Im Inklusionsderby: Rapid und Austria zeigen Verbundenheit
Die Special Needs Teams der Wiener Großklubs spielten gemeinsam Fußball. Dabei gab es auch prominente Unterstützung.
Das 4. Wiener Inklusionsderby ist wie auch schon in den vergangenen Jahren ganz im Zeichen des Miteinanders gestanden.
Spieler der Special Needs Teams des SK Rapid und der Wiener Austria spielten gemeinsam mit prominenter Unterstützung erstmals im neuen ÖFB-Campus Fußball. Das Ergebnis war dabei nebensächlich, man wollte mit diesem Event ein Zeichen für Inklusion setzen.
"Mit diesem Derby überwinden wir Grenzen und zeigen dabei Verbundenheit", sagte ÖFB-Präsident Josef Pröll.
Nicht gegeneinander, sondern durchmischt
Die Special Needs Teams der beiden Vereine bestehen aus Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen. Die Spieler von Rapid und Austria traten aber nicht gegeneinander an, sondern wurden beim Inklusionsderby in den Teams "Rot" und "Weiß" vermischt.
Unterstützung erhielten sie am Platz von prominenten Persönlichkeiten wie Handballer Konrad Wilczynski, Kabarettist Wolfgang Pissecker und Para-Schwimmer Andreas Onea.
"Egal, ob Behinderung oder nicht, ob grün oder violett, heute sind wir alle rot-weiß-rot. Es geht um das runde Leder, den Spaß und die Inklusion", sagte Onea. Austria-Wien-Vizepräsidentin Dagmar Schmidt sprach von einer "Fußballfamilie, in der jeder Platz haben muss".
Nach zweimal 15 Minuten endete die Partie 5:5, in den letzten Minuten wurden alle Spieler auf das Feld gelassen. "Es hat extrem viel Spaß gemacht und ist ein gutes Beispiel, wie Sport verbinden kann. Es ist großartig, das Miteinander zu sehen, dafür steht der Sport", sagte Wilczynski. Rapid-Präsidiumsmitglied Stefan Kjaer sah im Kern des Events "die Leidenschaft für den Fußball".
Auch Special Olympics am ÖFB-Campus
Das Derby war eine Generalprobe für die Fußballbewerbe der 9. Nationalen Sommerspiele von Special Olympics, die vom 26. - 29. Juni am ÖFB-Campus stattfinden. "Dafür steht der Campus. Er ist nicht nur eine Heimat für unsere Männer- und Frauennationalmannschaften, sondern offen für Menschen aus allen Regionen und mit allen Bedürfnissen", sagte Pröll.