NFL-Playoffs: Seattle-Desaster gegen Rams-Lazarett

NFL-Playoffs: Seattle-Desaster gegen Rams-Lazarett Foto: © getty
 

Die NFL-Playoffs haben ihre erste faustdicke Überraschung zu bieten.

Die Seattle Seahawks gehen zu Hause in der Wild-Card-Runde gegen die Los Angeles Rams mit 20:30 unter.

Unerwartet kommt dieses Ergebnis vor allem aufgrund der recht unerfreulichen Entwicklung der Personalsituation bei den Rams.

Die Kalifornier müssen mit dem unerfahrenen Backup-Quarterback John Wolford in die Partie gehen, da Jared Goff nach seiner Daumen-Verletzung nicht fit genug scheint. Wolford wird jedoch früh ausgeknockt und ein sichtlich angeschlagener Goff muss doch ran.

Im weiteren Spielverlauf verlieren die Rams auch noch ihren Defense-Superstar Aaron Donald und in der Schlussphase Receiver Cooper Kupp.

Angeführt vom überragenden Rookie-Running-Back Cam Akers (176 Total Yards, ein Touchdown) reicht es dennoch zum Sieg, auch weil die Offense der Seahawks rund um Russell Wilson einen rabenschwarzen Tag erwischt.

SEATTLE SEAHAWKS (3) vs. LOS ANGELES RAMS (6) 20:30

SCORING:

Q1:

0:3: Matt Gay - 40-Yard-Field-Goal (3:56 Minuten)

Q2:

3:3: Jason Myers - 50-Yard-Field-Goal (10:34 Minuten)

3:6: Matt Gay - 39-Yard-Field-Goal (7:54 Minuten)

3:13: Darious Williams - 42-Yard-Interception-Return (6:46 Minuten)

10:13: D.K. Metcalf - 51-Yard-Pass von Russell Wilson (3:43 Minuten)

10:20: Cam Akers - 5-Yard-Lauf (1:57 Minuten)

Q3:

13:20: Jason Myers - 52-Yard-Field-Goal (13:50 Minuten)

Q4:

13:23: Matt Gay - 36-Yard-Field-Goal (11:37 Minuten)

13:30: Robert Woods - 15-Yard-Pass von Jared Goff (4:46 Minuten)

20:30: D.K. Metcalf - 12-Yard-Pass von Russell Wilson (2:28 Minuten)

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Goff ersetzt seinen Ersatzmann

Goffs Daumen lässt zwar zu, dass er als aktiv gemeldet wird. Fit genug, um wirklich auf ihn zu setzen, erscheint der QB dem Trainerstab der Kalifornier um Sean McVay jedoch offenkundig nicht.

So bekommt wie schon in Week 17 Nobody Wolford das Vertrauen geschenkt, die Rams als Starting-Quarterback anzuführen.

Der 25-Jährige bringt auch den einen oder anderen Pass an, letztlich ist es dennoch ein kurzen Vergnügen. Nach einem Hit gegen den Kopf bleibt Wolford benommen liegen, für ihn geht es ins Krankenhaus.

Also muss doch Goff ran - und, so ehrlich muss man sein, schön anzusehen ist seine Leistung über weite Strecken nicht. Am Ende stehen neun Completions für 155 Yards zu Buche.

Grausame Darbietung von Russell Wilson

Noch grausamer ist jedoch die Darbietung von seinem Seahawks-Gegenüber Wilson, der nach allgemeinem Wissensstand nicht angeschlagen ins Spiel geht.

Der Superstar bringt lediglich elf von 27 Passversuchen für 174 Yards an, geht gegen die bärenstarke Rams-Defense dafür fünf Mal zu Boden. Damit setzt sich der besorgniserregende Abwärtstrend der Seattle-Offense in den vergangenen Wochen fort - zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt.

SEATTLE SEAHAWKS:

Name

Passing Yards Rushing Yards Receiving Yards
Russell Wilson 174 (2 TD, 1 INT) 50
Chris Carson 77 5
Carlos Hyde 5
David Moore 4 1
DK Metcalf 96 (2 TD)
Tyler Lockett 43
Freddie Swain 28
Will Dissly 1

Besonders bitter ist, dass Wilson mit einer Pick-Six überhaupt erst mithilft, einen im Angriff spürbar limitierten Gegner auf die Siegerstraße zu bringen. Im zweiten Viertel fängt Darious Williams einen Pass des Superstar-Spielmachers ab und trägt ihn zum 13:3 für die Rams in die Endzone zurück.

