NFL-Playoffs: Cleveland führt die Steelers vor

NFL-Playoffs: Cleveland führt die Steelers vor Foto: © getty
 

Was für ein spektakulärer, fulminanter, historischer Abschluss der Wild-Card-Runde in den NFL-Playoffs!

Die Cleveland Browns schocken die Pittsburgh Steelers mit einem 48:37-Auswärtssieg.

18 Jahre lang hatten die Fans der Cleveland Browns nicht mehr die Gelegenheit, über ein Postseason-Match ihres Teams zu sprechen. Von diesem Triumph beim AFC-North-Rivalen werden sie vermutlich noch in zwei Jahrzehten sprechen.

Im ersten Viertel führen die Browns, die auf ihren sich in Corona-Quarantäne befindlichen Head Coach Kevin Stefanski verzichten müssen, fehleranfällige Steelers regelrecht vor und führen mit 28:0 - letztlich die Basis für das Weiterkommen, das Cleveland nun ein Kräftemessen mit Titelverteidiger Kansas City Chiefs beschert.

Die folgende Aufholjagd von Pittsburgh führt nicht mehr zur Wende. Steelers-QB Ben Roethlisberger beendet die Partie letztlich mit vier Interceptions, denen ebenso vier TD-Pässe gegenüberstehen.

Sein Browns-Gegenüber Baker Mayfield tritt fehlerfrei auf und wirft drei TD-Pässe. RB Kareem Hunt erläuft zwei Touchdowns.

Fun Fact: Dies ist der erste Sieg der Cleveland Browns in einem Playoff-Spiel seit 26 Jahren. Unter Anleitung des damaligen Head Coaches Bill Belichick konnte damals dessen nunmehriges Team New England Patriots 20:13 besiegt werden.

Auswärts ist es Clevelands erster Playoff-Sieg seit der Saison 1969!

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PITTSBURGH STEELERS (3) - CLEVELAND BROWNS (6) 37:48

SCORING:

Q1:

0:7: Karl Joseph - Fumble Recovery in der Endzone (14:46 Minuten)

0:14: Jarvis Landry - 40-Yard-Pass von Baker Mayfield (9:46 Minuten)

0:21: Kareem Hunt - 11-Yard-Lauf (4:40 Minuten)

0:28: Kareem Hunt - 8-Yard-Lauf (1:56 Minuten)

Q2:

7:28: James Conner- 1-Yard-Lauf (1:44 Minuten)

7:35: Austin Hooper - 7-Yard-Pass von Baker Mayfield (0:34 Minuten)

10:35: Chris Boswell - 49-Yard-Field-Goal (0:01 Minuten)

Q3:

16:35: Eric Ebron - 17-Yard-Pass von Ben Roethlisberger (7:22 Minuten) - Two-Point-Conversion scheitert

23:35: JuJu Smith-Schuster - 5-Yard-Pass von Ben Roethlisberger (2:57 Minuten)

Q4:

23:42: Nick Chubb - 40-Yard-Pass von Baker Mayfield (12:32 Minuten)

29:42: Chase Claypool - 29-Yard-Pass von Ben Roethlisberger (11:13 Minuten) - Two-Point-Conversion scheitert

29:45: Cody Parkey - 24-Yard-Field-Goal (4:28 Minuten)

29:48: Cody Parkey - 37-Yard-Field-Goal (2:51 Minuten)

37:48: Chase Claypool - 7-Yard-Pass von Ben Roethlisberger (1:09 Minuten) - Two-Point-Conversion James Conner

Das Protokoll eines Horror-Viertels

Die Ereignisse des ersten Viertels lassen sich in einem Protokoll des Horrors aus Sicht der Steelers zusammenfassen - die Browns sind jedenfalls das erste Team seit den Oakland Raiders 1969, das in einem Playof-Spiel im ersten Quarter 28 Punkte erzielt.

  • 18 Jahre müssen die Fans der Cleveland Browns auf ein Playoff-Spiel warten, nach 14 Sekunden dürfen sie erstmals jubeln! Denn gleich der erste Pittsburgh-Snap landet in der eigenen Endzone und Karl Joseph zum Touchdown auf dem Ball.

  • Bereits im nächsten Drive der zweite Turnover: Roethlisberger wirft seine erste Interception.

  • Die Strafe folgt umgehend. Jarvis Landry läuft eine schöne Route und über 40 Yards in die Endzone. 14:0!

