Überrascht über die Hotels
Coerdt sammelte im Vorjahr bei einer zweieinhalbwöchigen Reise zur Klub-WM in den USA vorwiegend an der Ostküste wertvolle Erfahrungen. "Ich konnte viele operative Abläufe zum Beispiel bei den Trainings sehen, wie die Abflüge oder Polizeieskorten funktionieren oder wie die FIFA Wert auf Security legte", berichtete der 46-Jährige.
Auch einige von der FIFA angebotene Hotels nahm Coerdt damals im Osten, aber auch in Kansas City im Mittleren Westen unter die Lupe – und war danach einigermaßen verwundert.
"Da muss man sagen, dass das Gros der Hotels für europäische Verhältnisse nicht so hergerichtet war, dass wir uns dort länger als eine Woche hätten aufhalten können. Ich war fast ein bisschen überrascht, dass einige Mannschaften in diese Hotels überhaupt reingegangen sind."
Luxuriöses Teamhotel als "glücklicher Zufall"
Umso glücklicher ist Coerdt mit dem – nicht im FIFA-Katalog aufgelisteten – Basecamp des ÖFB-Teams.
Dabei hatte es lange danach ausgesehen, als würde man beim Wunschquartier leer ausgehen, weil Australien die Option darauf hatte.
Dann aber zog "Australia" zurück und "Austria" kam zum Zug. "Das war reiner Zufall. Auf einmal gab es die Option, und da muss man das Glück beim Schopf packen", sagte Coerdt.
Vor seiner Zeit beim ÖFB war Coerdt unter anderem für den Hamburger SV und Bayer Leverkusen tätig und organisierte dabei ebenfalls Reisen in die USA.
Rangnick ist Fan
Daher weiß er, dass man vor ungeliebten Überraschungen wie etwa Flugverzögerungen nicht gefeit ist und in diesem Fall Gelassenheit gefragt ist. "Dann sollte man lieber noch einen Film schauen, als sich über Dinge aufzuregen, die man eh nicht beeinflussen kann."
Teamchef Ralf Rangnick schätzt das Organisationstalent seines Landsmanns, und Coerdt schätzt sein Arbeitsumfeld beim ÖFB. Eine Verlängerung der Zusammenarbeit über die WM hinaus ist daher denkbar, Gespräche werden bereits geführt.
"Für mich zählt jetzt nur die WM", erklärte Coerdt, betonte aber auch: "Es macht mir hier wahnsinnig viel Spaß."