Kraus enttäuscht: "Das war einfach kein guter Tag"
Die Wienerin muss in Wimbledon nach zwei Sätzen die Segel streichen. Sie sei nicht ins Spiel reingekommen, erklärt Kraus.
Nach Anastasia Potapova und Lilli Tagger am Eröffnungstag ist am Dienstag auch Sinja Kraus in der ersten Runde der All England Tennis Championships in Wimbledon ausgeschieden.
Die 24-jährige Wienerin, die ihr Debüt auf dem "heiligen" Rasen feierte, musste sich der Spanierin Oksana Selekhmeteva nach 1:35 Stunden 1:6, 5:7 beugen.
Damit ist im Einzel aus rot-weiß-roter Sicht nur noch Sebastian Ofner im Bewerb, der am Mittwoch (12:00 Uhr MESZ im LIVE-Ticker >>>) in der zweiten Runde auf den Polen Hubert Hurkacz trifft.
Am Platz nicht wohlgefühlt
Kraus war nach ihrem Aus dementsprechend enttäuscht, zumal sie nicht ihr bestes Leistungsniveau abrufen konnte.
"Das war einfach kein guter Tag für mich heute. Ich bin nicht wirklich ins Spiel reingekommen und hab mich auf dem Platz nicht wohlgefühlt. Sie hat mir wenig Rhythmus gegeben", erklärte die Wienerin.
Ihre Leistung habe nicht ihr Spiel, zu dem sie imstande sei, repräsentiert. "Schade, dass es ausgerechnet bei so einem Event nicht geklappt hat."
Nur ein Game im ersten Satz
Das Match begann eigentlich gut für die Wienerin, denn ihr gelang gleich im Auftaktgame ein Break. Doch es war ein Strohfeuer.
Die 23-jährige Spanierin, die im Ranking als 91. aktuell zwei Positionen vor der Österreicherin liegt, schaffte das sofortige Rebreak - und ließ Kraus im ersten Satz überhaupt kein Game mehr.
Die sichtlich frustrierte Kraus, die nicht ihren besten Tag erwischte, nahm dann beim Seitenwechsel eine lange Toilettenpause. Das Match ging mit zehn Minuten Verzögerung weiter.
36 unerzwungene Fehler, nur 13 Winner
Im zweiten Durchgang hielt sie dann besser mit, Kraus konnte aber zwei Breakbälle zum 4:2 nicht nutzen, ehe sie beim Stand von 3:3 selbst ihr Service zu Null abgeben musste.
Bei 3:5 wehrte sie dann den ersten Matchball ab und schaffte in ihrer wohl besten Phase noch das Rebreak zum 5:5.
Danach verlor sie aber wieder ihren Aufschlag und in der Folge die Partie, die sie mit 36 unerzwungenen Fehlern bei nur 13 Winnern bilanzierte.
"Zwei, drei leichte Fehler zu viel"
"Ich bin einerseits stolz, dass ich mich zurückkämpfen konnte. Aber war natürlich bitter bei 5:5, das waren zwei, drei leichte Fehler zu viel", bilanzierte Kraus.
Österreichs Nummer drei kennt ihren Turnierplan noch nicht hundertprozentig, will aber noch zwei oder drei Events auf Sand spielen, darunter beim neuen WTA125-Turnier in Kitzbühel und in Hamburg.
Danach geht es wahrscheinlich nach Amerika.