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Nach Brand in Crans-Montana - IOC-Fahnen stehen auf halbmast

Mehrere Nachwuchsspieler des Fußball-Klubs Lutry werden vermisst. Der Tod eines italienischen Nachwuchsgolfers ist bereits bestätigt.

Nach Brand in Crans-Montana - IOC-Fahnen stehen auf halbmast Foto: © GEPA

Das Internationale Olympische Komitee mit Sitz in Lausanne hat nach der Brandkatastrophe in Crans-Montana seine Fahnen auf halbmast gesetzt.

"Wir möchten dem Land, das uns beherbergt, unsere Solidarität bekunden und uns der großen Betroffenheit anschließen, die das Schweizer Volk nach Bekanntwerden dieser furchtbaren Nachricht empfindet", sagte IOC-Präsidentin Kirsty Coventry.

Große Ungewissheit herrscht beim Fußball-Klub Lutry, mehrere junge Spieler gelten als vermisst. Laut "Blick" unternahm die Nachwuchs-Equipe einen Team-Ausflug in den Walliser Nobelort.

Nach Informationen der Zeitung befanden sich mehrere Mitglieder der Junioren-B-Mannschaft im Alter von 16 bis 18 Jahren im Innern der Bar. "Unser Klub und unser Dorf sind von diesem Drama schwer betroffen", sagte ein Vertreter des Schweizer Sportvereins.

Auswirkungen auf Ski-Weltcup unklar

Didier Défago, CEO der Ski-WM 2027 in Crans-Montana, konnte und wollte gegenüber Keystone-SDA nicht kommentieren, welchen Einfluss die Tragödie auf die Weltcuprennen Ende Jänner/Anfang Februar haben würde.

Der Abfahrts-Olympiasieger wie auch Swiss-Ski per Communiqué betonten, dass "die Gedanken bei den Todesopfern, den Verletzten, ihren Familien, Freundinnen und Freunden sind. Den Angehörigen der Verstorbenen entbieten wir unser tiefstes Beileid."

Crans-Montana und Swiss-Ski sind seit Jahrzehnten partner- und freundschaftlich verbunden, wie der Verband festhält.

"Unsere Gedanken sind deshalb bei allen Menschen, die in Crans-Montana leben, sich dem Ort und den dortigen Skirennen verbunden fühlen. In diesen schweren Stunden sind wir in der Trauer, aber auch in der Hoffnung auf Genesung der zahlreichen verletzten Menschen vereint."

Camille Rast, die am Wochenende in Kranjska Gora die Weltcuprennen bestreitet, drückte ihre Trauer in einer Instagram-Story aus. Auf einem schwarzen Hintergrund postete sie Emojis mit betenden Händen und einer Kerze.

Die Slalom-Weltmeisterin ist in Vetroz unweit von Crans-Montana geboren. "Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie es zuhause gerade ist. Ich werde in den Rennen am Wochenende mein Bestes geben, aber in Gedanken bin ich bei den Leuten zuhause", sagte sie im Interview mit SRF.

Tod eines Nachwuchsgolfers bestätigt

Bestätigt wurde vom italienischen Verband der Tod eines Nachwuchsgolfers. Emanuele Galeppini (es gibt unterschiedliche Angaben über das Alter, 16 oder 17) aus Genua habe sich zum Zeitpunkt des Unglücks in dem betroffenen Lokal aufgehalten, hieß es.

Der Verband würdigte Galeppini in sozialen Netzwerken als jungen Athleten, der Leidenschaft und sportliche Werte verkörpert habe, und sprach der Familie sein Beileid aus. Nach Angaben des Verbandes wurde Galeppini anhand seines im Lokal aufgefundenen Mobiltelefons identifiziert.

Unter den Verletzten der Brandkatastrophe ist auch ein Nachwuchsspieler des französischen Fußball-Erstligisten FC Metz (mehr dazu >>>).

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