Endstand
1:1
0:0 , 1:1
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Austria verspielt Sieg erneut: "Spiegelbild der Meistergruppe"

Die Austria hadert nach dem Remis in Graz, zum dritten Mal in der Meistergruppe gewinnt man nach einer Führung nicht. Es bleibt nur mehr das Ziel: Rapid abfangen.

Austria verspielt Sieg erneut: "Spiegelbild der Meistergruppe" Foto: © GEPA

Und wieder war es nichts mit drei Punkten für Austria Wien! 

Die Veilchen müssen sich trotz 1:0-Führung beim SK Sturm Graz mit einem 1:1 (Spielbericht >>>) begnügen. Damit warten die Wiener seit fünf Ligaspielen auf einen Sieg.

Zudem ist es nach dem Hinspiel gegen Sturm (2:5) und dem Derby-Remis (1:1) bereits die dritte verspielte Führung im siebten Spiel der Meistergruppe.

Spiegelbild der Austria-Meistergruppe

"Das ist ein Spiegelbild unserer Meistergruppe", lautete das logische Fazit von Kapitän Manfred Fischer in der Mixed-Zone.

Die 1:0-Führung von Tin Plavotic brachte die Gäste in der 54. Minute eigentlich in eine aussichtsreiche Position auf drei Punkte.

"Du bist nicht unverdient in Führung", meinte Fischer, der gleich die Chance von Kollege Aleksandar Dragovic erwähnte. Der Innenverteidiger bugsierte wenige Minuten vor dem Ausgleich der Grazer den Ball nach einem Standard mit dem Außenrist an die Stange.

Umso bitterer war es, dass der Sack nicht zugemacht wurde. "Es gab drei Minuten, wo sie richtig Druck gemacht haben. Die Phase hätten wir überstehen müssen, das haben wir leider nicht geschafft. So stehen wir wieder nur mit einem Punkt da, das ist sehr bitter", so ein enttäuschter Kapitän.

Kurz vor Schluss drückte Paul Koller nach einem Standard den Ball über die Linie und kostete der Austria damit zwei wichtige Zähler (85.).

Auch Helm hadert

Auch Helm hadert
Tin Plavotic erzielte kurz nach Seitenwechsel den Führungstreffer per Kopf.
Foto: ©GEPA

"Wir fahren enttäuscht nach Hause. So ein Ergebnis kann man drüber bringen", meinte auch Cheftrainer Stephan Helm, der seiner Mannschaft aber eine gute Leistung attestierte.

Torschütze Plavotic resümierte: "Zufrieden sind wir nicht, aber wir nehmen den Punkt mit." Das nötige Quäntchen Glück blieb weiter aus, kassierte die Austria doch bereits im Derby kurz vor Schluss den Ausgleich.

Und wie kommt man da raus?

Da war sich Fischer auch nicht so sicher: "Viel können wir gar nicht anders machen, wir müssen uns das Glück erarbeiten. Vergangene Saison ist alles auf unsere Seite geflogen, heuer will nichts sein. Dann bewegst du dich nicht vom Fleck."

Genau diese Arbeit wartet auf die Austria in den letzten drei Wochen. Die Meisterchance ist so gut wie dahin, mit 23 Punkten und Rang fünf fehlen auch auf Stadtrivale Rapid vier Zähler.

Vielleicht können wir noch Rapid überholen und Platz vier noch einmal angreifen. Das ist eher das realistischste in unserer Situation.

Manfred Fischer

Ziel Rapid abfangen?

"Es gibt noch drei Spiele. Wir schauen, dass wir sie bestmöglich rüberbringen. Vielleicht können wir noch Rapid überholen und Platz vier noch einmal angreifen. Das ist eher das realistischste in unserer Situation", lautete die Parole vom Austria-Kapitän.

Angesprochen darauf musste Coach Helm schmunzeln: "Mandi ist schon lange bei der Austria. Solange es möglich ist, wollen wir die bestmögliche Platzierung herausholen."

Es wartet ein Heimspiel gegen Hartberg, das Auswärtsderby bei Rapid und der LASK daheim. "Wir wollen unsere Mannschaft weiterentwickeln. Die Fans spüren, dass wir das Beste herausholen", meinte Helm, der den Support der violetten Anhänger lobte.

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