Mercedes-Pole in Monaco, Ferrari mit Patzer

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Die Pole Position beim Grand Prix von Monaco geht wie erwartet an Mercedes.

Lewis Hamilton sichert sich mit seiner letzten schnellen Runde Startplatz eins im Fürstentum, nur 0,086 Sekunden vor Teamkollege Valtteri Bottas.

Dritter wird Max Verstappen im Red Bull (+0,475), gefolgt von Ferrari-Pilot Sebastian Vettel (+0,781), der keine fehlerfreie schnelle Runde hinbringt. Lokalmatador Charles Leclerc, Schnellster im 3. Training, scheitert nach einer Fehleinschätzung der Scuderia bereits in Q1.

Pierre Gasly, Kevin Magnussen, Daniel Ricciardo, Daniil Kvyat, Carlos Sainz und Alex Albon komplettieren die Top Ten.

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Hamilton überschwänglich

"Das ist es, was ich meine!", jubelte Hamilton überschwänglich, als er nach seiner Rekordrunde von 1:10,166 Minuten aus dem Auto ausgestiegen war. "Niki hätte gewollt, dass wir rausgehen und fahren", meinte der Engländer. "Niki we miss you", so die Botschaft auf dem rot lackierten Halo-Schirm bei Mercedes. Beim Team aus Brackley war Lauda ab dem Herbst 2012 Aufsichtsratsvorsitzender gewesen.

Will er am Sonntag seinen dritten Monaco-Sieg nach 2008 und 2016 einfahren, muss Hamilton in erster Linie wieder mit seinem Stallrivalen Bottas fertig werden. Der Finne war nach seiner nicht optimalen letzten Runde "enttäuscht", nachdem er zuletzt dreimal in Serie von der Pole Position gestartet war.

Zufrieden gab sich indes Mercedes-Teamchef Toto Wolff. "An dem Wochenende wollen wir es ganz besonders machen", meinte der Wiener, der Mercedes zusammen mit Lauda zum alles dominierenden Rennstall geformt hat. "Wir sind natürlich auf einer tollen Reise im Moment mit Mercedes", sagte er im ORF-Fernsehinterview. Die soll ganz im Sinn von Lauda mit einem weiteren Doppelsieg weitergehen.

Vettel fährt Leclerc raus

Eine Blamage leistete sich Ferrari bei Lokalmatador Charles Leclerc. Der Monegasse, der am Vormittag noch die schnellste Zeit im letzten Training gefahren war, kam auf den 16. Platz, weil die Ferrari-Crew im ersten Quali-Abschnitt verabsäumte, ihn noch einmal auf die Strecke zu schicken.

Die letzten Minuten von Q1 gehen bei Ferrari hektisch zu, beide Autos drohen auszuscheiden. Vettel wird für einen Reifenwechsel an die Box geholt, auch Leclerc ist an der Box. Der Monegasse vergisst jedoch, auf die Waage zu fahren und wird nochmal zurückgeschoben. Zu der Zeit stehen noch gut fünf Minuten auf der Uhr, Leclerc fährt aber dennoch nicht mehr auf die Strecke und wird von Vettel, der inzwischen Bestzeit fährt, rausgekickt.

"Die Strategie war, dass ich noch einmal rausfahre. Ich weiß nicht, warum wir das nicht mehr gemacht haben. Ich verstehe es nicht", sagt ein sichtlich geknickter Leclerc in einer ersten Reaktion.

Vettel fand es im Anschluss "unfair", das Team zu kritisieren. Er gab aber zu, dass die Scuderia derzeit einige ungelöste Probleme mit sich schleppt. "Wir tun uns da im Moment schwer. Wir fallen manchmal rein und dann wieder raus aus dem Fenster", verwies der 31-Jährige auf das Dauerthema Reifen. "Wir probieren viele Sachen", es liege aber auch daran, "dass das Produkt sehr, sehr schwer zu verstehen ist". Im letzten Training war der Deutsche in einem Reifenstapel gelandet, danach waren seine Mechaniker das erste Mal an diesem Tag gefordert.

In Monaco sind die Siegchancen für andere Teams als Mercedes aufgrund der Streckencharakteristik größer als bei jedem anderen Grand Prix. Im Vorjahr waren Pole Position und Sieg an Red Bulls Australier Daniel Ricciardo gegangen, der mittlerweile für Renault fährt und am Samstag Siebenter war. In dieser Saison scheinen die "Silberpfeile" die kleinen Schwächen in langsamen Kurven aber ausgemerzt zu haben, so dass sie auch hier zu favorisieren sind.

Stimmen der Top 3:

Lewis Hamilton: "Das ist das Rennen, von dem jeder Rennfahrer träumt. Man gibt alles. Wir sind mit einem großartigen Auto hierher gekommen. Diese Pole bedeutet mir so viel, ich musste alles geben. Die letzte Runde war wunderbar."

Valtteri Bottas: "Ich dachte, ich könnte es schaffen, aber ich habe ein paar kleine Fehler gemacht. Natürlich wäre ich lieber auf der Pole gestanden, aber es wird ein langes Rennen, alles kann passieren."

Max Verstappen: "Startplatz drei ist gut. 10 Minuten vor Ende war quasi kein Boden mehr am Auto. Deshalb bin ich mit Rang drei sehr glücklich."

Textquelle: © LAOLA1.at

Formel 1: Vettel-Crash im 3. Monaco-Training

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