Wimbledon: Sinner und Djokovic im Achtelfinale, Medvedev raus
Während Medvedev an Struff scheitert, egalisiert der "Djoker" einen Federer-Rekord.
Titelverteidiger Jannik Sinner und Tennis-Legende Novak Djokovic steuern in Wimbledon weiter auf ein mögliches Halbfinalduell der Generationen zu.
Der topgesetzte Italiener besiegte den US-Amerikaner Jenson Brooksby am Freitag sicher 6:4, 6:3, 6:4, der 39-jährige Serbe bezwang den Franzosen Arthur Rinderknech nach 3:01 Stunden 7:5, 6:4, 1:6, 7:6 (4).
Ausgeschieden hingegen ist die Nummer 8, der Russe Daniil Medvedev, der dem Deutschen Jan-Lennard Struff in drei Sets unterlag.
"Katz- und Maus-Spiel" für Djokovic
"Ein bisschen Glück, bisschen Können am Ende und ein perfektes Tiebreak von meiner Seite", bilanzierte Djokovic auf dem Center Court nach seinem ersten Match gegen den routinierten Franzosen.
"Er hat wirklich Qualität. Er hat Zverev letztes Jahr hier geschlagen, er liebt die große Bühne und das hat er heute gezeigt. Ich bin froh, dass ich im Tiebreak durchgekommen bin", atmete der 24-fache Majorsieger nach dem von ihm als "Katz- und Maus-Spiel" bezeichneten Match.
Wie Federer: Nun 105 Siege in Wimbledon
Für den "Djoker" war es - wieder einmal - auch ein kleiner Rekord. Mit seinem 105. Einzelsieg auf dem "heiligen" Rasen hat er in der Bilanz mit Leader Roger Federer gleichgezogen.
"Es ist immer schön, Geschichte zu schreiben, besonders hier, das ist ein Traum. Um den 106. Sieg schlage ich ein Match gegen Roger hier vor", scherzte Djokovic in Richtung des bereits zurückgetretenen Schweizers.
Medvedev erneut früh draußen
Weniger happy war Medvedev. Der ehemalige Weltranglisten-Erste aus Russland schied nach dem Auftakt-Aus bei den French Open nun auch in London schon vor dem Achtelfinale aus.
Im Tennis-"Mekka" hatte Medvedev 2023 und 2024 jeweils das Halbfinale erreicht, sein größter Triumph ist jener bei den US Open 2021.
Struff holte in allen Sätzen (1:3, 3:5, 2:5) jeweils Rückstände auf und gewann 7:6 (4), 7:6 (5), 7:5.
Der bereits 36-jährige Deutsche steht erstmals im Wimbledon-Achtelfinale. Er trifft nun auf den Bezwinger von Sebastian Ofner, Hubert Hurkacz (POL/Viersatzsieg über Tommy Paul/USA-21).
Sabalenka souverän
Einen echten Formtest hat die Weltranglisten-Erste Aryna Sabalenka überstanden.
Die Spielerin aus Belarus, die bisher noch keinen Rasentitel geholt hat, hatte das bisher letzte Duell mit der unberechenbaren Lettin Jelena Ostapenko im Stuttgart-Finale 2025 verloren.
Nun stellte sie mit einem 6:4, 6:4-Sieg im Head-to-Head auf 4:1. Im Achtelfinale wartet die vierfache Major-Siegerin Naomi Osaka (JPN).
Pegula und Gauff weiter
Während die als Nummer vier gesetzte US-Amerikanerin Jessica Pegula gegen die Bezwingerin von Anastasia Potapova, Jessica Bouzas Maneiro, nur vier Games abgab, hatte ihre Landsfrau Coco Gauff weit mehr Mühe.
Die zweifache Grand-Slam-Siegerin musste gegen ihre Landsfrau und Qualifikantin Claire Liu überraschend über drei Sätze, ehe sie mit einem 6:3, 6:7 (5), 6:2-Erfolg in ihr viertes Wimbledon-Achtelfinale einzog.
2019 hatte Gauff ebendort erstmals für Furore gesorgt, weiter ist sie bisher an der Church Road noch nie gekommen.
Die nächste Gegnerin der 22-Jährigen ist die Schweizer Olympiasiegerin Belinda Bencic.