  • Mit dem nächsten Ballbesitz stellt Cleveland auf 21:0. Diesmal überzeugt das Laufspiel. Nach zwei längeren Läufen von Nick Chubb vollendet Running-Back-Kollege Kareem Hunt mit einem 11-Yard-Lauf.

  • Der Steelers-Horror findet mit der nächsten Interception von "Big Ben" seine Fortsetzung.

  • Für das 28:0 zeichnet erneut Hunt verantwortlich. Diesmal aus acht Yards und mit relativ wenig Gegenwehr der Steelers-Defense.

Browns kontern ersten Steelers-Touchdown

Dass dieses Horror-Viertel irgendwann doch zu Ende ging, war die gute Nachricht für alle Pittsburgh-Fans.

PITTSBURGH STEELERS:

Name

Passing Yards Rushing Yards Receiving Yards
Ben Roethlisberger 501 (4 TD, 4 INT)
James Conner 37 (1 TD) 30
Benny Snell 13 4
Derek Watt 2
JuJu Smith-Schuster 157 (1 TD)
Diontae Johnson 117
James Washington 72
Eric Ebron 62 (1 TD)
Chase Claypool 59 (2 TD)

Weniger angenehm ist, dass Quarter Nummer zwei sehr früh die dritte Interception von Roethlisberger nach einem abgefälschten Pass zu bieten hat.

Aber zumindest tun sich erste Hoffnungsschimmer auf. Gegen Ende des Abschnitts gelingt ein ordentlicher Drive, den James Conner mit einem 1-Yard-Lauf abschließt.

Die Browns haben jedoch umgehend eine Antwort parat. Mayfield führt seine Offense über das Feld und schließt den Drive mit einem 7-Yard-Pass auf Austin Hooper zur 35:7-Führung ab.

Pittsburgh startet Aufholjagd

Pittsburgh beweist Moral und verkürzt eine Sekunde vor der Pause mit einem Field Goal von Chris Boswell auf 10:35.

Dass die Steelers in der zweiten Halbzeit offensiv auf dem Gaspedal stehen, liegt auf der Hand. Dies ist im dritten Viertel auch von Erfolg gekrönt.

CLEVELAND BROWNS:

Name

Passing Yards Rushing Yards Receiving Yards
Baker Mayfield 263 (3 TD) 3
Nick Chubb 76 69 (1 TD)
Kareem Hunt 48 (2 TD) 13
Jarvis Landry 92 (1 TD)
Austin Hooper 46 (1 TD)
Rashard Higgins 28
Donovan Peoples-Jones 8
David Njoku 7

Während Clevelands Offense in dieser Phase zu wenig macht, holen die Hausherren durch zwei TD-Pässe von Roethlisberger auf.

Erst bedient der Routinier Tight End Eric Ebron mit einem 17-Yard-Pass in der Endzone, knapp fünf Minuten später JuJu Smith-Schuster mit einem 5-Yard-Pass. Neuer Zwischenstand: 23:35.

Offener Schlagabtausch

Auch wenn der Vorsprung auf zwölf Punkte geschmolzen ist, lassen sich die Browns nicht gänzlich aus der Ruhe bringen. Zu Beginn des vierten Quarters läuf Chubb einen kurzen Mayfield-Pass über 40 Yards in die Endzone.

Damit beträgt der Vorsprung Clevelands wieder 19 Punkte - ein Three-Score-Game.

Pittsburgh verliert in diesem offenen Schlagabtausch jedoch keine Zeit und macht knapp 80 Sekunden später wieder ein Two-Score-Game daraus. Roethlisberger findet diesmal Rookie Chase Claypool mit einem 29-Yard-Pass in der Endzone. Neuer Zwischenstand: 29:42.

Damit gleicht "Big Ben" seine drei Interceptions mit drei TD-Pässen aus. Zu diesem Zeitpunkt hält er zudem bereits bei 409 Passing-Yards - das Laufspiel spielt bei den Steelers schon längst keine Rolle mehr.

Entscheidung durch vierte Roethlisberger-Interception

Die Browns marschieren abermals über das Feld, gelangen jedoch nicht in die Endzone und legen ein kurzes Field Goal von Cody Parkey zur 45:29-Führung nach.

Im nächsten Drive ist es die vierte Roethlisberger-Interception, Sione Takitaki fängt den Ball ab, die für die endgültige Entscheidung sorgt.

