KAC: Das Team und seine mentale Stärke

KAC: Das Team und seine mentale Stärke Foto: © GEPA
 

"Was für eine Teamleistung!" KAC-Kapitän Manuel Ganahl bringt den 32. Meistertitel in der Vereinsgeschichte der "Rotjacken" auf den Punkt.

Es bedurfte einer absoluten Meisterleistung in Finalspiel 5, um die Titelverteidigung und den Gewinn der ICE Hockey League zu fixieren. Diese lieferte der KAC auf eindrucksvolle Art und Weise ab. Früh in Rückstand geraten, dennoch niemals aufgegeben und die Chancen effizient genützt - das macht einen Meister aus.

Mit dem 5:3 in Bozen (Spielbericht >>>) krönten die Klagenfurter ihre Dominanz in den diesjährigen Playoffs und stemmten die Karl-Nedwed-Trophy einmal mehr in die Höhe. Ganahl zeigt sich nach dem Triumph gegenüber "Sky" beinahe sprachlos: "Ich bin so glücklich, dass wir dieses Ding geholt haben."

Matikainen: "Ich bin so stolz"

Etwas gesprächiger gibt sich Head Coach Petri Matikainen, der seinen zweiten Meistertitel mit dem KAC eroberte: "Ich bin so stolz auf die Burschen und wie wir in der Saison gewachsen sind."

Diese "Burschen" hatten eine harte Spielzeit hinter sich. Bereits vor Saisonbeginn wurde der langfristige Ausfall von David Fischer, einem der Defensiv-Leistungsträger bekannt. Dazu starteten die Klagenfurter mit gerade einmal sechs Imports in die Saison - und blieben, im Gegensatz zu Salzburg oder Bozen, auch bei dieser Zahl.

"Die wenigen Imports. die wir hatten, das waren große Leistungsträger", sagt der Finne. Einer von ihnen, nämlich Nick Petersen, wurde sogar zum Playoff-MVP gekürt. Torhüter Sebastian Dahm sicherte sich bereits zuvor den MVP-Titel für den Grunddurchgang.

"Einfach Wahnsinn"

"Es hört sich ziemlich gut an. Ich freue mich schon auf die Trophäe", antwortet Petersen auf die Frage, wie er sich nach dem Titelgewinn fühlt. Dabei verliert er aber auch ein paar nette Worte in Richtung des Final-Gegners: "Sie sind super stark rausgekommen. Ich muss ihnen auch zu ihrer Leistung gratulieren. Sie haben immer zurückgekämpft. Es war wirklich ein hartes Stück Arbeit."

Mit einen Teil zum Meistertitel trugen auch die jungen Spieler bei. Vor allem die Defensive galt gemeinhin nicht als die beste der Liga, dennoch gelang es, auch dank Coach Matikainen, den Kasten von Sebastian Dahm sauberzuhalten.

Aber auch die Führungsspieler, Thomas Koch und Co., waren maßgeblich am neuerlichen Meistertitel beteiligt: "Wie sich die Jungen entwickelt haben, wie die Führungsspieler ihre Rolle erfüllt haben - einfach Wahnsinn alles", sagt Matikainen.

"Ich habe noch Vertrag"

Jener Petri Matikainen war es, der den KAC zum richtigen Zeitpunkt zur Höchstform brachte. Mit der Form vor dem Jahreswechsel hätten die Klagenfurter wohl kaum zum Favoritenkreis um die Karl-Nedwed-Trophy gezählt, doch im Jahr 2021 waren die "Rotjacken" kaum aufzuhalten.

Dabei spielte die Mentalität auch eine gewichtige Rolle, wie der Finne zu Protokoll gibt: "Wir sind im Frühjahr nicht zu stoppen gewesen. Wir waren mental so stark."

Dass der 54-Jährige der Mastermind hinter der Mannschaft ist, gilt als offenes Geheimnis. Nach der corona-bedingten Absage der Vorsaison ist der KAC unter Matikainen in den Playoffs weiter ungeschlagen.

Ob diese Serie in der kommenden Saison fortgesetzt wird? "Ich habe noch Vertrag", stellt der Finne klar und lässt mit diesem Satz wohl zahlreiche Fan-Herzen höher schlagen.

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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