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Russell rechtfertigt sich: "Bin fast 100 Meter vom Gas gegangen"

Dominante Spielberg-Pole mit Diskussionspotenzial! Doch die Regeln hielt er ein. "Es fühlt sich sehr süß an" - wird Spielberg zur persönlichen Trendwende?

Russell rechtfertigt sich: "Bin fast 100 Meter vom Gas gegangen" Foto: © IMAGO / DeFodi Images

Vorteil Mercedes - aber nicht für Kimi Antonelli! George Russell wird den Grand Prix von Österreich ganz vorne in Angriff nehmen (So., ab 15:00 Uhr im LIVE-Ticker >>>).

0,236 Sekunden Vorsprung auf Charles Leclerc - und das, obwohl der Mercedes-Pilot nach dem Crash von Max Verstappen vom Gas musste und dadurch etwa eineinhalb Zehntel verlor (zum Quali-Bericht >>>).

Der Zwischenfall machte die Pole in den Minuten nach dem Qualifying kontrovers, aber letzten Endes entschied sich die Rennleitung nur für "Single Yellow" - und damit reagierte Russell mit dem Lupfer den Regeln entsprechend.

Keine Gefahr ausgemacht

"Ich bin fast 100 Meter weit vom Gas gegangen. Es ist eine Kurve, in der du viel siehst, und ich war zuversichtlich, dass aufgrund der einfachen Gelben Flagge keine unmittelbare Gefahr gegeben war", machte sich der Brite keine Sorgen, richtig gehandelt zu haben.

"Ich dachte sogar, Max sei weitergefahren, weil ich das Auto gar nicht gesehen habe. Erst in der Wiederholung habe ich ihn in der Mauer gesehen. Und ich denke, dass eine einfache Gelbe Flagge in diesem Fall korrekt war."

"Ich brauche nur dieses 'Klick', und dann werden die Resultate auch in den Rennen irgendwann kommen. Es kann nicht die ganze Saison über so mies laufen."

George Russell

Mit einer "Single Yellow" würde auch kein anderer Fahrer mehr nachgeben, meint Russell - sein Teamkollege Kimi Antonelli musste die Runde allerdings abbrechen.

Die FIA rechtfertigt die Entscheidung, nicht sofort auf "Double Yellow" zu gehen, übrigens mit einem Standardprozess: Ohne unmittelbare Gefahr wird die Situation einige Sekunden lang evaluiert. In genau diesem Zeitraum konnte Russell die kritische Stelle schon passieren.

Wenn es "Klick" macht

Die Causa übertünchte die Leistung Russells etwas, der ohne Gelb eine noch überlegenere Fabelrunde hingelegt hätte.

Es "klickte" alles - auch er selbst konnte keine einfachen Gründe dafür sammeln, warum er Kurve um Kurve an Vorsprung gewann, nachdem in den Sessions am Freitag noch Antonelli der schnellere war.

"Aber es fühlt sich sehr, sehr süß an", konnte Russell strahlen, nachdem er in der ersten Saisonphase viele Punkte auch durch Pech verlor.

Nur ein kleiner Etappensieg

Nun wird es aber darum gehen, die Pole auch in "Big Points" zu verwandeln. Das wird kein einfaches Unterfangen, denn durch die jüngsten Updates aller Top-Teams scheinen die Kräfteverhältnisse grundsätzlich näher zusammengerückt.

Zwischenzeitlich bahnte sich zwischen Mercedes, Ferrari und McLaren ein Tausendstelkrimi an, auch Max Verstappen schien mitzumischen.

Damit gilt es im Longrun des Grand Prix erst einmal, jede Menge Konkurrenz abzuwimmeln.

"Wir haben gesehen, wie großartig die Pace von Lewis in Barcelona war. Es wird schwer für sie, uns auf den Geraden zu überholen, aber in den Kurven haben sie Vorteile. Und wenn sie die Strategie splitten und uns damit unter Druck setzen, wird es schwer", war Russell noch vorsichtig, ob der Sieg nicht doch an Rot geht.

Gegenüber dem Teamkollegen scheint das Selbstvertrauen durch diesen winzigen Etappensieg wieder gestärkt: "Ich brauche nur dieses 'Klick', und dann werden die Resultate auch in den Rennen irgendwann kommen. Es kann nicht die ganze Saison über so mies laufen."

Das Ergebnis des Qualifyings:

Unbrechbare Formel-1-Rekorde

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