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Historisch! Klaebo holt sein achtes Olympia-Gold

Der Langlauf-Superstar gewinnt 2026 im dritten Bewerb seine dritte Goldmedaille - und zieht damit mit mehreren norwegischen Legenden gleich.

Historisch! Klaebo holt sein achtes Olympia-Gold Foto: © GETTY

Johannes Hoesflot Klaebo ist nur mehr eine Goldmedaille davon entfernt, der erfolgreichste Winter-Olympionike aller Zeiten zu sein.

Der 29-jährige Norweger krönt sich am Freitag im 10 Kilometer langen Freistil-Interval-Rennen der Langläufer zum Olympiasieger und holt damit bereits die achte Olympia-Goldmedaille seiner Karriere.

Damit ist Klaebo nun erst der vierte Winter-Olympionike überhaupt, der es schafft, die Marke von acht Goldmedaillen zu knacken. Vor ihm haben das nur seine Landsleute Marit Bjørgen (8x Gold, 4x Silber, 3x Bronze), Ole Einar Bjørndalen (8x Gold, 4x Silber, 2x Bronze) und Bjørn Dæhlie (8x Gold, 4x Silber) geschafft.

Gewinnt Klaebo eine weitere Goldmedaille in Tesero, wäre er der alleinige Rekordhalter. Aktuell hält der Langlauf-Superstar bei acht Mal Gold, ein Mal Silber und ein Mal Bronze. Mit Team-Sprint, Staffel und 50km Massenstart hat der Norweger noch drei realistische Gold-Chancen 2026.

Moser und Vermeulen deutlich geschlagen

Klaebos achte Goldmedaille ist jedoch eine hart erkämpfte. Der 29-Jährige gewinnt das Freistil-Rennen lediglich 4,9 Sekunden vor dem Franzosen Mathis Desloges. Dritter wird der Norweger Einar Hedegart (+14,0 Sek.).

Bester Österreicher wird am Freitag nicht Mika Vermeulen, sondern Benjamin Moser, der sich mit einem Rückstand von 1:29,2 Minuten auf Rang 26 einreiht.

Einen Platz dahinter landet dann der nicht im Vollbesitz seiner Kräfte laufende Vermeulen, der sich mit Platz 27 begnügen muss (+1:31,4 Minuten).

Vermeulen: "Das war einfach zu schlecht"

Österreichs Aushängeschild Vermeulen war in seiner Analyse wie gewohnt ehrlich. "Das war einfach zu schlecht. Die Wahrheit ist, dass im Moment nicht viel mehr drinnen ist. Wer spielt, kann verlieren. Stand jetzt haben wir alles verloren, zumindest was Olympia angeht", sagt der Steirer im ORF-Interview.

Er sei am Donnerstag in der Früh verkühlt aufgewacht und habe schon gedacht, das war es. "Ich habe es probiert. Ich wäre auch lieber besser." Dass mit Moser, der 2,2 Sekunden schneller ist und 1:29,2 Minuten Rückstand auf Klaebo aufweist, sogar der Teamkollege vor ihm liegt, nimmt Vermeulen mit Humor. "Mir ist lieber, es ist ein Teamkollege vorne, den ich mag, als irgendeine Pfeif'n."

Vermeulen will sich noch nicht festlegen, ob er im 50er-Rennen überhaupt antritt. "Schauen wir mal, ich geh schlafen und schau, wie ich aufwache. Es muss schon realistisch sein. Nur Finisher sein, ist doch nicht mein Ziel." Es gebe noch ein paar Weltcuprennen.

Moser ist es nicht viel wert, bester Österreicher zu sein. "Das muss man relativieren. Mika hat sich viel mehr erwartet heut, es tut mir leid für ihn. Ich bin leider auch nicht ganz zufrieden, habe bisserl zache 'Haxn' gehabt am Anfang, bin dann besser reingekommen."

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