Dass Roethlisberger in der Schlussphase noch einmal Claypool in der Endzone findet, fällt unter die Kategorie Ergebniskorrektur. Aufgrund des Spielverlaufs beendet der Steelers-Spielmacher die Partie mit 47 Completions und 501 Passings-Yards.

Am kommenden Wochenende wird es interessant zu beobachten sein, inwiefern Cleveland den amtierenden Super-Bowl-Champion Kansas City ärgern kann.

Beim so sehnsüchtig erwarteten Playoff-Comeback haben die Browns auf jeden Fall jede Menge Selbstvertrauen getankt.

Legenden, junge Wilde und einige etablierte Haudegen. Die Playoff-Quarterbacks dieser NFL-Saison bieten ein breites Spektrum. LAOLA1 mit einem Ranking der Spielmacher:

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Eines vorneweg: Der Generations-Wechsel unter den NFL-Quarterbacks ist bekanntlich in vollem Gange. Da die "Jungen Wilden" logischerweise noch nicht über die Lebensläufe eines Brady, Brees oder Rodgers verfügen können, besteht in solch einem Ranking die Gefahr, Äpfel mit Birnen zu vergleichen. Wir legen daher auch diesmal eine Spur mehr Wert auf die Aktualität, ohne aber die gerade in der Postseason so wertvolle Erfahrung außer Acht zu lassen.

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14. MITCHELL TRUBISKY (Chicago Bears)

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Ist der Ruf erst mal ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert... Sagen wir so: Geht es nach der öffentlichen Meinung, kann Trubisky fast nur gewinnen. Oder zumindest überraschen. Der 26-Jährige, der von Chicago 2017 vor (!) Mahomes und Watson gewählt wurde (Stand jetzt ein historischer Irrtum), wurde im Saison-Verlauf von Nick Foles abgelöst. Als der sich verletzte, lag es doch an Trubisky, die Bears in die Playoffs zu führen. Dies gelang, ohne dass Trubisky spektakuläre Glanzlichter setzen hätte können. Er war jedoch auch nicht so schlecht, wie viele meinten. In dieser Postseason geht es fraglos auch darum, wie seine NFL-Zukunft aussieht.

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13. ALEX SMITH (Washington Football Team)

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Gänsehaut! Die Wohlfühl-Story! Material für Hollywood! Aber objektiv gesehen ist Alex Smith in diesem Ranking natürlich recht weit hinten einzureihen. Konzentrieren wir uns auf das Positive: Nach seiner Horror-Verletzung und zwei Jahren Pause ist Smith tatsächlich wieder da (die Doku über den Weg zurück sollte man nur mit leerem Magen sehen) und mit Washington aufgrund noch größerer sportlicher Inkomptenz der NFC-East-Konkurrenz in den Playoffs. Smith war immer schon ein eher biederer Game Manager, nun hat er auch an Mobilität eingebüßt. Aber als Gegner sollte man es gegen einen derart erfahrenen Spielmacher (Playoffs mit San Francisco und Kansas City) nicht drauf ankommen lassen.

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12. JARED GOFF (Los Angeles Rams)

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Im Osten geht die Sonne auf, im Westen geht sie unter und in Kaliforniens Süden verbringt Goff währenddessen einen ziemlich durchschnittlichen Arbeitstag. Der Prototyp eines "Eh-net-so-schlecht,-aber..."-Spielmachers. Er führte die Rams einst in die Super Bowl, aber dort implodierte er. Er war der Nummer-1-Pick im Draft, aber ist er dieses Spots wirklich würdig? Er spielte auch 2020 keineswegs total ungut, aber gleich 22 QBs schließen die Saison mit einem besseren Rating als seine 90,0 ab - darunter auch Mitch Trubisky (ouch!). Natürlich hofft man, dass er für das Duell mit Seattle fit wird, aber wären die Rams mit Backup John Wolford tatsächlich komplett chancenlos?

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11. BAKER MAYFIELD (Cleveland Browns)

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Muss Baker Mayfield - ebenfalls ein Einser-Pick im Draft - aufpassen, dass er zu einem Durchschnitts-Bruder im Geiste von Jared Goff wird? Irgendwie schon. Aber noch ist seine Entwicklung nicht abgeschlossen. Im Vergleich zu seinen ersten beiden Jahren in der Liga präsentierte sich Mayfield 2020 weniger fehleranfällig. Seine Zahl an Interceptions senkte er von 21 (!) auf 8 - seit Ende Oktober passierte ihm nur eine. In der Browns-Offense kommt ihm auch eher die Rolle des Verwalters zu, der das Spiel nicht verbocken soll. Die Playoffs sind eine andere Bühne: Am Charisma, auf selbiger zu wachsen, sollte es nicht scheitern.

