Verstappen zu seinem Crash: "Ich verstehe es immer noch nicht"
Plötzlich war das Heck weg! Der Red Bull ist am Ring schneller, aber auch instabiler. Als Favorit geht der Vierfach-Weltmeister nicht ins halbe Heimrennen.
von Johannes Bauer
Schrecksekunde für Max Verstappen im Qualifying von Spielberg!
Der Niederländer verliert auf der letzten schnellen Runde in Kurve neun das Heck, muss einen Einschlag in die Reifenbarriere hinnehmen (zum Quali-Bericht >>>).
Physisch bleibt er unversehrt - sportlich muss er sich mit Startplatz fünf begnügen. Der Crash bietet zudem Diskussionsgrundlage für die letzten Sekunden der Session (Russell rechtfertigt sich: "Bin fast 100 Meter vom Gas gegangen">>>).
"Ich verstehe es immer noch nicht", hatte der Vierfach-Weltmeister keine Erklärung für den Zwischenfall. "Es war fast wie ein offener Heckflügel."
Schon drei Kurven zuvor habe er eine Schrecksekunde gehabt, in Kurve neun ging das Heck dann wirklich flöten - ohne Chance auf Korrektur.
Dass nach seinem Unfall nicht sofort auf "Double Yellow" gestellt wurde, empfindet er als "ziemlich crazy".
Nicht genug für Pole
Letztlich blieb es Glück im Unglück, Verstappen unversehrt und der Schaden am Auto überschaubar. Nur eine bessere Startposition hätte vielleicht herausgeschaut.
"Es war nicht genug für Pole. Aber Startplatz drei wäre ein tolles Ergebnis für uns gewesen", bedauerte er.
Selbst dafür musste er Risiko gehen. Nicht nur in der Runde, die zum Unfall führte. Um sich frische Reifen zu sparen, pokerten Red Bull und Verstappen in Q2.
Pierre Gasly fehlten dann nur vier Hundertstel, um das Qualifying des Helden der tausenden Niederländer vor Ort vorzeitig zu beenden.
Wie wirken die Updates im Rennen?
Nun bleibt abzuwarten, wie sich die Updates am Auto im Rennen auswirken. In den Trainings jammerten beide Red-Bull-Fahrer immer wieder über seltsames Verhalten des Boliden, die Pace scheinen die Neuerungen aber zu erhöhen.
"Insgesamt sind wir zufrieden. Aber unsere Rennpace war immer unser Schwachpunkt. Ich hoffe natürlich, dass es morgen besser aussieht, aber Garantien gibt es keine."
Hinter den leicht voranliegenden Mercedes ist die Lücke zwischen den Ferraris, McLarens und Red Bulls recht knapp.
Der Weg zum insgesamt sechsten Sieg auf der halben Heimstrecke wird aber ein sehr weiter sein.