Marko: "Für uns war es ein hartes Erwachen"

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Die Formel 1 ist mit zwei Spielberg-Rennen am Stück in die neue WM-Saison gestartet. An der Spitze hat sich im Vergleich zum letzten Jahr allerdings nicht viel getan.

Mercedes hat wieder einmal bewiesen, dass der Titel auch heuer wieder nur über sie geht. Red Bull hatte sich vor dem Jahr durchaus Chancen auf ein Mitspracherecht im Titelkampf erhofft.

Vor allem im ersten Grand Prix, als mit Max Verstappen und Alex Albon beide Piloten das Rennen nicht beenden konnten, wurde man schnell wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Auch wenn im zweiten Rennen mit dem dritten Platz von Verstappen immerhin die erste Podiumsplatzierung folgte, so verlief das Spielberg-Doppel für Red Bull doch alles andere als zufriedenstellend.

"Wir waren dann doch ziemlich überrascht von der Motorleistung der Mercedes. Vor allem über deren Qualifikations-Performance. Im ersten Rennen konnten wir noch halbwegs mithalten, aber das waren auch zehn Grad mehr Außentemperatur. Im zweiten Rennen hatten wir da überhaupt keine Chance", zeigt sich Helmut Marko, Motorsportberater von Red Bull, im Interview mit der "Kleinen Zeitung" enttäuscht über die Performance von Red Bull.

Red Bull schreibt WM-Titel noch lange nicht ab

In Spielberg lief es für Red Bull in den letzten Jahren eigentlich immer recht gut, daher ist die Enttäuschung in diesem Jahr auch umso größer.

"Das Paradoxe dabei ist: Der Vorteil durch die Höhenlage, den wir gehabt haben, der ist weg. Es kann schon damit zusammenhängen, dass Honda einen neuen Turbo verwendet, aber wir müssen jetzt einmal Budapest abwarten, um die Situation genau beurteilen zu können. Am Ende muss man sagen: Für uns war es ein hartes Erwachen."

Den WM-Titel will Helmut Marko trotz des verpatzten Auftakts jedoch noch nicht abschreiben, zu viele Rennen stünden noch aus. "Nein, auf gar keinen Fall. Wir analysieren das alles einmal, schauen, wo wir ansetzen können, wo wir Verbesserungen finden. Wir kommen zu anderen Strecken, da kann es wieder besser werden."

McLaren und Racing Point konnten in Spielberg positiv auf sich aufmerksam machen, Gefahr, dass diese Teams bald an Red Bull vorbeiziehen könnte, sieht Marko jedoch nicht. "Nein, im Rennen waren sie meilenweit weg. Man muss auch in Betracht ziehen, dass Racing Point auch die Motor-Updates von Mercedes bekommen hat. Aber im Rennen sehe ich da keine Gefahr."

"Man kann Spielberg nur ein Lob aussprechen"

Ein ordentliches Lob spricht Marko auch an die Veranstalter in Spielberg aus. Diese hätten beim Auftakt-Doppel für vorbildliche Bedingungen gesorgt. "Wir haben weltweit ein unglaublich eindrucksvolles Echo bekommen. Alle Maßnahmen waren gerechtfertigt. Wir hatten nicht einen einzigen positiven Corona-Test. Das war einfach ganz außerordentlich."

"Man kann nur dem Projekt-Spielberg-Team ein Lob aussprechen, was die da auf die Beine gestellt haben. Es war ein Musterbeispiel für alle Sportveranstaltungen weltweit. Das haben alle beobachtet und so gesehen", so Marko.

Textquelle: © LAOLA1.at

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