Zuvor gelingen beiden Teams nur Field Goals - zwei Mal scort Matt Gay für Los Angeles, ein Mal trifft Jason Myers für Seattle.

Akers trumpft auf

Die Seahawks beantworten den ersten Touchdown der Rams so, wie man es ursprünglich erwarten konnte. Wilson spielt seine Improvisations-Stärke aus, kauft sich Zeit und feuert einen wunderbaren 51-Yard-TD-Pass auf DK Metcalf, der seine Gegenspieler abschüttelt.

Für den Star-Receiver ist es der erste Catch des Abends, zuvor wird er von der Rams-Secondary rund um Jalen Ramsey kaltgestellt.

Wer geglaubt hat, dass die Partie nun zu Gunsten der Hausherren kippt, hat sich geirrt. Denn im folgenden Drive ist endgültig Akers-Time.

LOS ANGELES RAMS:

Name

Passing Yards Rushing Yards Receiving Yards
Jared Goff 155 (1 TD) 4
John Wolford 29 2
Cam Akers 131 (1 TD) 45
Malcolm Brown 30 9
Robert Woods -3 48 (1 TD)
Cooper Kupp 78
Tyler Higbee 4

Der Running Back trägt schon zuvor die Hauptlast der Rams-Offense, nun übernimmt er komplett. Erst ein langer Lauf nach kurzem Goff-Pass, dann zwei weitere Rushes und der Jungstar findet sich zur 20:10-Pausenführung in der Endzone wieder.

Seine 142 Scrimmage-Yards vor der Pause sind NFL-Rekord in der Super-Bowl-Ära für Spieler, die ihr erstes Playoff-Spiel bestreiten.

Verletzung von Superstar Donald

So unterhaltsam das zweite Quarter zwischenzeitlich ist, so bitter gestaltet sich das Geschehen nach dem Widerbeginn. Die Rams um den sichtlich limitierten Goff können nicht so recht, die Seahawks kommen auch nicht in Fahrt.

Mehr als ein Field Goal Seattles hat das dritte Viertel nicht zu bieten - in sportlicher Hinsicht.

In negativer Hinsicht wird es von Donalds Rippenverletzung überschattet. Der Superstar bringt Wilson zu Fall, der auf seiner Brust landet. Der Defender zeigt sofort seinen Schmerz an, muss vom Feld und kehrt nicht wieder. Fällt Donald längerfristig aus, wäre dies für den weiteren Playoff-Verlauf ein herber Rückschlag.

Die Rams verwalten in der Folge ihre Führung, ohne abgesehen von einem wichtigen Field Goal von Gay zum 23:13 allzu viel auf die Reihe zu bekommen - damit ist es ein Two-Score-Game.

Heimserie der Seahawks reißt

Statt eine Aufholjagd zu starten, servieren die Seahawks den Rams die Vorentscheidung auf dem Silbertablett. D.J. Reed fumbelt bei einem Punt Return.

Goff bedankt sich, indem er Robert Woods zum 30:13 in der Endzone bedient.

Dass Wilson in der Folge noch einen TD-Pass auf Metcalf wirft, fällt unter die Kategorie Ergebniskorrektur.

Für Seattle endet damit eine Serie von zehn Playoff-Heimsiegen in Folge.

Legenden, junge Wilde und einige etablierte Haudegen. Die Playoff-Quarterbacks dieser NFL-Saison bieten ein breites Spektrum. LAOLA1 mit einem Ranking der Spielmacher:

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Eines vorneweg: Der Generations-Wechsel unter den NFL-Quarterbacks ist bekanntlich in vollem Gange. Da die "Jungen Wilden" logischerweise noch nicht über die Lebensläufe eines Brady, Brees oder Rodgers verfügen können, besteht in solch einem Ranking die Gefahr, Äpfel mit Birnen zu vergleichen. Wir legen daher auch diesmal eine Spur mehr Wert auf die Aktualität, ohne aber die gerade in der Postseason so wertvolle Erfahrung außer Acht zu lassen.

