Raffl-Show! Salzburg feiert seinen Kapitän

Raffl-Show! Salzburg feiert seinen Kapitän Foto: © GEPA
 

Es war eine unglaubliche Show von Thomas Raffl!

Mit zwei Treffern fertigte der Kapitän des EC Red Bull Salzburg die Vienna Capitals im Topspiel der 21. EBEL-Runde am Sonntag nahezu im Alleingang ab. Erst elf Sekunden vor Schluss einer hochdramatischen Overtime fixierte Raffl den Sieg seiner "Bullen".

Genau deshalb feierte Salzburg zwar nicht nur aber vor allem den 33-Jährigen. "Wir sind sehr stolz auf unsere Truppe. Es war zwar kein schönes Spiel von uns, aber wir haben einen Weg gefunden. Wien ist ein tolles Team. J.P. (Lamoureux, Anm.) war exzellent, aber dieser Thomas Raffl... Er war on fire", schwärmt "Bullen"-Headcoach nach dem Spiel im Interview mit Servus TV über seinen Kapitän.

Große Spannung im 1000. EBEL-Spiel

Für beide Teams stellte das mit Spannung erwartete Duell gleichzeitig ein Jubiläum dar: Sowohl die Salzburger als auch der Hauptstadt-Klub bestritten ihr 1000. Spiel in der Geschichte der EBEL. Dieses wurde den Erwartungen gerecht, auch wenn es zwischendurch ziemlich ruhig wurde.

Denn von Minute 19 bis Minute 55 geschah in der Salzburger Eisarena auf dem Eis härtetechnisch zwar viel, chancentechnisch dafür aber wenig. Doch dafür überschlugen sich die Ereignisse dann in der Schlussphase. In der 3-gegen-3-Overtime scheiterten die Wiener zuerst mit äußerst hochkarätigen Chancen gleich mehrmals an Ex-Keeper J.P. Lamoureux, erst im direkten Gegenzug einer Top-Chance der Wiener gelang Raffl der erlösende Siegtreffer.

Raffl geht mit sich selbst hart ins Gericht

Trotz aller lobender Worte ist der Kapitän nach dem Spiel aber überraschenderweise äußerst kritisch zu sich selbst. So sieht sich Raffl zurzeit körperlich absolut nicht auf der Höhe: "Über ein Spiel mit zwei Toren muss man sich freuen, das mache ich auch sicher. Aber ich muss sagen, dass ich mich zurzeit nicht fühle, wie ich mich eigentlich fühlen sollte. Das heißt das muss man immer mit kritischen Augen betrachten und weiterarbeiten."

Diese harte Kritik wirkt aber zeitgleich viel mehr wie eine Drohung und eine Kampfansage gegenüber allen anderen EBEL-Teams. So sieht Raffl trotz seiner zwei Tore noch Verbesserung: "Ich würde mich lieber noch ein bisschen besser fühlen und ich bin mir auch sicher, dass ich das werde."

Auf der Gegenseite belohnten sich die Wiener für eine kämpferisch starke Leistung und nahmen damit hochverdient zumindest einen Punkt in die Hauptstadt mit, der sie noch dazu bis auf einen Zähler an das zweitplatzierte Bozen heranbrachte, da diese gegen den KAC sieglos blieben.

Voller Fokus auf den KAC

Auf die Salzburger wartet nun mit dem Tabellen-Vierten KAC ein weiterer harter Brocken. Headcoach McIllvane ist sich dessen bewusst: "Es wird genauso wie das Spiel gegen Wien sehr schwer. Das letzte Spiel gegen sie war auch sehr knapp, ich glaube, dass wir da in den ersten acht Minuten den Puck nicht einmal berührt haben. Aber auch dort haben wir einen Weg gefunden. Natürlich ist Klagenfurt auch ein Gegner, auf den wir uns vorbereiten müssen."

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