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So hat die Formel 1 wieder mehr Freude gemacht!

Spielberg war eine gute Standortbestimmung für mehr als ein Team - und den Sport, der 2026 Anlaufschwierigkeiten hatte. Das beruhigt ein wenig.

So hat die Formel 1 wieder mehr Freude gemacht!

Keine zwei Stunden nach der Zielflagge des Grand Prix von Österreich zog ein Wolkenbruch über den Red Bull Ring herein, sanken die Temperaturen schlagartig von 36 auf rund 18 Grad.

Ein Wetterumschwung, ähnlich aus dem Nichts gekommen wie die Sieghoffnungen der rund 50.000 Niederländer. Sie waren aber realistisch.

Dass Max Verstappen seinen sechsten Erfolg im "zweiten Wohnzimmer" nur um 1,6 Sekunden verpasst, hätte weder der Verlauf der bisherigen Saison, noch des Wochenendes vermuten lassen.

Zum Teil war es die Weiterentwicklung des RB22, zum Teil sicher der "Verstappen-Faktor": Auf seiner Haus-und-Hof-Strecke brauchte er schon in der Vergangenheit nicht das schnellste Auto, um der schnellste Mann zu sein.

Driver of the Day? Verdient!

Alles rückt zusammen - ein wenig

Aber es war nicht die Kombi Blau-Orange, die in Österreich wieder mehr Lust auf die Formel 1 machte.

Auch, wenn es angesichts des strategisch völlig verhauten Rennens bei beiden Autos konterintuitiv scheint, rüttelt auch Ferrari seit Barcelona wieder etwas an der Mercedes-Dominanz.

Und McLaren hat noch etwas Aufholbedarf, kann aber streckenabhängig auch lästig sein.

"Summa summarum ist das größte Learning aus Spielberg: Unter den richtigen Umständen können die - auch von mir - hart kritisierten 2026er-Autos gutes Racing bringen."

Macht unter dem Strich vier Teams, zwischen denen sich die Abstände unter dem neuen Reglement binnen acht Rennen zumindest spürbar verkleinert haben. Auch, wenn die Messlatte noch länger silbern glänzt.

Das hat bei der letzten Regel-Revolution deutlich länger gedauert, und am Ende ist da viel Unterhaltung für die Fans rausgekommen.

We are checking

Mit dieser Feststellung ausgeschrieben, hat sich die Scuderia für das Spielberg-Ergebnis zeitgleich den "Verlierer des Sonntags" verdient.

Vor dem Start wies die Ausgangslage mit den Startplätzen zwei und drei für Charles Leclerc und Lewis Hamilton Ferrari noch als stärksten Verfolger aus. Daraus nur die Ränge fünf und acht zu machen, ist im schlechtesten Sinne eine Kunst.

Dass dafür die Strategie hauptverantwortlich zu machen war, lässt zumindest Raum zur schnellen Verbesserung. Allerdings ist gerade diese Achillesferse Ferraris ja längst ein Running Gag in der Szene.

Für Spielberg gemacht

Summa summarum ist das größte Learning aus Spielberg: Unter den richtigen Umständen können die - auch von mir>>> - hart kritisierten 2026er-Autos gutes Racing bringen.

Zwar war das Stop-and-Go-Layout des Red Bull Rings mit seinem permanenten Wechselspiel aus Batterie-Be- und Entladen und seiner kurzen Laufzeit dafür prädestiniert.

Das wird schon nächstes Wochenende in Silverstone wieder ganz anders ausschauen, wie auch Max Verstappen befürchtet>>>.

Wird schon. Hoffentlich.

Dass die Möglichkeit dafür grundsätzlich gegeben ist, war aber ein beruhigendes Signal. Kommt Zeit, kommen die richtigen Rückschlüsse.

Vom Feeling an der Strecke selbst hat sich das Geschehen übrigens kaum anders angefühlt als in den unmittelbaren Vorjahren.

Ein paar Runden mehr und ein echter Dreikampf um den Sieg hätten noch die Draufgabe markiert.

Wäre ich als Fan zugegen gewesen, ich hätte die Steiermark zufrieden wieder verlassen. Und mit einem Hautton nahe an einem Ferrari-Hemd.

Anna Gasser, Hirscher & Co. - Promis beim Österreich-GP

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