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Wimbledon-Debüt! Große Vorfreude bei Lilli Tagger

Für die junge Osttirolerin ist es ihr erstes Antreten in Wimbledon. Das ÖTV-Trio macht Court 9 zum Österreicher-Platz.

Wimbledon-Debüt! Große Vorfreude bei Lilli Tagger Foto: © GEPA

Mit Antastasia Potapova, Lilli Tagger und Sebastian Ofner starten am Montag, dem ersten Tag der All England Tennis Championships in Wimbledon, gleich drei von vier Österreichern ins Turnier.

Das Trio macht den Platz 8 zum ÖTV-Court, spielen doch Ofner (2. Match nach 13.00 Uhr/live Amazon Prime), Tagger und Potapova unmittelbar hintereinander.

Für Tagger ist es ihr erstes Wimbledon, Potapova stand 2023 in Runde drei und Ofner 2017 und im Vorjahr.

Größte Hoffnung ist Potapova

Potapova ist vom ÖTV-Quartett im Einzel, - Sinja Kraus steigt am Dienstag ins Turnier ein -, jene mit den größten Hoffnungen auf mehrere Siege. Die Weltranglisten-28. ist gesetzt, allerdings ist ihre bisherige Rasensaison verpatzt.

In 's-Hertogenbosch musste sie im Achtelfinale wegen eines Virus, in der ersten Berlin-Runde wegen einer Blessur im Rücken-Nackenbereich aufgeben. Die als Nummer 27 gesetzte Doppelstaatsbürgerin, die neben dem österreichischen den russischen Pass behalten hat, trifft zum Auftakt auf die Spanierin Jessica Bouzas Maneiro.

In der ersten Indian-Wells-Runde im Vorjahr hatte Potapova das bisher einzige Duell mit der nun Weltranglisten-48. hauchdünn 6:7,6:4,7:5 gewonnen.

Ich fühle mich gut und bin bereit.

Lilli Tagger

Tagger freut sich auf ihr Wimbledondebüt

Für die erst 18-jährige Tagger ist es ein Debüt auf dem "heiligen" Rasen. "Wir spielen jetzt mittlerweile seit zwei Wochen auf Rasen. Ich freue mich schon riesig, dass das Turnier beginnt", erklärte die Osttirolerin am Samstag.

"Auf Rasen zu spielen, ist immer was sehr Besonderes. Mir taugt's heuer sehr, es ist auch das erste Mal, dass ich bei den Großen auf Rasen mitspiele. Ich fühle mich gut und bin bereit."

Tagger spielt gegen die Thailänderin Lanlana Tararudee (WTA-95.) und hat vom diesjährigen 3:6,0:6 in der dritten Quali-Runde bei den Australian Open noch eine Rechnung offen. "Ich glaube, sie spielt recht gut generell auf schnellen Belägen. Es wird sicher nicht leicht, aber auf jeden Fall ein machbares Match", glaubt Tagger.

Früher hat sie Wimbledon immer daheim von der Couch aus verfolgt. "Ich kann es noch nicht ganz glauben, dass ich jetzt wirklich da bin und mitspiele", meinte sie lachend. Und Österreichs große Zukunftshoffnung, die als aktuell Weltranglisten-83. so gut wie nie platziert ist, sieht ihr Spiel geeignet für Rasen.

"Die Plätze taugen mir. Ich hab ein Spiel, das ich recht gut auf Rasen einsetzen kann. Natürlich gibt es noch extrem viel dazuzulernen, weil ich habe bis jetzt wenig auf Rasen gespielt."

Comeback von Williams

Das Comeback von Superstar Serena Williams ist für Tagger interessant.

"Die Queen ist wieder back, oder? Ich würde gern wissen, wieso sie es macht?", fragt sich der Teenager. Williams habe doch alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt.

Tagger spielt übrigens auch in Wimbledon Doppel, diesmal mit Landsfrau Potapova. Die Fußball-WM verfolgt sie ein wenig. "Ich bin nicht der größte Fußballfan." Doch für Österreich seien "die Daumen extrem gedrückt".

Ofner zum fünften Mal in Wimbledon

Ofner zum fünften Mal in Wimbledon
Sebastian Ofner ist der einzige ÖTV-Mann im Einzelbewerb.
Foto: ©GEPA

Auch Ofner ist nicht der größte Fußballfan, doch auf grünem Rasen hat er schon selbst für einige Glücksmomente gesorgt. So 2017 in Wimbledon, als er aus der Qualifikation sensationell in Runde drei vorgedrungen ist und auch im Vorjahr gelang ihm dieses Kunststück.

Bei seinem fünften Wimbledonauftritt trifft er zum Auftakt auf den Serben Hamad Medjedovic. Ein Deja-vu für den Steirer, denn vor einem Jahr profitierte er zum Auftakt gegen den Serben beim Stand von 7:6,3:1 von der Aufgabe seines Gegners nach einem Sturz.

Im Falle eines Sieges wird es für den einzigen ÖTV-Mann im Einzel schwer: Er träfe entweder auf den als Nummer 11 gesetzten, frisch vermählten Norweger Casper Ruud oder den Polen Hubert Hurkacz.

Kraus spielt erst am Dienstag

Für Sinja Kraus beginnt das Turnier am Dienstag, fast eine Woche nach ihren ersten Trainingsschlägen an der Church Road. Auch die Wienerin, die nach der erfolgreichen Quali in Paris ihr zweites Major bestreitet, feiert ihr Wimbledondebüt.

"Es läuft ganz gut. Ich habe drei Vorbereitungsturniere auf Rasen gespielt und in Bad Homburg hatte ich drei gute Matches." Kraus hat sich schon gut auf die Bedingungen in Wimbledon eingestellt.

Gegen die Spanierin Oksana Selekhmeteva (ESP) hat sie eine 2:1-Bilanz stehen, beide Siege waren in diesem Jahr. "Das war auf Hardcourt und Sand, Rasen ist ein komplett anderes Gefühl. Auf Rasen ist alles möglich, man muss sich gut konzentrieren, aber ich bin guter Dinge", sagte Kraus, die sich in den Top 100 etabliert hat.

Und das hat sie gerade im Rasen-"Mekka" so richtig gespürt. "Es war schon besonders, hier direkt herzukommen. Es war hier sehr ruhig, weil die Quali wo anders gespielt wird. Da fühlt man schon, dass man zu diesem Kreis dazugehört - ein schönes Gefühl", sagte die Weltranglisten-93.

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