Vettel sieht Fehler gelassen: "Shit happens!"

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Dritte Pole Position in Folge, Start souverän gewonnen, sicher in Führung. Es sah gut aus mit einem Sieg von Sebastian Vettel beim Grand Prix von Aserbaidschan.

Am Ende musste er sich in Baku aber mit Platz vier begnügen. Die WM-Führung ist der Ferrari-Pilot damit los. Durch den letztlich überraschenden Sieg von Lewis Hamilton liegt der Deutsche (66) vier Punkte hinter dem Mercedes-Piloten (70) (der gesamte WM-Stand).

In einer chaotischen Schlussphase setzte Vettel aufgrund der finalen Safety-Car-Phase alles auf eine Karte und wollte den Führenden Valtteri Bottas, der danach aufgrund eines Reifenschadens dramatisch ausschied, am Ende der langen Gerade überholen.

Der Heppenheimer verbremste sich böse, kam etwas von der Strecke ab und musste dadurch den späteren Rennsieger Lewis Hamilton, Teamkollege Kimi Räikkönen und Sergio Perez im Force India passieren lassen.

"Shit happens!", sagt Vettel nach dem Rennen dazu. "Hinterher ist es einfach zu sagen, was funktioniert und was nicht. Es war eben ein Fehler", gibt er zu.

Zu viel Risiko? "Ich musste es versuchen"

Für Vettel war klar, dass er in dieser Situation das Risiko eingehen muss: "Ich musste es einfach versuchen, doch es hat leider nicht geklappt. Das restliche Rennen war restlos positiv. Wir waren stark, haben das Rennen kontrolliert. Aber so läuft es eben manchmal."

Zu viel riskiert habe er in der Situation nicht: "Ich glaube, ich habe nichts Außerirdisches probiert. Alle hätten gesagt, dass es ein tolles Ding gewesen wäre." Da Bottas ihm die Tür etwas offen ließ, stach er innen in die erste Kurve, verbremste sich aber auf einer Bodenwelle. "Ich war nicht so spät dran, aber das innere Rad hat blockiert."

So war die erhoffte Führung dahin. Aber Vettel weiß: "Wenn es kein Safety-Car gibt, geht die Sache anders aus."

Die besten Bilder vom Grand Prix von Aserbaidschan:

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Wolff sicher: "2018 wird eine super Saison"

Maximal lag er nach seinem Boxenstopp 12,6 Sekunden hinter Bottas, der noch zum Reifenwechseln abbiegen musste. Er wäre also locker wieder in Führung gegangen - wenn es nicht zum Red-Bull-Crash gekommen wäre. Danach konnte Bottas ohne großen Zeitverlust seine Reifen wechseln und war vor Vettel.

Ferrari wollte auch nicht riskieren, dass Hamilton gefährlich wird und hat daher den Stopp des Deutschen nicht länger hinausgezögert. Dass der Brite am Ende den Sieg abstaubte, war großes Glück.

"Ferrari liegt noch immer vor uns. Sie scheinen das bessere Auto zu haben, waren meist schneller als wir", sagt der Weltmeister. "Wir haben also ein paar Hausaufgaben, aber wir mischen gut mit. Es wird weiter eng zugehen."

Und das ganz zur Freude der Fans. "Es sieht ganz danach aus, dass sechs Autos Rennen gewinnen können.", sagt Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff bei "Channel 4". Er ist sich sicher: "2018 wird eine super Saison!"


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Esteban Ocon: "Räikkönen gehört nicht in den Ferrari"

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