Stadlober verpasst erhoffte Medaille über 50 Kilometer
Die gesundheitlich angeschlagene Österreicherin kämpft tapfer, läuft am Ende aber knapp an Bronze vorbei.
Teresa Stadlober kämpft am Schlusstag der Olympischen Winterspiele 2026 lange Zeit um eine Medaille im 50-Kilometer-Massenstart der Frauen mit, muss sich am Ende aber mit Platz sechs begnügen.
Der 33-jährigen Österreicherin fehlen in der Klassisch-Technik am Ende nur 14 Sekunden auf die Bronzemedaille, die sensationell an die Schweizerin Nadja Kälin geht.
Stadlober analysiert im ORF-Interview: "Ich glaube, ich habe nicht den Tag erwischt, dass ich das hätte alleine machen können." Ich habe gefightet, alles gegeben, ich kann mir nichts vorwerfen."
Für Kälin freute sie sich: "Richtig cool, dass einmal wer anderer am Podium ist." Sie selbst müsse das Verpassen des Podests erst verarbeiten. "Es werden sicher ein paar Tränen fließen. Man hofft, dass das der Tag wird. Das war heute nicht."
Andersson dominiert und holt erstmals Gold
Der Olympiasieg geht in überlegener Manier an Ebba Andersson. Für die 28-jährige Schwedin ist es die erste Olympia-Goldmedaille ihrer Karriere.
Zudem ist es eine Art Wiedergutmachung für Andersson, die Schwedens Staffel-Goldmedaille mit einem Sturz verspielte. Es ist Schwedens fünfte Langlauf-Goldmedaille bei den Frauen in Tesero.
Andersson siegt mit 2:15,3 Minuten Vorsprung auf die Norwegerin Heidi Weng, die Silber gewinnt.
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Stadlober nicht voll fit
Stadlober, die gesundheitlich etwas angeschlagen an den Start geht, setzt früh im Rennen ein Statement, indem sie als einzige Athletin das hohe Anfangstempo von Andersson und Weng mitgehen kann. Selbst Jessica Diggins muss nach einer Weile abreißen lassen.
Nach rund acht Kilometern verliert allerdings auch Stadlober den Anschluss und läuft in weiterer Folge die nächsten rund 17 Kilometer ganz alleine auf Bronze-Kurs. Hinter der Salzburgerin bildet sich jedoch eine vierköpfige Verfolgergruppe, die bei Hälfte des Rennens auf Stadlober, die zudem kurz ausrutscht, aufschließt.
Vor den letzten 14 Kilometern nimmt Stadlober ihre Chance wahr, den Ski zu wechseln, stellt den Kontakt zur Gruppe, die sich im Kampf um Bronze befindet, allerdings rasch wieder her.
Im Finish hat Stadlober jedoch nicht dieselben Kraftreserven wie ihre Konkurrentinnen. Die Schweizerin Kälin setzt sich im letzten Abstieg ab und läuft sensationell zur ersten Einzel-Medaille im Langlauf für eine Schweizer Frau. Kristin Fosnaes (NOR/+6:43,9) wird Vierte, Jessica Diggins (USA/+6:46,4) Fünfte.
Noch vor dem Rennen musste mit Frida Karlsson die große Gold-Favoritin gesundheitsbedingt ihren Antritt am Massenstart absagen.