"Dieser Sieg heute ist ein großer für uns, denn er erzeugt viel Positivität, viel Momentum für die letzten drei Spiele."
Warum es die Wechsel für den Sieg brauchte? "Weil ich ein Mensch bin", antwortete Hoff Thorup: "Manchmal mache ich Fehler, und es sind nicht immer die Pläne, die wir vor dem Spiel machen. Manchmal sind die richtigen jene während des Spiels."
So oder so, nach 90 Minuten war es einmal mehr der richtige Plan gegen Salzburg.
Träume sind Schäume
Und weil die Tabelle wieder näher zusammengerückt ist, ist auf einmal mathematisch alles wieder drin. Da wiegen die verlorenen Zähler gegen Hartberg paradoxerweise noch schwerer. Nicht mehr zu ändern.
"Wichtig war heute nur, welche Performance wir auf den Platz bringen", durften derlei Gedanken bei Seidl nicht lange haften.
Wie das Träumen generell keine Ansage innerhalb der Mannschaft ist, das gehört auf die Ränge. Für diese Einstellung braucht es wohl gar keinen kühlen Dänen auf der Trainerbank: "Die Tabelle hat auch schonmal schlecht ausgeschaut", erinnerte Seidl, dass ein Titel in der Gesamtabrechnung dieser Saison kein erwartbarer Ausgang wäre. Auch, wenn es drei Spiele vor Ende nur ebenso viele Punkte Rückstand sind.
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Im Hoch ins Saisonfinale
So wird mit der nächsten Aufgabe viel entschieden: Auswärts beim LASK. Aktuell wohl die schwerste Reise in der Bundesliga. Dafür gibt es nun acht Tage Vorbereitungszeit auf die verschobene Partie - und einen Gegner, der dazwischen ein Finale im UNIQA ÖFB-Cup bestreiten wird.
Welche Schwerpunkte nach der heftigen Woche gesetzt werden, wusste Hoff Thorup am Sonntagabend noch gar nicht. Dass der Rückblick auf das letzte Duell mit den Linzern einfließen wird, liegt aber auf der Hand.
Er war sich aber sicher: "Dieser Sieg heute ist ein großer für uns, denn er erzeugt viel Positivität, viel Momentum für die letzten drei Spiele."
Was dann am Ende dabei herausschaut, kann jetzt noch niemand prophezeien. Dafür ist diese Meistergruppe mit ihrer Ausgangslage viel zu verrückt.