Keine Schuldzuweisung von Räikkönen
Verstappen steht der Frust nach seinem siebenten Ausfall in dieser Saison ins Gesicht geschrieben: "Ich bin froh, dass wir alle drei ausgeschieden sind - und nicht nur ich."
Vettel erklärt, dass er sich gegen Verstappens Angriff wehren wollte. "Ich habe gesehen, dass er am Anfang ein bisschen Boden auf mich gutmacht. Dann wollte ich die Linie zur ersten Kurve hin ein bisschen zu machen und habe gesehen, dass er ein bisschen neben mir war. Dann hat's schon geknallt", so der Deutsche.
Räikkönen will sich währenddessen nicht an Schuldzuweisungen beteiligen. "Das Resultat ändert nichts mehr, egal wie man es sich ansieht oder wem man die Schuld gibt. Es ist sinnlos, damit anzufangen", sagt der Finne.
Alle drei beteiligten Fahrer mussten nach dem Rennen zu den Rennkommisaren. Die Entscheidung der Stewards: Kein Fahrer ist völlig bzw. mehrheitlich am Unfall schuld, weshalb keine Strafen ausgesprochen werden.
Bei Mercedes knallten unterdessen bereits die Champagner-Korken, als hätte man die WM gewonnen. 28 Punkte liegt Lewis Hamilton durch den Sieg nun vor Vettel.
Lauda "grinst in sich hinein"
Ist die Entscheidung gefallen? "Zu so einer Aussage lasse ich mich nicht hinreißen, ich grinse nur in mich hinein", so Lauda. "Es ist ein Riesenvorsprung, der auch wichtig ist. Aber die WM ist erst dann gewonnen, wenn sie vorbei ist", ergänzt der Wiener.
Motorsport-Chef Toto Wolff kann das Silber-Glück kaum fassen: "Das ist das Unglaubliche im Sport. Heute morgen sprechen wir noch von Schadensbegrenzung, dann kommt der unglaubliche Unfall, wir gehen mit eins und drei hier weg und bauen den Vorsprung aus. Das nehmen wir natürlich gerne."
Während Mercedes ob der gering eingeschätzten Siegchancen mit Bauchweh nach Singapur reiste, ist die Vorfreude auf den nächsten Grand Prix in Malaysia wesentlich größer. "Das wird besser für Mercedes. Es ist eine permanente Rennstrecke. Da sollten wir wieder, wenn es so bleibt, gleichauf sein mit Ferrari", sagt Lauda.