"Lange Nächte" für Senegals Koulibaly
Nicht nur Vinicius Jr., auch Senegals Kapitän Kalidou Koulibaly bezog mehrere Tage nach dem bitteren Aus gegen Belgien (2:3 nach Verlängerung nach 2:0-Führung) im Sechzehntelfinale Stellung zum unglücklichen Auftreten seines Teams.
Seit dem dramatischen Ausscheiden in Seattle seien "die Nächte lang" gewesen, schrieb der Verteidiger an das senegalesische Volk gerichtet und brachte seine große Enttäuschung zum Ausdruck.
Der 35-Jährige zeigte Verständnis für die Kritik aus der Heimat und bedankte sich für die Unterstützung. "Als Kapitän übernehme ich die volle Verantwortung für das Ausscheiden", erklärte er.
Koulibaly weist Kritik zurück
Alle würden ihren Teil der Verantwortung dafür tragen. Er könne allerdings nicht ruhig bleiben, "wenn Männer, die immer mit vollem Stolz Senegal repräsentiert haben, in ihrer Ehre angegriffen werden".
Vom ersten bis zum letzten Tag bei diesem Turnier sei die Mannschaft "geeint, sich unterstützend und durch und durch professionell" aufgetreten, erklärte Koulibaly, der bei Al-Hilal in Saudi-Arabien spielt. Zudem wies der 105-fache Nationalspieler Gerüchte zurück, wonach er Einfluss auf die Aufstellung genommen haben soll.
In sportlichen Angelegenheiten habe immer der Trainer die Entscheidungen getroffen, versicherte Koulibaly. Und diese Entscheidungen seien auch respektiert worden.
Immer wieder Unruhe bei Senegals WM-Reise
Man wolle nun noch härter arbeiten, noch stärker zurückkommen und sich das Vertrauen der Bevölkerung wieder verdienen, kündigte Koulibaly an. Senegals Auftritt beim WM-Turnier wurde von diversen Unruhen begleitet.
Zunächst war die Vertragssituation von Trainer Pape Thiaw ungeklärt. Zudem hatte es zu WM-Beginn Medienberichte gegeben, wonach einige Profis noch auf ausstehende Prämien des Verbands warten würden und sich zudem über die Ausstattung des Quartiers in New Jersey beschwert hätten. Thiaw hatte gewisse Unstimmigkeiten bestätigt.