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"Nicht reif genug": Weltmeister tritt gegen Nagelsmann nach

Der ehemalige DFB-Verteidiger führt die Auffassungsunterschiede zwischen Trainer und Spielern als Grund für das Scheitern an. "Ein Stück Erfahrung" habe gefehlt.

"Nicht reif genug": Weltmeister tritt gegen Nagelsmann nach Foto: © GEPA

Mit dem WM-Aus im Sechzehntelfinale gegen Paraguay endete auch die Amtszeit von Julian Nagelsmann als DFB-Trainer.

Nach dem unglücklichen Ausscheiden bei der Heim-EM folgte beim zweiten Großereignis unter seiner Führung die große Ernüchterung.

Für Guido Buchwald, Weltmeister von 1990, ist die Trennung vom 38-Jährigen nach knapp drei Jahren die "logische Konsequenz".

Buchwald kritisiert "Kommunikation nach außen"

Das Scheitern führt er auf den Führungsstil des ehemaligen Bayern-Trainers zurück.

"Für mich hatte Nagelsmann die Mannschaft am Ende verloren - auch durch seine Kommunikation nach außen. Da hat er sehr unglücklich agiert. Es gab einige Themen im Vorfeld, etwa die Diskussion um Neuer oder Undav. Hinzu kamen Aussagen nach Spielen, die nicht immer mit der Wahrnehmung der Spieler übereinstimmten", so die Abrechnung des ehemaligen Verteidigers bei "Sport1".

Die unterschiedlichen Ansichten von Spielern und Trainer fielen Guido Buchwald besonders negativ auf: "Die Spieler sagten, es sei eine Kopfsache gewesen, weil man sich nach zwei Siegen bereits zu sicher gefühlt habe. Nagelsmann hingegen erklärte, es sei keine Kopfsache gewesen. Wenn es zwischen Trainer und Führungsspielern unterschiedliche Auffassungen gibt und diese auch öffentlich sichtbar werden, verliert ein Trainer irgendwann die Kabine."

Fazit: "Nagelsmann hat keines seiner Ziele erreicht"

Das Fazit zur Amtszeit von Julian Nagelsmann fällt ernüchternd aus.

"Ich glaube einfach, dass ihm für die Aufgabe als Nationaltrainer noch ein Stück Erfahrung gefehlt hat. Nagelsmann war einfach nicht reif genug für eine Nationalmannschaft", so die Einschätzung des 65-Jährigen.

"Ein Nationaltrainer muss auch nach außen hervorragend kommunizieren und die Mannschaft als Einheit präsentieren", das habe Nagelsmann einfach nicht geschafft.

Was bleibt von der Amtszeit des jüngsten DFB-Teamchefs? "Er hat vor zwei Jahren nach der enttäuschenden Heim-EM selbst das Ziel ausgegeben, Weltmeister werden zu wollen. Deshalb muss man sagen: Nagelsmann hat keines seiner Ziele erreicht. Natürlich gibt es nie nur einen einzigen Grund für ein Scheitern. Es sind meist viele kleine Mosaiksteine, die zusammenkommen", so die Legende des VfB Stuttgart.

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