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NEWS
Völler kritisiert Nationenwechsel: "Schlecht für Nationalteams"
DFB-Sportdirektor Rudi Völler übt scharfe Kritik an der FIFA-Regelung rund um späte Nationalteam-Wechsel. Auch Österreich profitierte zuletzt von der umstrittenen Regelung.
DFB-Sportdirektor Rudi Völler hat sich deutlich gegen die aktuelle FIFA-Regelung zu Nationenwechseln im internationalen Fußball ausgesprochen. Im Gespräch mit der Funke-Mediengruppe fand der 66-Jährige klare Worte.
"Dieses Nationenhopping ist ganz schlecht und wertet auch die Nationalmannschaften ab", so Völler. Aus seiner Sicht sei es problematisch, dass Spieler sich auch spät in ihrer Karriere noch für ein anderes Nationalteam entscheiden können.
"Entweder oder" – Völler fordert frühe Entscheidung
Völler sieht vor allem die fehlende Verbindlichkeit kritisch und fordert eine frühere Festlegung der Spieler. "Entweder willst du für dieses Land spielen, weil dein Herz und deine Heimat daran hängen. Oder eben nicht", erklärte der ehemalige Weltklasse-Stürmer.
Auch die Einflussnahme auf Spieler für einen Verbandswechsel sei für ihn ein heikler Punkt: Überzeugungsarbeit in diese Richtung empfinde er als "unglücklich". Der Weltverband FIFA sei gefordert, hier nachzubessern.
Musiala, Maza und Uzun als Beispiele
Als Beispiele für die aktuelle Entwicklung nannte Völler unter anderem Ibrahim Maza, Can Uzun sowie Jamal Musiala.
Während Maza und Uzun trotz deutscher Nachwuchsteams nun für Algerien beziehungsweise die Türkei auflaufen, entschied sich Musiala nach Stationen im englischen Nachwuchsbereich für die deutsche Nationalmannschaft.
Auch Österreich profitiert von der Regel
Auch der österreichische Fußball nutzte die bestehenden FIFA-Regeln zuletzt aktiv: Mit Paul Wanner und Carney Chukwuemeka gaben zwei Spieler im März-Lehrgang ihr Debüt für das ÖFB-Team von Teamchef Ralf Rangnick, die zuvor für andere Nachwuchsnationalteams aktiv waren.
Beide gelten mittlerweile als feste Optionen für die Zukunft im österreichischen Nationalteam und wurden auch für die kommende WM nominiert.
Völler fordert klare Altersgrenze
Völler plädiert allerdings für eine Reform der Regelung durch die FIFA. Seiner Meinung nach sollte sich jeder Spieler spätestens bis zum 18. Lebensjahr für eine Nation entscheiden müssen. Das wäre aus seiner Sicht die "beste Lösung".