen Reglements als WM-Favorit in die Saison ging - und sich vorerst einmal den Rang von Teenager-Teamkollege Kimi Antonelli ablaufen ließ.

Mit der souveränen Vorstellung in Spielberg hat Russell diese Momentaufnahme wieder relativiert, ist nun WM-Zweiter und hat den Rückstand auf 40 Punkte verkürzt. Rennbericht>>>

Antonelli hingegen lieferte kein fehlerfreies Wochenende ab, als er seine Qualifying-Runde unerzwungen abbrach und auch in der Anfangsphase des Rennens zu viel Boden verlor.

Nicht das Fahren das Problem

Nach "Wegwerfresultaten" mit dem Aus in Montreal und Rang 12 in Monaco war es auch eine mentale Frage, wieder Boden unter den Füßen zu gewinnen.

"Ich habe da rausgehend wirklich viel Resilienz gebraucht, und da bin ich sehr stolz drauf", war der Sieg am Red Bull Ring nicht nur einer gegen Max Verstappen und Antonelli - sondern auch ein wenig gegen das erste Saisondrittel.

"Ich habe viel Selbstvertrauen, wenn es darum geht, dass ich es kann. Es ist weniger, wenn es um das Setup des Autos geht. Aber an mir selbst habe ich nie gezweifelt."

Einer perfekt, der andere weniger

Toto Wolff lobte eine "perfekte Exekution" von Russell, ab Q3 - davor zeichnete sich dieses perfekte Wochenende in den Sessions, in denen es darauf ankam, noch nicht ab.

"Jetzt ist der Himmel voller Rosen. Aber es geht auch mal nach oben und unten. In der WM spielt er sehr stark mit und scort die Punkte", blieb der Mercedes-Teamchef nach dem ersten Saisondrittel gelassen.

Das kann er auch sein, angesichts einer Doppelführung in der Fahrer-WM.

Ein besseres Ergebnis für sich hätte Kimi Antonelli auf der anderen Seite nur selbst weggeschmissen: Erst mit dem Qualifying, dann mit einer ungestümen Anfangsphase im Rennen, in der er auch neben die Strecke geriet.

Die Folge war ein Absacken auf Rang fünf und am Ende genau jene fehlenden Sekunden, um zumindest Verstappen abzufangen - vielleicht auch noch Russell. Gegen Ende war der junge Italiener wieder der schnellste dieses Trios.

Zu viel Druck selbst gemacht

Spielberg aber muss der 19-Jährige jetzt einmal abhaken - angesichts eines dritten Platzes sieht man die hohen Ansprüche.

"Ich bin stark ins Wochenende gestartet. Darum habe ich in Sachen Intensität vielleicht zu stark nachgelassen. Dann war ich ab dem Qualifying auf einmal etwas angespannt", machte sich Antonelli mit den guten Trainingseindrücken scheinbar selbst Druck.

"Ich habe viel Zeit durch meine Fehler verloren. Aber sie wurden eben gemacht, und ohne sie hätte ich um die ersten beiden Plätze kämpfen können. Ich muss einfach sicherstellen, sie nicht mehr zu machen."

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