Nach Rücktritt! Seidl kämpft weiter gegen Doping-Urteil
Der ehemalige ÖSV-Kombinierer Mario Seidl will sein Dopingverfahren neu aufrollen lassen und legt neue medizinische Erkenntnisse vor.
Wie die "Salzburger Nachrichten" berichten, hat Seidls Anwalt bei der Österreichischen Anti-Doping-Rechtskommission (ÖADR) einen Antrag auf Wiederaufnahme des Verfahrens eingebracht.
Der 33-Jährige, der im Weltcup insgesamt zehnmal auf dem Podest landete, war im Mai 2025 vom Internationalen Sportgerichtshof (CAS) wegen auffälliger Blutwerte rückwirkend für vier Jahre gesperrt worden. Eine positive Dopingprobe hatte Seidl allerdings nie abgegeben.
Neue Diagnosen sollen laut Seidl nun seine Unschuld beweisen. Demnach leidet der Salzburger unter einer Störung des Glutathion-Stoffwechsels sowie einem Enzymmangel in den roten Blutkörperchen. Gemeinsam mit einer bereits bekannten Immunerkrankung könnten diese Erkrankungen laut den vorgelegten Befunden die auffälligen Blutwerte erklären.
Seidls Anwalt Hans-Moritz Pott spricht laut "Salzburger Nachrichten" sogar von einem "klaren Justizirrtum".
Der ehemalige nordische Kombinierer hatte seine Karriere im Februar dieses Jahres beim Heimweltcup in Seefeld beendet.