200er gegen Österreich?
Messi bewusst nicht einzusetzen, wird dennoch keine Option bleiben. Der Superstar hatte seine sechste WM-Teilnahme lange offen gelassen.
Noch Anfang April meinte Scaloni: "Es wäre ein Privileg, wenn Leo sich entscheidet, bei der WM zu spielen." Tage davor hatten die argentinischen Fans beim Testspiel gegen Mauretanien in Buenos Aires praktisch durchgehend Messis Namen skandiert.
Im letzten Heimspiel vor der WM gegen Sambia schoss Messi zur Freude seiner Anhängerschaft dann das 116. Tor im Teamtrikot. Noch vor dem WM-Start könnte er in den Testspielen gegen Honduras und Island die Marke von 200 Länderspielen (derzeit 198) knacken.
Argentinische Medien gehen jedoch davon aus, dass Messi noch geschont wird. Der 200er könnte demnach gegen Österreich fallen.
Albiceleste seit Montag in USA
Seit Montag bereiten sich die Argentinier im WM-Camp in Kansas City auf die Titelverteidigung vor. Mit dabei ist auch der ehemalige Salzburger Nicolas Capaldo.
Der auf Abruf nominierte HSV-Profi darf sich im Fall eines Ausfalls noch Hoffnungen machen. Der 48-jährige Scaloni könnte der erste Trainer werden, der zwei WM-Titel in seine Vita schreibt.
Bisher gelang dieses Kunststück nur Italiens Vittorio Pozzo 1934 und 1938. Der ehemalige Teamverteidiger Scaloni - bei der WM 2006 in Deutschland noch Teamkollege von Messi - warnte jedoch: "Es wird eine harte WM, eine sehr fordernde. Es wird entscheidend, dass jeder physisch und mental in guter Verfassung ist."
Mit Wehwehchen plagen sich nach einer langen Saison in Europas Topligen mehrere WM-Starter herum. Mit Cristian Romero von Tottenham kuriert der wichtigste Abwehrmann eine Knieblessur aus. Gerade in der Defensive wird die große Schwachstelle Argentiniens vermutet.
Bereits in Katar taten sich unter Druck Risse auf, hochkarätiges Personal ist dünn gesät. Neue Gesichter gibt es in Argentiniens Abwehr in den USA keine zu sehen.