NEWS

Trainer-Beben in Leipzig: Gibt es einen Machtkampf bei Red Bull?

Jürgen Klopp soll das Aus von Trainer Ole Werner bei RB Leipzig forciert haben. Die Zukunft von Sportchef Marcel Schäfer sei nun offen.

Trainer-Beben in Leipzig: Gibt es einen Machtkampf bei Red Bull? Foto: © IMAGO / Picture Point LE

Bei RB Leipzig geht es aktuell rund.

Am Mittwoch trennte sich der Klub von Cheftrainer Ole Werner (alle Infos >>>). Der 38-Jährige war lediglich ein Jahr im Amt.

"Wir sind zu der Überzeugung gelangt, dass eine inhaltliche Weiterentwicklung und eine veränderte Herangehensweise für die vor uns liegenden Aufgaben erforderlich sind", wurde Leipzigs Geschäftsführer Sport Marcel Schäfer in einer Aussendung zitiert.

Doch war die Werner-Entlassung tatsächlich eine klubinterne Entscheidung? Medienberichte lassen vermuten, dass Red Bulls Fußballchef Jürgen Klopp das Aus angestoßen hat.

Zerrüttetes Verhältnis zwischen Klopp und Werner

RB Leipzig spielte keine perfekte Saison, doch Werner hat die "Bullen" mit Platz drei zurück in die UEFA Champions League geführt und ging am Ende mit dem besten Punkteschnitt aller Leipziger Bundesliga-Trainer (1,95). Durchaus Argumente für eine Fortsetzung der Zusammenarbeit.

Im Hintergrund brodelte es aber scheinbar schon länger: Das Verhältnis zwischen Klopp und Werner soll seit Monaten zerrüttet sein. Das berichten das Nachrichtenportal "RBlive" und die "BILD".

Demnach haben Klopp und Werner grundlegende inhaltliche Differenzen. Es gehe beispielsweise um die Intensität im Spiel gegen den Ball oder die Grundformation. Klopp sei ein Gegner der Dreierkette, über deren Implementierung Werner nachgedacht haben soll.

Spannend in diesem Zusammenhang: Der neue Salzburg-Trainer Danny Röhl machte bei seinem Amtsantritt klar, dass er in der Abwehr eine Viererkette bevorzugt – so wie Klopp.

Danny Röhl: Vom Analysten zum Hoffnungsträger >>>

Werner bedankt sich bei Schäfer für Zusammenarbeit

Laut der "BILD" gab es schon im vergangenen Winter als auch im Frühjahr aus dem Klopp-Team den Wunsch nach einem Trainerwechsel. Die sportliche Führung in Leipzig rund um Schäfer habe abgeblockt.

Nun musste Werner gehen, nachdem er im Mai mit Leipzig noch auf die Post-Season-Tour nach Südafrika gereist war.

test
Wie geht es für Sport-Geschäftsführer Marcel Schäfer bei RB Leipzig weiter?
Foto: ©IMAGO / Picture Point LE

In einem offenen Brief auf LinkedIn bedankte sich Werner bei seinen Spielern, dem Trainerteam und den Fans. "Ebenso möchte ich Marcel Schäfer und seinem Team in Leipzig für die vertrauensvolle und intensive Zusammenarbeit danken."

Klopp wird nicht erwähnt, vielmehr gibt Werner den Ratschlag: "Denjenigen, bei denen diese Entscheidung Unsicherheit auslöst möchte ich sagen, dass Veränderung in meinen Augen vor allem die Möglichkeit ist, etwas Neues zu lernen und als Persönlichkeit weiter zu wachsen. Nutzt diese Möglichkeit!"

Schäfer-Zukunft ist offen

Auch Klopp hat sich zu der Werner-Entlassung geäußert. Bei "MagentaTV" sagte er im Rahmen der WM-Übertragung: "Wir sind beratend tätig als Global-Team. Aber wir waren in der Entscheidungsfindung mit dabei und haben die Saison analysiert. Ole hat einen klasse Job gemacht, wir haben uns für die Champions League qualifiziert."

Zugleich müsse man nach vorne schauen, so der Ex-Liverpool-Coach. "Und wenn wir darüber nachgedacht haben, wie das aussehen könnte – mit der Belastung, die auf uns zukommt – dann hat man sich in Leipzig für einen Wechsel entschieden."

Mit dem Ex-Bayern-Star Martin Demichelis, aktuell noch bei RCD Mallorca unter Vertrag, steht der neue Leipzig-Trainer offenbar bereits ante portas.

In Leipzig möchte man wohl jetzt schnellstmöglich wieder in ruhige Fahrwasser kommen. Doch laut "Sky" ist die Zukunft von Sport-Geschäftsführer Schäfer offen. Er musste sich – so macht es aktuell den Anschein – der Red-Bull-Zentrale beugen und nun sei von einem Rücktritt über eine Freistellung bis hin zu einem Weitermachen wie bisher alles möglich.

Deutsche Bundesliga

Sportreisen Fußball

Preis auf Anfrage

Zum Angebot

Kommentare