Freimüllers ICE-Check: Fehervar AV19

Freimüllers ICE-Check: Fehervar AV19 Foto: © GEPA
 

Am Freitag, den 17. September, startet die ICE Hockey League in eine neue Ära.

Nach der Liga-Aufstockung gehen nun 14 Teams in der überregionalen Liga auf Puck- und Punkte-Jagd. LAOLA1-Scout Bernd Freimüller nimmt alle Teams unter die Lupe. Heute im Check: Fehervar AV19.

Was hat sich bei den Magyaren getan? Wo liegen die Stärken und Schwächen? Und was darf man von den "Teufeln" erwarten? Die Antworten:

Das war im Sommer los

Erst wollte man mit Antti Karhula auch in die neue Saison gehen, nach dem schnellen Playoff-Aus gegen die Vienna Capitals und vor allem der Niederlage im ungarischen Cup-Finale war er allerdings Geschichte. Nach dem souveränen Erreichen der Top-5 in der letzten Saison dürften die Erwartungen an seinen Nachfolger Kevin Constantine auch keine geringen sein. Constantine coachte in der NHL, allerdings vor 20 Jahren, zuletzt war er in Asien und Polen tätig.

Außer einigen Legionärsrochaden tat sich im Kader nicht sonderlich viel, neun Ausländer aus sechs Nationen ergeben eine bunte Mischung. Der heimische Kaderkern blieb vollständig erhalten, der 32-jährige Balint Magosi kehrte nach sieben Jahren zurück.

Stärken und Schwächen des Kaders

Die Goalie-Position in Szekesfehervar ist seit Jahren eine Baustelle – der neue Finne Rasmus Tirronen war im letzten Jahrzehnt meist ein Liga-Backup. Ist er die Lösung? Er gilt als Mann für den ersten Save, aber nicht sonderlich beweglich.

Mit Bence Stipsicz und Daniel Szabo blieben die beiden besten einheimischen Defender, ebenso wie mit Tim Campbell ein Minute-Muncher. Dazu kommen noch die ligaerfahrenen Gleason Fournier, Henrik Nilsson und Defensivverteidiger Josh Atkinson sowie Milan Horvath, der eine solide Debütsaison hingelegt hat. Eine verdammt tiefe Defensive!

Vorne werden Janos Hari und Istvan Bartalis wieder den bewährten 1-2-Punch auf der Center-Position hinlegen, Andrew Sarauer muss mit 36 dahinter noch das Letzte aus seinem Körper pressen. Csanad Erdely (um das Tor herum eine Macht) und Alex Petan sind Torgaranten, das könnte auch der neuverpflichtete Brady Shaw werden, der in der ECHL und Dänemark mit seiner Schusskraft Spuren hinterlassen hat. Er und/oder Anze Kuralt könnten von den punktgenauen Pässen Haris profitieren.

Auch die Offensive sollte an Tiefe dazugewonnen haben - die Zeiten, wo die Ungarn mit fünf Defendern und drei Sturmlinien durch die Gegend gondelten, sollte vorbei sein.

Interessante Personalien

Gleason Fournier kam in der letzten Saison auf 25 Punkte in 62 Spielen für Bozen – nicht die Welt. Nur: Er sah in der tief besetzten Foxes-Defensive nur zu Beginn und zu Ende (überschaubare) Powerplay-Zeit. Das sollte sich in Szekesfehervar ändern, ich traue ihm dort eine dominante Rolle in der Überzahl und die dementsprechenden Statistiken zu.

Center Colin Jacobs wird für eine Arbeiterrolle vorgesehen sein, er wurde für den verletzten Chris Langkow nachverpflichtet. Ich habe ihn zweimal in der Slowakei gesehen, meine Reports waren desaströs. Mir fällt auf Anhieb kein neuer Legionär in der Liga ein, für den meine Erwartungen niedriger sind.

Ausblick

Ich war vom Abschneiden Fehervars in der letzten Saison nicht überrascht, finde den heurigen Kader sogar noch qualitativ und quantitativ besser. Eine Platzierung auf einem Direkt-Playoff-Platz sollte absolut machbar sein.

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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