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"Erci, Erci" gefeiert: "Werd's mein Leben lang nicht vergessen!"

Der Joker sticht - und dann wird es emotional. Vom Block West gefeiert zu werden: Für den Matchwinner vielleicht der schönste Moment seiner Karriere.

"Erci, Erci" gefeiert: "Werd's mein Leben lang nicht vergessen!" Foto: © GEPA

Wenn Ercan Kara trifft, dann wird es emotional!

Ob vor fast einem Jahr zum 3:0 im Europacup-Playoff gegen den LASK, zuletzt beim Auswärtsderby oder nun zum dritten 1:0-Sieg über Red Bull Salzburg in dieser Saison: Der Joker sticht auffällig oft zu Treffern, die einen Unterschied machen.

Diesmal geschah es vor dem Block West - prädestiniert für einen explosiven Jubel.

Schönster Moment der Karriere?

"Es ist schwer in Worte zu fassen. Das waren pure Emotionen. Ich kann mich leider nicht normal freuen", hatte der Stürmer auch noch Minuten später ein breites Lächeln auf dem Gesicht - das "leider" natürlich mit einem Augenzwinkern versehen.

Weil der Block danach auch "Erci, Erci" skandierte, bekam der Moment sogar die Qualifikation für den allerschönsten der Karriere zugesprochen. Eine Ansage!

"Auf jeden Fall ist es ein Moment, den ich mein Leben lang nicht vergessen werde. Der Furki (Demir, Anm.) hat mich noch gefragt, ob es dieser Moment oder das LASK-Tor ist. Und es ist wirklich schwer."

Enttäuschender Samstag

Dabei begann das Wochenende für Kara noch mit einer Enttäuschung, als er am Samstag erfuhr, wieder nur Joker zu sein.

"Wenn man nur ein Tor in den letzten zehn Minuten braucht, dann ist er öfter da und macht uns das."

Matthias Seidl über Kara

"Also hatten wir ein Gespräch nach der Trainingseinheit, dass er die positive Seite und nicht die Enttäuschung sehen sollte", berichtet Johannes Hoff Thorup.

"Er ist ein Spieler, dem der Klub und das Team viel bedeutet, er will das Beste für uns alle."

Oft auch unbelohnt

Aber natürlich ist die persönliche Perspektive eines Spielers immer auf die Möglichkeiten gerichtet, am Feld einen Unterschied machen zu können.

"Ich will jedes Spiel spielen. Das ist mein Reiz - ich will mit meinen Toren helfen. Wenn mich der Trainer so braucht, bin ich auch da", unterstreicht Kara.

Für den der Treffer nun doch für persönliche Zufriedenheit sorgt: "Die letzten Spiele waren gut, das habe ich auch mit dem Trainer besprochen. Ich habe sehr viel geackert, aber das nötige Glück nicht gehabt, um mich mit dem Tor auszuzeichnen."

Träumen ist nichts für Kara

Den Dank gab es auch von der Mannschaft zurück. Nicht nur in der Jubeltraube, sondern auch mit Worten.

"Dass der 'Erci' ein Mann für besondere Momente sein kann, haben wir schon ein paar Mal gesehen. Mit seiner Präsenz im Strafraum kann er immer gefährlich sein. Und wenn man nur ein Tor in den letzten zehn Minuten braucht, dann ist er öfter da und macht uns das", war Matthias Seidl dankbar - der bei der Vorarbeit auch gewichtigen Anteil am Treffer hatte.

Aber zu lang soll der emotionale Höhenflug für Kara auch nicht andauern. Nach wie vor ist Rapid nur in der Verfolgerrolle, und mit den letzten drei Spielen steht und fällt viel: "Träumen ist schön. Jeder kann träumen. Aber es ist nichts für mich."

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