Anna Gasser, Hirscher & Co. - Promis beim Österreich-GP
Auto hatte noch Luft nach oben
Dass das umfangreiche Update am Auto zwar viel Pace bringt, aber noch schwer zu verstehen ist, zeigte auch das Verhalten des RB22 im Rennverlauf: "Aus irgendeinem Grund hat sich das Heck ab dem zweiten Stint seltsam angefühlt. Das müssen wir verstehen lernen", zeigte sich der Vierfach-Weltmeister gewohnt ehrgeizig.
"Trotzdem war es tolle Arbeit vom Team, wieder so nah an einen Sieg zu kommen. Sie haben hart daran gearbeitet, diese Upgrades ans Auto zu bringen, und ich hab mich endlich wieder konkurrenzfähig gefühlt. Dass ich endlich wieder pushen konnte, war das Beste an diesem Wochenende."
Auch eine Warnung an die Konkurrenz: Dass in einem Rennen, in dem der Red Bull mit einem Sprung wieder innerhalb von zwei Sekunden eines Sieges kam, so viel noch nicht optimal lief: "Für uns war das definitiv schon ein großer Schritt nach vorne", wollte Verstappen mit den Ansprüchen auch nicht übertreiben.
Silverstone wird schwieriger
Wie nachhaltig dieser Aufschwung sein kann? Zumindest für Silverstone in einer Woche lässt der Niederländer Vorsicht walten.
"Ich liebe die Strecke, aber ich habe ein paar Runden am Simulator gemacht und habe zu lachen begonnen. Es hat sich mit den neuen Autos wie ein anderer Kurs angefühlt. Du hast die ganze Runde über kaum Batterie, weil es fast nur lange Geraden und schnelle Kurven gibt", kündigte Verstappen an.
Darum stellte er sich nach dem fast schon traditionell guten Ergebnis beim "halben Heimrennen" wieder auf eine zähe Angelegenheit ein.
Nichtsdestotrotz: Es ist ja gerade einmal ein Drittel der Saison 2026 gefahren. Red Bull Racing und Verstappen werden noch öfter einen Faktor darstellen als erwartet.