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KAC: "Man kann von einem Traumstart reden!"

Klagenfurter versprühen Euphorie, steigen jedoch auf die Bremse:

KAC: Foto: © GEPA

Der KAC hat mit einem furiosen 6:0-Auftaktsieg im Finale der ICE Hockey League beim HC Bozen (Spielbericht >>>) seine Meister-Ambitionen eindrucksvoll unterstrichen.

Wohl nur die kühnsten Zuseher hatten sich solch ein Ergebnis erwartet, vor allem angesichts der Tatsache, dass fünf der sechs Saison-Aufeinandertreffen mit nur einem Tor Unterschied entschieden wurden. Nur im ersten Duell in der Pick Round gelang dem KAC ein trotzdem knapper 4:2-Erfolg gegen Bozen.

Dementsprechend glücklich zeigte sich Martin Schumnig, Torschütze zum 1:0, nach dem Spiel gegenüber "Sky": "Ich glaube, man kann von einem Traumstart reden." Gleichzeitig habe er aber nicht gedacht, dass es 6:0 ausgeht. "Nach dem ersten Drittel war es ziemlich eng", so Schumnig.

"Der eine oder andere ist glücklich reingefallen"

Ein Blick auf die Statistik bestätigt auch Schumnigs These, denn nach den ersten 20 Minuten hatten die "Füchse" mit 8:7 Torschüssen sogar ein leichtes Chancenplus. Blickt man jedoch genauer auf den ersten Abschnitt zurück, konnte Bozen nur Schüsse von außen erzwingen, was auch der Kompaktheit der KAC-Defensive geschuldet war.

"Wir haben als Mannschaft sehr kompakt gespielt, haben defensiv sehr gut und hart gearbeitet, haben nur Chancen von außen zugelassen und haben viel aufs Tor geschossen", bestätigt Schumnig die starke Leistung und fügt an: "Der eine oder andere ist auch glücklich reingefallen."

KAC-Urgestein Thomas Koch, pflichtet seinem Teamkollegen bei: "Wir haben sehr diszipliniert gespielt und die wenigen Powerplays, die Bozen gehabt hat, haben wir gut gekillt. Und in Phasen, wo sie am Drücker waren, haben wir gut verteidigt."

Koch: "Gott sei dank ist das jetzt geschafft"

Am Drücker waren die Südtiroler speziell nach dem 2:0 durch Petersen, in den darauffolgenden Minuten fanden sie zwei Großchancen durch Ben Youds und Luca Frigo vor. Beide scheiterten aber am herausragend disponierten KAC-Keeper Sebastian Dahm, der sein drittes Shutout in den laufenden Playoffs feierte.

Daher hat Koch lobende Worte für seinen Schlussmann übrig: "Wenn eine Chance da war, dann hat sie Sebastian Dahm zunichte gemacht." Die vorzeitige Entscheidung besorgte kurz darauf Nick Petersen mit seinem zweiten Treffer des Abends, dabei hatte Koch seine Hände im Spiel und verbuchte zugleich seinen 1.000 Scorerpunkt in der heimischen Eishockey-Liga.

"Gott sei dank ist das jetzt geschafft und endlich hinter mir. Es ist ein riesiger Meilenstein", betont der 37-Jährige, doch am heutigen Abend zähle wirklich nur der Sieg. 6:0 klinge zwar super, aber es sei nur ein Sieg, sagt das Urgestein im Nachgang.

"Es liegt noch viel Arbeit vor uns"

Die "Rotjacken" versprühen nach dem klaren Erfolg zwar Euphorie, sind sich jedoch der Aufgabe bewusst und erwarten weiterhin eine enge Serie. Schumnig sagt dazu: "Es war der erste Schritt in die richtige Richtung. Es war der erste Baustein von vier. Wir haben noch viele harte Spiele vor uns. Darauf müssen wir uns konzentrieren."

Und Koch stimmt ihm zu: "Es ist 1:0 in der Serie, aber wir brauchen noch drei Siege. Da liegt noch viel Arbeit vor uns." 

Hängende Köpfe auf Bozener Seite

Auf der Gegenseite stehen maßlos enttäuschte Südtiroler, die durchwegs müde wirkten. Vor allem der sonst so sichere Goalie Leland Irving war nicht auf der Höhe, verschuldete zumindest drei Treffer mit schwerwiegenden Fehlern mit. 

Bozens Kapitän Anton Bernard spricht nach der Niederlage die Gründe direkt an: "Es war der Zug zum Tor nicht da und ich glaube, dass heute ein bisschen die Energie gefehlt hat. Da hat Klagenfurt vielleicht ein bisschen mehr Energie gehabt."

Tatsächlich wirkte der österreichische Rekordmeister spritziger und agiler, den "Füchsen" setzte wohl noch die intensive Semifinal-Serie gegen die Vienna Capitals zu.

Dennoch lässt Bernard mit einer Kampfansage aufhorchen: "Der Sieg ist sicherlich sehr hoch ausgefallen, aber das Schöne am Playoff ist, dass es nur ein Sieg ist. Wir werden am Dienstag in Klagenfurt zurückschlagen."


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