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14. MITCHELL TRUBISKY (Chicago Bears)

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Ist der Ruf erst mal ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert... Sagen wir so: Geht es nach der öffentlichen Meinung, kann Trubisky fast nur gewinnen. Oder zumindest überraschen. Der 26-Jährige, der von Chicago 2017 vor (!) Mahomes und Watson gewählt wurde (Stand jetzt ein historischer Irrtum), wurde im Saison-Verlauf von Nick Foles abgelöst. Als der sich verletzte, lag es doch an Trubisky, die Bears in die Playoffs zu führen. Dies gelang, ohne dass Trubisky spektakuläre Glanzlichter setzen hätte können. Er war jedoch auch nicht so schlecht, wie viele meinten. In dieser Postseason geht es fraglos auch darum, wie seine NFL-Zukunft aussieht.

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13. ALEX SMITH (Washington Football Team)

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Gänsehaut! Die Wohlfühl-Story! Material für Hollywood! Aber objektiv gesehen ist Alex Smith in diesem Ranking natürlich recht weit hinten einzureihen. Konzentrieren wir uns auf das Positive: Nach seiner Horror-Verletzung und zwei Jahren Pause ist Smith tatsächlich wieder da (die Doku über den Weg zurück sollte man nur mit leerem Magen sehen) und mit Washington aufgrund noch größerer sportlicher Inkomptenz der NFC-East-Konkurrenz in den Playoffs. Smith war immer schon ein eher biederer Game Manager, nun hat er auch an Mobilität eingebüßt. Aber als Gegner sollte man es gegen einen derart erfahrenen Spielmacher (Playoffs mit San Francisco und Kansas City) nicht drauf ankommen lassen.

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12. JARED GOFF (Los Angeles Rams)

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Im Osten geht die Sonne auf, im Westen geht sie unter und in Kaliforniens Süden verbringt Goff währenddessen einen ziemlich durchschnittlichen Arbeitstag. Der Prototyp eines "Eh-net-so-schlecht,-aber..."-Spielmachers. Er führte die Rams einst in die Super Bowl, aber dort implodierte er. Er war der Nummer-1-Pick im Draft, aber ist er dieses Spots wirklich würdig? Er spielte auch 2020 keineswegs total ungut, aber gleich 22 QBs schließen die Saison mit einem besseren Rating als seine 90,0 ab - darunter auch Mitch Trubisky (ouch!). Natürlich hofft man, dass er für das Duell mit Seattle fit wird, aber wären die Rams mit Backup John Wolford tatsächlich komplett chancenlos?

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11. BAKER MAYFIELD (Cleveland Browns)

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Muss Baker Mayfield - ebenfalls ein Einser-Pick im Draft - aufpassen, dass er zu einem Durchschnitts-Bruder im Geiste von Jared Goff wird? Irgendwie schon. Aber noch ist seine Entwicklung nicht abgeschlossen. Im Vergleich zu seinen ersten beiden Jahren in der Liga präsentierte sich Mayfield 2020 weniger fehleranfällig. Seine Zahl an Interceptions senkte er von 21 (!) auf 8 - seit Ende Oktober passierte ihm nur eine. In der Browns-Offense kommt ihm auch eher die Rolle des Verwalters zu, der das Spiel nicht verbocken soll. Die Playoffs sind eine andere Bühne: Am Charisma, auf selbiger zu wachsen, sollte es nicht scheitern.

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10. PHILIP RIVERS (Indianapolis Colts)

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Stellen wir außer Streit, dass es sich bei Rivers um einen der besseren QBs der NFL-Geschichte handelt, leider auch um einen im Vergleich zu seinen Fähigkeiten und Durchhaltevermögen eher erfolglosen. Aber gut, "seine" Chargers sind auch ohne ihn Loser aus Leidenschaft, während Rivers im ersten Jahr mit Indy in der Postseason steht. Gut, der Routinier ist inzwischen 39 und keine 26 mehr. Das sieht man. In früheren Jahren wäre er in diesem Ranking weiter vorne. Aber es ist nicht verboten, sich als Altstar auf gutes Laufspiel und eine lästige Defense zu verlassen. Vielleicht hat er im frühen Winter seiner Karriere mit den Colts jenes Playoff-Glück, das bei den Chargers oft fehlte.

