Wimbledon: Rybakina und Swiatek scheiden früh aus
Die Australien-Open-Siegerin erleidet eine Drittrunden-Niederlage gegen Mertens, auch die Titelverteidigerin Swiatek ist schon draußen.
Überraschungen in der 3. Runde von Wimbledon: Mit der polnischen Titelverteidigerin Iga Swiatek und der kasachischen Weltranglistenzweiten Elena Rybakina kam am Samstag beim Rasen-Grand-Slam-Turnier gleich für zwei Topstars das Aus.
Swiatek unterlag der von den Philippinen stammenden Alexandra Eala 6:7(9),2:6. Einen ähnlichen Spielfilm gab es bei der 6:7(4),1:6-Niederlage von Australian-Open-Siegerin Rybakina gegen die als Nummer 25 gesetzte Belgierin Elise Mertens.
Eala war am Center Court trotz einer Bandage am rechten Oberschenkel die solidere Spielerin. Im ersten Satz musste die 21-Jährige trotz einer 5:3-Führung noch ins Tiebreak, das an Spannung nicht zu überbieten war. Swiatek vergab beim Stand von 6:5 und 8:7 zwei Satzbälle, Eala nutzte ihre dritte Chance in der "Verlängerung" zum 11:9.
Eala feiert "größten Karriereerfolg"
Mit vier Games in Folge schien die Ranglisten-32. danach ungefährdet, Swiatek kämpfte zwar, war nach zwei abgewehrten Matchbällen beim dritten nach 2:15 Stunden aber machtlos.
Eala ließ sich überglücklich zu Boden fallen und genoss den größten Erfolg ihrer Karriere. "Ich weiß nicht, wie ich es beschreiben soll. Erstmals zweite Woche bei einem Grand Slam und Sieg gegen eine phänomenale Spielerin, das ist unglaublich für mich", sagte Eala. Von solchen Erfolgen habe sie sehr oft geträumt. "Ich habe dafür sehr hart gearbeitet", betonte die Linkshänderin.
Swiatek agierte viel zu fehleranfällig, 44 unerzwungene Fehler sprechen Bände. Auf ihren zweiten Triumph in Wimbledon und siebenten Grand-Slam-Turniersieg muss die 25-jährige Polin und Nummer drei der Welt damit noch warten.
Rybakina verliert in zwei Sätzen
Für Rybakina endete der Traum vom zweiten Wimbledon-Triumph nach 2022 und dritten Erfolg bei einem Major-Event in der gleichen Turnierphase. Die 27-Jährige musste schon nach etwas mehr als eineinhalb Stunden als Verliererin den Platz verlassen.
Der erste Satz war auch hier extrem ausgeglichen, Rybakina rettete sich ins Tiebreak, wo sie nur bis zum 3:3 mithalten konnte. Mertens nutzte ihre zweite Chance, den Satz zu beenden, nahm den Schwung mit und hatte gegen eine fehleranfällige Rybakina in der Folge leichtes Spiel.
"Ich habe aktuell kaum Worte, fühle mich toll. Ich bin glücklich, dass ich den ersten Satz gewonnen habe, dann war das Momentum auf meiner Seite", sagte Mertens. Es sei definitiv einer der größten Siege in ihrer Karriere gewesen. "Ich bin sehr zufrieden mit meiner Leistung", betonte die Ranglisten-27.
Nächste Gegnerinnen schon bekannt
Nach 2019, 2022 und 2025 darf sie nun zum vierten Mal versuchen, erstmals das Wimbledon-Viertelfinale zu erreichen. Ihr bestes Grand-Slam-Resultat gelang ihr 2018 bei den Australian Open.
Als nächste Hürde wartet die als Nummer 21 gesetzte Tschechin Marie Bouzkova, die sich gegen Liudmila Samsonowa mit 4:6,7:6(3),6:4 durchsetzte. Eala misst sich mit der als Nummer 13 gesetzten Italienerin Jasmine Paolini, die die Griechin Maria Sakkari mit 6:1,6:2 abfertigte.
De Minaur nach Kraftakt weiter
Im Männerbewerb hatte der Australier Alex de Minaur mit einem am Oberschenkel angeschlagenen Zachary Svajda seine Mühe, die Nummer fünf des Turniers hatte mit 6:2,5:7,6:2,6:4 aber doch den längeren Atem.
"Ich versuche ein bisschen zu fliegen wie die Tormänner bei der Fußball-WM und hoffe, so weit als möglich zu kommen", sagte De Minaur nach dem ersten direkten Duell mit dem US-Amerikaner.