Hamilton schleppt sich mit Reifenschaden zum Sieg

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Drama pur in den letzten zwei Runden des Grand Prix von Großbritannien!

Der bis dahin souverän Führende Lewis Hamilton erleidet in der letzten Runde einen Reifenschaden und schleppt seinen Mercedes dennoch als Erster über die Ziellinie. Dahinter folgen Max Verstappen im Red Bull (+5,856 Sek.), der einen zusätzlichen Boxenstopp eingelegt hat, und Ferrari-Pilot Charles Leclerc (+18,474).

Kurz vor Hamilton erwischt es auch seinen Teamkollegen Valtteri Bottas. Der Finne verliert durch einen Reifenschaden seinen sicher geglaubten zweiten Platz und wird auf Rang elf direkt hinter Sebastian Vettel durchgereicht. Das gleiche Schicksal erleidet den zwischenzeitlich auf Rang vier liegenden Carlos Sainz im McLaren.

Hinter den Top drei landen Daniel Ricciardo, Lando Norris, Esteban Ocon, Pierre Gasly, Alex Albon und Lance Stroll ebenfalls in den Punkten.

Für Hamilton ist es der 87. Sieg in seiner Karriere, der siebente in Großbritannien. Der Brite baut mit seinem dritten Sieg in Folge seine WM-Führung deutlich auf 30 Punkte auf Bottas aus.

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Hamilton: "Da bleibt das Herz fast stehen"

"Auf der Geraden hat der Reifen schlapp gemacht. Das war so ein Moment, wo das Herz fast stehenbleibt", sagte Hamilton nach dem Rennen. Wie auch bei Bottas war bei seinem Auto der linke Vorderreifen betroffen, am Ende hatte sich der fast komplett von der Felge gewickelt.

Bei Verstappen, der sonst in einem ereignislosen Rennen gefangen war, keimte nur kurz noch einmal die Hoffnung auf den Sieg auf. Der Niederländer fuhr an die Box, um sich noch die schnellste Rennrunde zu sichern, dann erfuhr er vom Reifenplatzer bei Hamilton. Der Vorsprung seines Konkurrenten war aber zu groß. "Im Rennen waren sie natürlich zu schnell", sagte Verstappen über die Mercedes-Übermacht. "Aber Platz zwei ist ein gutes Ergebnis."

Auch Leclerc freute sich über das Optimum. "Es war ein sehr schwieriges Rennen. Wir haben das beste Resultat geholt, das wir heute holen konnten", meinte der Monegasse. Der Ferrari "kann noch nicht sein Potenzial abrufen, aber wir sind zufrieden mit diesem Podium".

Bei Red Bull und Ferrari gab es allerdings einen großen Performance-Unterschied zwischen den beiden Fahrern. Alexander Albon, der für Thailand startende Red-Bull-Pilot, musste sich auch wegen einer Fünf-Sekunden-Strafe mit dem achten Platz begnügen. Bei Ferrari lahmte das Auto von Sebastian Vettel, schon das ganze Wochenende hatte der Deutsche mit technischen Problemen zu kämpfen. Im Rennen fand er nie seinen Rhythmus, als Zehnter erbeutete er gerade mal einen Punkt.

Heftiger Crash von Kvyat

Dass es am Ende noch einmal spannend wurde, hatte auch mit zwei Safety-Car-Phasen früh im Rennen zu tun. Auch die verhinderten, dass das Mercedes-Duo einen größeren Vorsprung herausfahren konnte.

Zunächst musste der Tempomacher nach einem Unfall von Kevin Magnussen und Albon nach dem Start auf die Strecke, danach crashte Daniil Kvyat. Der Russe schlug mit seinem Alpha Tauri nach einem Reifenschaden heftig in die Streckenbregrenzung ein, bleibt dabei aber zum Glück unverletzt.

Nico Hülkenberg, der für den an COVID-19 erkrankten Sergio Perez einspringt, hat Pech und kann aufgrund eines technischen Defekts an seinem Racing Point nicht starten. Die Mechaniker schaffen es nicht, das Auto in der Boxengasse rechtzeitig bis zum Start einsatzfähig zu machen (Alle Infos).

Hülkenberg wird aller Voraussicht nach auch nächste Woche in Silverstone den zweiten Racing Point lenken. Eine finale Entscheidung werde aber erst am Mittwoch oder Donnerstag fallen, verriet Teamchef Otmar Szafnauer. Erst dann werde feststehen, ob der Mexikaner Perez von den Ärzten die Freigabe bekommt, um ins Cockpit zurückzukehren.

Textquelle: © LAOLA1.at

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