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Afrikas WM-Erfolg schwindet: Aus neun wurden zwei

Nachdem Afrika mit neun Teams einen Rekord aufgestellt hat, sind nur noch Marokko und Ägypten im Rennen um die WM-Viertelfinal-Tickets.

Afrikas WM-Erfolg schwindet: Aus neun wurden zwei Foto: © IMAGO / EPA

Afrika hat mit neun Teams einen neuen Rekord für die K.o.-Runden der Fußball-Weltmeisterschaft aufgestellt. Sieben davon schieden jedoch in der ersten Runde aus.

Ghana war am Freitagabend das letzte afrikanische Team, das in der Runde der letzten 32 spielte. Die in Weiß gekleideten "Black Stars" unterlagen Kolumbien mit 0:1.

Damit tragen nun nur noch Marokko, das vor vier Jahren in Katar überraschend das Halbfinale erreichte, und Ägypten die Hoffnungen des Kontinents, wenn sie um einen Platz im Viertelfinale spielen.

Zum Teil an Sensationen gekratzt

Marokko trifft am Samstag in Houston auf Kanada. Ägypten setzte sich zuvor am Freitag in einem Elfmeterschießen gegen Australien durch und trifft am Dienstag in Atlanta auf Lionel Messi und den Titelverteidiger Argentinien.

Die "Albiceleste" hätte sich am Freitag beinahe blamiert, als die winzige Inselnation Kap Verde sie bis in die Verlängerung zwang. Argentinien setzte sich letztendlich aber doch mit 3:2 in einem der besten Spiele des Turniers durch.

"Es ist eine große Ehre, dass so viele afrikanische Teams die Runde der letzten 32 erreicht haben", sagte der kongolesische Trainer Sébastien Desabre.

Besser als Asien

Afrika hat noch nie drei Teams ins Achtelfinale geschickt. Der bisherige Höchststand lag bei zwei, als Senegal zusammen mit Marokko vor vier Jahren und bei der WM 2014 in Brasilien, als sowohl Algerien als auch Nigeria es schafften – und prompt ausschieden.

Immerhin steht man im Vergleich mit dem asiatischen Verband gut da, obwohl sich die AFC-Mannschaften zu Beginn der WM zum Teil stark präsentierten, gelang zwar immerhin noch Japan und Australien der Sprung in die K.o.-Runde - im Achtelfinale sieht man die beiden aber nicht mehr. Vor vier Jahren waren mit Japan und Südkorea noch zwei asiatische Teams im Achtelfinale gewesen.

"Afrikanische Nationen wurden bei großen Wettbewerben lange Zeit unterschätzt", sagte der ghanaische Stürmer Brandon Thomas-Asante diese Woche. "Ich bin froh, diesen Erfolg bei allen afrikanischen Nationen zu sehen. Es zeigt einfach, wie viel Talent auf der ganzen Welt vorhanden ist, und Afrika ist keine Ausnahme."

DR Kongo, Senegal und Elfenbeinküste knapp dran

Tatsächlich schlugen sich die afrikanischen Teams bei der Weltmeisterschaft auch in den Niederlagen gut. Der Kongo führte den Großteil seines Spiels gegen England, bevor Harry Kane zwei späte Tore erzielte und die "Three Lions" rettete.

Belgien benötigte zwei Tore in den letzten Minuten der regulären Spielzeit, bevor der Siegestreffer Sekunden vor Schluss der Verlängerung gegen Senegal fiel. Die Elfenbeinküste war bis zum Tor von Erling Haaland in der 86. Minute, das Norwegen ins Achtelfinale brachte, gleichauf mit den Wikingern.

Underdogs können überraschen

Südafrika verlor gegen Kanada und Algerien gegen die Schweiz, als jene Teams, die ähnlich wie Ghana am Freitagabend, keine Tore erzielen konnten. "Nun, alle Teams, die die Runde der letzten 32 erreichen, haben den Willen, weiterzukommen", sagte der algerische Trainer Vladimir Petkovic.

"Manche wollen weitermachen – ihr Abenteuer fortsetzen – und andere sind einfach glücklich, dabei zu sein. Es gibt bestimmte Teams, die auf dem Papier viel stärker sind, aber bei dieser Weltmeisterschaft erkennen wir, dass man sich über nichts wirklich sicher sein kann. Man kann nicht sicher sein, dass die starken Teams über die schwächeren siegen. Wir hatten mehrere Beispiele dafür."

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