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9. RYAN TANNEHILL (Tennessee Titans)

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Bewertet man nur die Saison 2020, müsste man Tannehill eine Spur weiter vorne platzieren. Aber Rang neun ist keine Schande, denn bis auf Josh Allen sind alle vor ihm Platzierten bereits Super-Bowl-Sieger und/oder MVP. Also ist es zugegeben auch ein wenig eine Reputationsfrage und zeigt, wie gut das Playoff-Feld an Spielmachern ist. Tannehill hat 2020 bewiesen, dass sein Aufschwung der Vorsaison, der bis ins Championship Game führte, kein Zufall war. Er ist die perfekte Ergänzung zu Rushing-König Derrick Henry. Wer hätte vor einigen Jahren in Miami an eine solche Entwicklung geglaubt?

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8. BEN ROETHLISBERGER (Pittsburgh Steelers)

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"Big Ben" muss man natürlich nicht vorstellen. Er gehört zu den zahlreichen QBs in diesem Playoff-Feld, die ihre 40er-Feier schon konkret planen oder bereits hinter sich haben. Zwei Super-Bowl-Ringe zieren seine Finger. Also wer soll ihm etwas vormachen? Vor allem gegen Ende der Saison schien ihm jedoch ziemlich die Luft auszugehen, weswegen die Verschnaufpause in Week 17 Gold wert gewesen sein könnte. Die Defense in Pittsburgh ist spitze, seine Receiver sind es ebenso. Taucht in der Postseason der "echte" Roethlisberger auf, könnte es weit gehen. Kommt die müde Version, kann es bitter werden.

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7. DREW BREES (New Orleans Saints)

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Dass der Zahn der Zeit an ihm nagt, kann auch Drew Brees nicht verleugnen. Kommende Woche feiert die lebende Legende ihren 42. Geburtstag. Der Roster der Saints ist inzwischen jedoch bekanntlich längst nicht mehr so gebaut, dass alles von Brees abhängt. Mit Tayson Hill gibt es sogar die Option, dem Routinier während eines Drives eine kurze Verschnaufpause zu gönnen. Wie schnell Brees seine schwere Rippenverletzung überwunden hat, ist beeindruckend und zeigt seine Motivation. Vielleicht wird er ja belohnt, indem der x-te (und letzte?) Anlauf auf den zweiten Super-Bowl-Triumph endlich gelingt.

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6. JOSH ALLEN (Buffalo Bills)

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Dieses Ranking hat bereits Tradition. Letztes Jahr war Allen bei derselben Übung 12. und Letzter. Und das damals nicht mal zu Unrecht. Dass der Bills-Quarterback einer der am meisten verbesserten Protagonisten dieser Saison ist, muss man nicht diskutieren. Gut gelaufen ist er schon in den vergangenen Jahren, am Selbstbewusstsein mangelte es auch nicht, Leadership und deutlich verbesserte Wurfleistungen sorgen inzwischen jedoch für ein Gesamtpaket, das einige in der MVP-Diskussion erwähnen. Das ist vielleicht noch übertrieben, aber die Playoff-Erfahrung, die er nun sammeln sollte, könnte ihn den nächsten Schritt machen lassen. Mit diesem Roster ist für die Bills einiges drinnen.

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5. RUSSELL WILSON (Seattle Seahawks)

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Zur Hälfte der Saison war Wilson für viele wohl noch ein No-Brainer als MVP, so grenzgenial führte er eine glänzend aufgelegte Seahawks-Offense. Seattles Angriff agierte in den vergangenen Wochen dezenter und mir ihr Wilson. Wobei man im konkreten Fall nicht lange über die Qualität diskutieren muss: Hier handelt es sich um einen Spielmacher im besten Football-Alter mit jeder Menge Erfahrung und Improvisations-Künsten, von der andere QBs nicht mal zu träumen wagen. Wilson ist keiner, der in der Postseason die Nerven wegschmeißt. Es wird für die Konkurrenz harte Arbeit, ihn und seine Seahawks in den Urlaub zu schicken.

