Kombinierer kämpfen im Teamsprint um die Medaille
Für das Team der Nordischen Kombinierer würde es nach der Doppel-Silbermedaille von Johannes Lamparter zum dritten Mal Edelmetall geben.
Österreichs Nordische Kombinierer wollen sich am Donnerstag zum Abschluss der Olympia-Bewerbe im Val di Fiemme auch im dritten Bewerb Edelmetall schnappen.
Der zweifache Silbermedaillengewinner Johannes Lamparter und Stefan Rettenegger zählen im Teamsprint zum kleinen Kreis der Podestplatzanwärter, den Norwegen mit Doppel-Olympiasieger Jens Luraas Oftebro als Topfavorit anführt.
"Das Ziel ist natürlich eine Medaille. Die Favoriten sind sicher die Norweger, aber wir sind ganz klar Medaillenkandidaten. Wir fühlen uns gut und werden voll angreifen", sagte Lamparter, der in den Einzelbewerben auf der Schanze und in der Loipe überzeugte. Rettenegger muss sich hingegen im Springen steigern, der Salzburger wurde im Großschanzeneinzel nach einem zu kurzen Sprung, aber guter Laufzeit Achter.
"Ich werde hoffentlich ein bisschen besser hupfen. Ich weiß grundsätzlich, was ich zu tun habe, aber es ist nicht so einfach, das umzusetzen. Dass ich auf der Loipe schnell bin, ist aber ein positives Zeichen", sagte der Salzburger, der gegenüber seinem Bruder Thomas den Vorzug erhalten hat, vor dem lauflastigen Bewerb mit jeweils 7,5 km in der Loipe.
"Die Burschen wollen mehr"
Ob das rot-weiß-rote Duo die Norweger fordern kann, ist nach den dominanten Vorstellungen von Oftebro aber fraglich. "Er ist in einer richtig tollen Verfassung", sagte Lamparter über den bisherigen Dominator. ÖSV-Cheftrainer Christoph Bieler ist überzeugt, dass man die Favoriten ärgern kann.
"Auf alle Fälle, dafür haben wir das ganze Jahr gearbeitet, das werden wir auf alle Fälle machen, darauf wollen auch die Athleten hinaus. Ziel ist eine Medaille, aber wie ich die zwei Burschen kenne, weiß ich, sie wollen mehr", sagte Bieler im APA-Gespräch.
Achtung auf Finnland
Auch ÖSV-Sportdirektor Mario Stecher hofft auf ein erfolgreiches Duell mit den Skandinaviern. "Ärgern kann man sie auf alle Fälle, wir haben absolut das Potenzial dazu. Von der Laufleistung her war auch Stefan sehr gut dabei. Wenn wir einigermaßen gut springen, ist sicher wieder alles möglich."
Bieler und Stecher warnten aber beide vor Finnland, das mit Ilkka Herola und Eero Hirvonen zwei Einzelmedaillengewinner aufbieten kann. Und auch Deutschland dürfe man nie unterschätzen.