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10. PHILIP RIVERS (Indianapolis Colts)

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Stellen wir außer Streit, dass es sich bei Rivers um einen der besseren QBs der NFL-Geschichte handelt, leider auch um einen im Vergleich zu seinen Fähigkeiten und Durchhaltevermögen eher erfolglosen. Aber gut, "seine" Chargers sind auch ohne ihn Loser aus Leidenschaft, während Rivers im ersten Jahr mit Indy in der Postseason steht. Gut, der Routinier ist inzwischen 39 und keine 26 mehr. Das sieht man. In früheren Jahren wäre er in diesem Ranking weiter vorne. Aber es ist nicht verboten, sich als Altstar auf gutes Laufspiel und eine lästige Defense zu verlassen. Vielleicht hat er im frühen Winter seiner Karriere mit den Colts jenes Playoff-Glück, das bei den Chargers oft fehlte.

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9. RYAN TANNEHILL (Tennessee Titans)

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Bewertet man nur die Saison 2020, müsste man Tannehill eine Spur weiter vorne platzieren. Aber Rang neun ist keine Schande, denn bis auf Josh Allen sind alle vor ihm Platzierten bereits Super-Bowl-Sieger und/oder MVP. Also ist es zugegeben auch ein wenig eine Reputationsfrage und zeigt, wie gut das Playoff-Feld an Spielmachern ist. Tannehill hat 2020 bewiesen, dass sein Aufschwung der Vorsaison, der bis ins Championship Game führte, kein Zufall war. Er ist die perfekte Ergänzung zu Rushing-König Derrick Henry. Wer hätte vor einigen Jahren in Miami an eine solche Entwicklung geglaubt?

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8. BEN ROETHLISBERGER (Pittsburgh Steelers)

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"Big Ben" muss man natürlich nicht vorstellen. Er gehört zu den zahlreichen QBs in diesem Playoff-Feld, die ihre 40er-Feier schon konkret planen oder bereits hinter sich haben. Zwei Super-Bowl-Ringe zieren seine Finger. Also wer soll ihm etwas vormachen? Vor allem gegen Ende der Saison schien ihm jedoch ziemlich die Luft auszugehen, weswegen die Verschnaufpause in Week 17 Gold wert gewesen sein könnte. Die Defense in Pittsburgh ist spitze, seine Receiver sind es ebenso. Taucht in der Postseason der "echte" Roethlisberger auf, könnte es weit gehen. Kommt die müde Version, kann es bitter werden.

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7. DREW BREES (New Orleans Saints)

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Dass der Zahn der Zeit an ihm nagt, kann auch Drew Brees nicht verleugnen. Kommende Woche feiert die lebende Legende ihren 42. Geburtstag. Der Roster der Saints ist inzwischen jedoch bekanntlich längst nicht mehr so gebaut, dass alles von Brees abhängt. Mit Tayson Hill gibt es sogar die Option, dem Routinier während eines Drives eine kurze Verschnaufpause zu gönnen. Wie schnell Brees seine schwere Rippenverletzung überwunden hat, ist beeindruckend und zeigt seine Motivation. Vielleicht wird er ja belohnt, indem der x-te (und letzte?) Anlauf auf den zweiten Super-Bowl-Triumph endlich gelingt.

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6. JOSH ALLEN (Buffalo Bills)

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Dieses Ranking hat bereits Tradition. Letztes Jahr war Allen bei derselben Übung 12. und Letzter. Und das damals nicht mal zu Unrecht. Dass der Bills-Quarterback einer der am meisten verbesserten Protagonisten dieser Saison ist, muss man nicht diskutieren. Gut gelaufen ist er schon in den vergangenen Jahren, am Selbstbewusstsein mangelte es auch nicht, Leadership und deutlich verbesserte Wurfleistungen sorgen inzwischen jedoch für ein Gesamtpaket, das einige in der MVP-Diskussion erwähnen. Das ist vielleicht noch übertrieben, aber die Playoff-Erfahrung, die er nun sammeln sollte, könnte ihn den nächsten Schritt machen lassen. Mit diesem Roster ist für die Bills einiges drinnen.