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4. LAMAR JACKSON (Baltimore Ravens)

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Okay, Platz vier wirkt ein wenig hoch. Zu hoch? Nein. Letzte Saison führte Jackson dieses Ranking nach seiner MVP-Saison noch an. Ein Zwischentief in dieser Spielzeit hat ihn offenkundig enorm an Reputation gekostet. Wir sollten jedoch nicht vergessen, dass Jackson im Finish wieder auf deutlich besserem Niveau spielte. Außerdem kann man natürlich über seine Genauigkeit diskutieren, sollte jedoch nicht vergessen, dass Jacksons mobiles QB-Spiel mit anderen Maßstäben zu messen ist als das der meisten Kollegen. Letztes Jahr scheiterte er nach Traum-Saison. Vielleicht gibt es diesmal - mit deutlich geringerer Erwartungshaltung - den umgekehrten Trend und seine Vorzüge kommen in den Playoffs zur Geltung.

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3. TOM BRADY (Tampa Bay Buccaneers)

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Lasset die Spiele beginnen! Hand aufs Herz: Gibt es jemanden, der nicht neugierig ist, was der erfolgreichste Quarterback aller Zeiten mit den Tampa Bay Bucceneers in den Playoffs erreichen kann? Je weiter das Team aus Florida unter der Anleitung des 43-Jährigen kommt, desto mehr Salz in die Patriots-Wunden. Man kann über Bradys Leistungen in "Tompa" diskutieren, mehr als seine 40 TD-Pässe hat in dieser Saison jedoch nur Aaron Rodgers (48) geworfen. Auch die Abstimmung mit der gnadenlos überbesetzten Passempfängerriege schien zuletzt deutlich besser zu werden. Die Bucs bleiben zwar eine Wundertüte, dennoch befinden wir uns in Bradys Lieblings-Jahreszeit.

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2. PATRICK MAHOMES (Kansas City Chiefs)

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Man muss eine außergewöhnliche Saison spielen und einen außergewöhnlichen Lebenslauf vorweisen können, damit Patrick Mahomes - amtierender Super-Bowl-Champion - hier nicht an Nummer eins geführt wird. Wer behauptet, dass der 25-Jährige der beste Quarterback der Liga ist, liegt zumindest nicht ganz falsch. Phasenweise wirkte er 2020 sogar ein wenig unterfordert - vielleicht schlichen sich deshalb im Saison-Finish ein paar Konzentrationsfehler ein. Egal wie: Wer Champion werden will, muss am Titelverteidiger rund um diesen genialen Spielmacher vorbei.

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1. AARON RODGERS (Green Bay Packers)

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Wer Mahomes vorne sieht, liegt nicht falsch. Alles gut. Aber irgendwie stellte Rodgers alle in den Schatten. Seine Saison fühlte sich irgendwie wie die Würdigung der eigenen Lebensleistung an - und die war bekanntlich schon vor 2020 nicht ganz so schlecht. Mit 121,5 lieferte der designierte MVP das zweitbeste QB-Rating seiner beeindruckenden Laufbahn ab, 48 TD-Pässe sind Karriere-Bestwert - und all das, obwohl es die Packers verabsäumt haben, einen würdigen Zweier-Receiver zu draften und stattdessen den Einser-Pick für einen Rodgers-Konkurreten verschwendeten. Der 37-Jährige läuft seinem zweiten Super-Bowl-Triumph schon lange hinterher. Spielt er weiter in diesem Flow, könnte es endlich so weit sein.

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Die weiteren Spiele der Wild-Card-Runde der NFL-Playoffs im Überblick:

Datum Uhrzeit Spiel Übertragende Sender
  1. Jänner
2:15 Tampa Bay Buccaneers @ Washington Football Team DAZN, PULS 4, ProSieben
  1. Jänner
19:05 Baltimore Ravens @ Tennessee Titans DAZN, PULS 4, ProSieben
  1. Jänner
22:40 Chicago Bears @ New Orleans Saints DAZN, PULS 4, ProSieben
  1. Jänner
2:15 Cleveland Browns @ Pittsburgh Steelers DAZN, PULS 4, ProSieben
Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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