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5. RUSSELL WILSON (Seattle Seahawks)

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Zur Hälfte der Saison war Wilson für viele wohl noch ein No-Brainer als MVP, so grenzgenial führte er eine glänzend aufgelegte Seahawks-Offense. Seattles Angriff agierte in den vergangenen Wochen dezenter und mir ihr Wilson. Wobei man im konkreten Fall nicht lange über die Qualität diskutieren muss: Hier handelt es sich um einen Spielmacher im besten Football-Alter mit jeder Menge Erfahrung und Improvisations-Künsten, von der andere QBs nicht mal zu träumen wagen. Wilson ist keiner, der in der Postseason die Nerven wegschmeißt. Es wird für die Konkurrenz harte Arbeit, ihn und seine Seahawks in den Urlaub zu schicken.

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4. LAMAR JACKSON (Baltimore Ravens)

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Okay, Platz vier wirkt ein wenig hoch. Zu hoch? Nein. Letzte Saison führte Jackson dieses Ranking nach seiner MVP-Saison noch an. Ein Zwischentief in dieser Spielzeit hat ihn offenkundig enorm an Reputation gekostet. Wir sollten jedoch nicht vergessen, dass Jackson im Finish wieder auf deutlich besserem Niveau spielte. Außerdem kann man natürlich über seine Genauigkeit diskutieren, sollte jedoch nicht vergessen, dass Jacksons mobiles QB-Spiel mit anderen Maßstäben zu messen ist als das der meisten Kollegen. Letztes Jahr scheiterte er nach Traum-Saison. Vielleicht gibt es diesmal - mit deutlich geringerer Erwartungshaltung - den umgekehrten Trend und seine Vorzüge kommen in den Playoffs zur Geltung.

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3. TOM BRADY (Tampa Bay Buccaneers)

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Lasset die Spiele beginnen! Hand aufs Herz: Gibt es jemanden, der nicht neugierig ist, was der erfolgreichste Quarterback aller Zeiten mit den Tampa Bay Bucceneers in den Playoffs erreichen kann? Je weiter das Team aus Florida unter der Anleitung des 43-Jährigen kommt, desto mehr Salz in die Patriots-Wunden. Man kann über Bradys Leistungen in "Tompa" diskutieren, mehr als seine 40 TD-Pässe hat in dieser Saison jedoch nur Aaron Rodgers (48) geworfen. Auch die Abstimmung mit der gnadenlos überbesetzten Passempfängerriege schien zuletzt deutlich besser zu werden. Die Bucs bleiben zwar eine Wundertüte, dennoch befinden wir uns in Bradys Lieblings-Jahreszeit.

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2. PATRICK MAHOMES (Kansas City Chiefs)

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Man muss eine außergewöhnliche Saison spielen und einen außergewöhnlichen Lebenslauf vorweisen können, damit Patrick Mahomes - amtierender Super-Bowl-Champion - hier nicht an Nummer eins geführt wird. Wer behauptet, dass der 25-Jährige der beste Quarterback der Liga ist, liegt zumindest nicht ganz falsch. Phasenweise wirkte er 2020 sogar ein wenig unterfordert - vielleicht schlichen sich deshalb im Saison-Finish ein paar Konzentrationsfehler ein. Egal wie: Wer Champion werden will, muss am Titelverteidiger rund um diesen genialen Spielmacher vorbei.

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1. AARON RODGERS (Green Bay Packers)

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Wer Mahomes vorne sieht, liegt nicht falsch. Alles gut. Aber irgendwie stellte Rodgers alle in den Schatten. Seine Saison fühlte sich irgendwie wie die Würdigung der eigenen Lebensleistung an - und die war bekanntlich schon vor 2020 nicht ganz so schlecht. Mit 121,5 lieferte der designierte MVP das zweitbeste QB-Rating seiner beeindruckenden Laufbahn ab, 48 TD-Pässe sind Karriere-Bestwert - und all das, obwohl es die Packers verabsäumt haben, einen würdigen Zweier-Receiver zu draften und stattdessen den Einser-Pick für einen Rodgers-Konkurreten verschwendeten. Der 37-Jährige läuft seinem zweiten Super-Bowl-Triumph schon lange hinterher. Spielt er weiter in diesem Flow, könnte es endlich so weit sein.

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Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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